Category Archives: Wahrnehmung

Anzeige: Das inmuRELAX als Begleiter für Familien mit autistischen Kindern und Angehörigen

Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas skeptisch war, als die Anfrage kam, das inmuRELAX zu testen und auf Ellas Blog vorzustellen. Die Neugier auf dieses innovative Kissen siegte dann aber und der überaus freundliche Kontakt trug dazu bei, dass ich schließlich dem inmu eine Chance gab. Das sollten wir nicht bereuen. Niklas´ Annäherung an das inmuRELAX Das inmu machte sich auf den Weg zu uns und als ich es auspackte, war schon die Berührung des überaus weichen Materials eine schöne Weiterlesen [...]

“Entweder mein Filter funktioniert überhaupt nicht oder er funktioniert perfekt” – Autismus und Wahrnehmung

Menschen tendieren schon immer dazu, etwas, das sie nicht verstehen, auf eine Ebene zu verlagern, auf die sie keinen Einfluss haben. Auch Dinge, die noch wenig erforscht und mysteriös sind, finden in „fernen Welten“ statt. Deshalb hört man auch immer wieder, dass Autisten angeblich in einer anderen Welt leben würden. Jonas liegt in der Hängematte, wedelt mit den Händen und summt leise vor sich hin.„Jonas, schau mal, Kerstin ist zu Besuch gekommen“, spricht ihn seine Mutter an.Er Weiterlesen [...]

Barrierefreiheit für Autistinnen und Autisten – Struktur, Reizreduzierung, Kommunikation, Rahmenbedingungen und mehr….

Meistens hat man beim Thema "Barrierefreiheit" bauliche und allgemein materielle Anforderungen im Blick, um Menschen mit körperlichen Behinderungen Teilhabe zu ermöglichen. Barrierefreiheit im Bereich Autismus beinhaltet vor allem sensorische und strukturelle Bedürfnisse, die es zu erkennen und zu erfüllen gilt. Weil Autismus keine körperlich sichtbare Beeinträchtigung ist, werden die Barrieren, mit denen AutistInnen im Alltag konfrontiert werden, von der Umwelt als solche meistens Weiterlesen [...]

kostenlose Vorlage mit Ideen für das Einrichten eines Rückzugsbereichs

Cover Rückzugsbereich Bestimmt kennt ihr das auch, dass man sich manchmal am liebsten in ein kleines Loch oder in die hinterste Ecke verkriechen möchte, weil gerade gar nichts klappt oder wir einfach nur für uns sein möchten.Für unsere autistischen Kinder und Jugendlichen und erwachsenen Angehörigen gibt es viele, viele Gründe, warum sie zeitweise dringend einen Rückzugsbereich - ich sage lieber "Wohlfühloase" - brauchen. Je nach Kontext haben diese beruhigten Bereiche manchmal den Charme eines sterilen Krankenhauszimmers Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Dario, Autist: Wenn Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen

Dario ist Autist und schildert in seinem Gastbeitrag das Verschwimmen von Vergangenheit und Gegenwart. Das wirkt sich auf seine Wahrnehmung von aktuellen Ereignissen aus und natürlich auch auf die Kommunikation mit anderen über das Empfinden von Erleben und Erlebtem. Ich kenne das auch von Niklas, dass er bestimmte Dinge immer und immer wieder gebärdet, Erlebnisse mit der Gegenwart verknüpft und das Einfluss auf sein Empfinden hat. Es ist spannend zu lesen, wie Dario das erklärt. Quelle: Weiterlesen [...]

Jedes Verhalten hat einen Grund – aber wie komme ich mit bestimmten Herausforderungen zurecht?

"Jedes Verhalten hat einen Grund, auch wenn wir ihn nicht (sofort) erkennen." Diesen Satz haben sicherlich schon viele von euch gehört.Meist liegt der Grund in der Wahrnehmung oder in gescheiterter Kommunikation begründet. Es können aber auch bereits zurückliegende Ereignisse dafür verantwortlich sein oder schleichende Prozesse, an die wir uns gewöhnen, unsere autistischen Kinder und Angehörigen jedoch stetig mehr Energie kosten. ©Quelle: pixabay, User geralt, vielen Dank! Häufig Weiterlesen [...]

Wie viele Autistinnen und Autisten auf Reizüberflutung reagieren

Das Thema "Reizüberflutung" ist eines der Wichtigsten im Zusammenhang mit Autismus. Die meisten von uns wissen, dass der Auslöser für impulsives oder herausforderndes Verhalten meist im Bereich der Wahrnehmung oder auch misslingender Kommunikation zu suchen ist. Auch die Unfähigkeit, eigentlich vorhandenes Potential abzurufen, liegt häufig im Thema Reizüberflutung begründet. Bei Niklas frage ich immer mal wieder nach, ob er mir erklären kann, wie sich eine schlimme Situation für ihn Weiterlesen [...]

Die Imagination von Reizen und daraus resultierendes Verhalten – Wahrnehmung und Autismus

Grafik mit Projektor im Kopf Quelle: pixabay, User geralt Dass der Bereich Wahrnehmung grundlegend für das Thema Autismus ist, wissen die meisten. Was ich manchen Menschen dann noch zusätzlich erkläre, verblüfft dann allerdings doch einige. Imagination von ReizenNiklas ist sehr geräuschempfindlich und reagiert entsprechend impulsiv, wenn ihn ein Klang schmerzt oder erschreckt. Aber es reicht auch aus, wenn er sich das bestimmte Geräusch oder die Geräuschquelle vorstellt, um Schmerzen bei ihm auszulösen. Weiterlesen [...]

“Kann er sich nicht mal überwinden?” – “Nein, kann er nicht. Und muss er auch nicht.”

Brücke, die sich im Wasser spiegelt Quelle: pixabay, User MabelAmber Bestimmt kennt Ihr diese Situationen auch, in denen andere von außen in die Erziehung reinreden, ihre ungebetenen Ratschläge verteilen und dann zum Beispiel äußern: "Das sollte er jetzt aber mal versuchen." Oder "Kann er sich nicht mal überwinden und seine Wohlfühlzone verlassen?" Oder "Ich finde es schade, dass er dies und das nicht macht. Es würde ihm bestimmt Freude machen, wenn er sich überwindet."Wirklich?Wer bestimmt das?Wessen Maßstäbe sind das? Natürlich Weiterlesen [...]

Eveline schreibt über ihr Schmerzempfinden als Autistin

Pflaster Quelle: pixabay / User ulleo Gastbeitrag: Bei mir ist es so, dass ich je nach Situation mehr oder weniger Schmerzempfinden habe. Als Kind wollte ich meiner Mutter zwei kleine Sträußchen Blumen bringen, ich hielt eins in der linken Hand und eines in der rechten und rannte auf meine Mutter zu als ich stolperte. Um die Blumen zu schützen, hielt ich beide Arme weit nach hinten weg. Und ich habe keine Schmerzen gehabt als ich auf dem Brustkorb gelandet bin. Ich war eher verwirrt, es hatte sich Weiterlesen [...]

Autismus ist keine beliebige Eigenschaft – warum man nicht ein bisschen autistisch sein kann

Spiralbild Kennt Ihr diese Sätze? "Ach, so ein bisschen autistisch bin ich auch. Lautstärke kann ich nicht mehr so ertragen wie früher." "Mein Kind ist auch manchmal so sonderbar. Vielleicht ist es auch ein bisschen autistisch." "Ich glaube, ich bin auch Autistin. Die Probleme, die Niklas mit großen Menschengruppen hat, habe ich auch." "Sind wir nicht alle ein bisschen autistisch?" Ich weiß nicht, wie es Euch damit geht, diese Äußerungen zu hören. Mich macht es ärgerlich und oftmals Weiterlesen [...]

Wie eine Vermittlerin Autisten im Krankenhaus unterstützen kann

Arztuntensilien

Ein weiterer Gastbeitrag zum Thema "Autismus und Schmerzempfinden" hat mich erreicht.
Vielen herzlichen Dank an Emma (Name geändert).

***

Gastbeitrag von Emma:

Seit längerer Zeit beschäftigt mich schon, wie die Spitalaufenthalte für Menschen im Autismus-Spektrum anders gestaltet werden könnten. Bisher befasste ich mich damit besonders wegen der Erfahrungen mit meinem Sohn.
Jetzt steht mir selbst als Autistin eine Operation bevor. Eigentlich dachte ich, kein Problem.
Als Pflegefachfrau Weiterlesen [...]

Maria ist Autistin: “Mein Schmerzempfinden tritt mit Verzögerung ein.”

Frau mit Kopfschmerzen

Kürzlich veröffentlichte ich zwei Beiträge zum Thema Schmerzempfinden und bat um weitere Erfahrungsberichte von Autistinnen und Autisten. Maria schickte mir ein paar Erfahrungen.

Gastbeitrag von Maria:

Wie ergeht es mir mit Schmerzempfinden?

Mein Schmerzempfinden tritt mit Verzögerung ein, z. B. sehe ich, wenn ich mich in den Finger piekse, zuerst das Blut, dann kommt der Schmerz.
Ich bin fast 51 Jahre alt und habe meine Diagnose erst seit zwei Jahren; dass ich als Kind mit einem gebrochenen Weiterlesen [...]

Fynn ist Autist: “Musik und Stille würden mich wirklich glücklich machen.”

Kugelschreiber auf Blatt Wie es Autisten in einer reizüberflutenden Schulumgebung gehen kann, zeigt diese eindrücklich beschriebene Innensicht von Fynn. Herzlichen Dank auch nochmal an dieser Stelle, lieber Fynn, für Deine Zeilen. Sie helfen, besser zu verstehen. Gastbeitrag von Fynn, 16 Jahre alt, Autist und hochbegabt: "Stell dir vor, dass du in deiner ersten in der Oberstufe relevanten Mathearbeit sitzt. Aufregung macht sich breit und du fängst an zu zittern. Bis hier nicht sehr ungewöhnlich, doch es geht Weiterlesen [...]

Autismus und Wahrnehmung: “Nein, meine Mütze mag ich nicht!”

Schal und Handschuhe

Jetzt ist es wieder soweit – die Temperaturen draußen haben Werte erreicht, bei denen man normalerweise (!) Mütze, Schal und Handschuhe anzieht. Nicht so bei meinem Sohnemann.

Die Mütze „quetscht meinen Kopf“, schrieb Niklas einmal und ich besorgte verschiedene Modelle, die meiner (!) Meinung nach nicht quetschen konnten, sondern eher schon wieder so labberig waren, dass man tatsächlich darauf verzichten konnte.
Die Handschuhe „jucken bienenstark“ schrieb er ein anderes Mal und ich Weiterlesen [...]

vom Trösten

zwei Teddybären

Ein Kind trösten zu dürfen, ist etwas Schönes. Das nachlassende Schluchzen und das Sich-Anschmiegen, das Ruhiger-werden. Natürlich meine ich damit Situationen, die nicht so tragisch sind, in denen es sich um einen blauen Fleck, eine Schramme oder eine verpasste Fernsehsendung handelt.

Wie fühlt es sich an, wenn das Kind sich nicht trösten lassen will?

Das bekam ich in den ersten zehn Jahren mit Niklas oft zu spüren, denn er schluchzte dann alleine vor sich hin und ich konnte auch nicht wirklich Weiterlesen [...]

« Older Entries