Category Archives: Aufklärung

Interview mit dem Rapper Mister S.: „Eure autistischen Kinder sind tolle Menschen.“

Du bist bekannt als Mister S. Verrate uns doch bitte, wer Du bist und woher Du kommst. Ja genau, ich nenne mich Mister S. Das "S" steht für meinen Vornamen Steve. Ich bin 28 Jahre alt und komme aus dem schönen Ruhrpott. Du bist Rapper und klärst mit Deinen Songs über Autismus auf. Wie kam es dazu? Ich habe schon mit etwa 13 Jahren angefangen zu rappen. Die Musik war also immer schon ein Bestandteil meines Lebens. Mein ältestes Kind ist autistisch (frühkindlicher Autismus) und bei Weiterlesen [...]

Lisa: „Autistische Frauen kompensieren so gut, dass sie kaum auffallen. Auf Dauer macht das krank.“

Der Kontakt zu Lisa hat mich sehr beeindruckt. Sie ist Autistin und bekam erst spät im Erwachsenenalter ihre Diagnose. Der Grund dafür ist, dass sie viel kompensierte bis sie an ihre Grenzen und darüber hinaus kam. Im Interview erzählt sie aus ihrem Leben und klärt darüber auf, warum Mädchen und Frauen so oft als Autistinnen übersehen werden. *** Liebe Lisa, Du bist Autistin. Wie alt bist Du und seit wann hast Du Deine Diagnose? Ich bin 35, fast 36 Jahre alt und habe meine Verdachtsdiagnose Weiterlesen [...]

Autismus ist keine beliebige Eigenschaft – warum man nicht ein bisschen autistisch sein kann

Kennt Ihr diese Sätze? "Ach, so ein bisschen autistisch bin ich auch. Lautstärke kann ich nicht mehr so ertragen wie früher." "Mein Kind ist auch manchmal so sonderbar. Vielleicht ist es auch ein bisschen autistisch." "Ich glaube, ich bin auch Autistin. Die Probleme, die Niklas mit großen Menschengruppen hat, habe ich auch." "Sind wir nicht alle ein bisschen autistisch?" Ich weiß nicht, wie es Euch damit geht, diese Äußerungen zu hören. Mich macht es ärgerlich und oftmals Weiterlesen [...]

Eltern von AutistInnen begegnen – eine Frage von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung auf mehreren Ebenen

Man kann es nicht oft genug betonen: das Autismus-Spektrum ist groß und vielfältig. Niemand kann von außen beurteilen oder gar bewerten, welche individuellen Bedürfnisse eine Autistin oder ein Autist hat. So kann es sein, dass einige AutistInnen mit Unterstützung, Struktur und Achtsamkeit gut leben können, andere aber einen nahezu dauerhaften Schutzraum benötigen, um mit den Reizen in ihrer Umwelt zurechtzukommen. Bei Niklas ist es zum Beispiel absolut undenkbar, dass er sich in einer Weiterlesen [...]

Wie ich mich fühlte, als wir zum ersten Mal andere Autisten wie Niklas trafen

Es ist ja schon eine Weile her, dass Niklas seine Diagnose erhielt - ziemlich genau 13 Jahre. Als uns der Kinderpsychiater mitteilte: "Frühkindlicher Autismus mit hyperkinetischer Begleitkomponente" war das für uns eine große Erleichterung. Es bedeutete einen Schlussstrich unter einer langen Suche nach dem "warum", endlich Antwort auf so viele Fragen. Wie ich mich noch dabei fühlte, steht ausführlich im Buch zum Blog beschrieben. Der Arzt drückte uns gleich danach zwei Flyer in die Hand: Weiterlesen [...]

Was ich mir heute – am internationalen Tag der Pflege – wünsche

Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Das Datum wurde in Gedenken an die britische Krankenschwester Florence Nightingale gewählt. Der 12. Mai war ihr Geburtstag im Jahr 1820. Sie hatte in ihrer Zeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Krankenpflege zu einem anerkannten Beruf werden konnte und setzte sich dafür ein, dass es Standards bei der Pflege einzuhalten gibt und diese bei der Ausbildung vermittelt werden. Florence erhielt selbst einige Auszeichnungen und die Florence-Nightingale-Medaille, Weiterlesen [...]

Empathie mal anders – die Ebene der aufklärenden AutistInnen und Eltern

Wenn wir über das Thema "Autismus und Empathie" sprechen oder lesen, geht es meistens darum, dass sich Autistinnen und Autisten angeblich nicht in die Lebenssituationen und Gefühlswelten anderer Menschen hineinversetzen können. Zu dieser Haltung, die vor allem Missverständnisse und Klischees bedient, hatte ich bereits im Beitrag "Autismus - eher ein Zuviel als Zuwenig an Gefühlen - der Mythos von der Empathielosigkeit" ausführlich geschrieben. *** Ich möchte an dieser Stelle die Aufmerksamkeit Weiterlesen [...]

Romana über ihre Tochter: „Isabella hat das Rett-Syndrom und eine Engelsgeduld.“

Romanas Tochter Isabella hat das Rett-Syndrom. Im Interview erzählt sie, was die Diagnose bedeutet, wie Isabella kommuniziert und welche Tipps sie für andere Eltern hat. Stereotypien, der zeitliche Beginn der Auffälligkeiten und kognitive Einschränkungen machen das Erscheinungsbild des Rett-Syndroms dem des "frühkindlichen Autismus" ähnlich. Ein Kind mit Rett-Syndrom ist jedoch nicht automatisch auch autistisch, kann es aber manchmal sein. Autismus wäre eine zusätzliche Diagnose. *** Liebe Weiterlesen [...]

Innere Würde und Selbstachtung: über gesundes autistisches Selbstbewusstsein

Viele AutistInnen und Eltern stehen vor der Frage, ob sie ihren Autismus oder die Diagnose ihrer Kinder offenlegen sollen oder lieber nicht. In unserer Gesellschaft ist es leider immer noch häufig so, dass man aufgrund einer Diagnose oder Behinderung stigmatisiert und ausgegrenzt wird. Vor allem Unaufgeklärtsein und Klischees, die über Medien verbreitet werden, tragen dazu bei, dass es AutistInnen oft schwer haben, akzeptiert zu werden. Zur Zeit des Nationalsozialismus musste man behinderte Weiterlesen [...]

Barrierefreiheit für Autistinnen und Autisten

Zum Thema "Barrierefreiheit" wurde in den letzten Jahren viel sensibilisiert. Meistens hat man dabei bauliche und allgemein materielle Anforderungen im Blick, um Menschen mit körperlichen Behinderungen Teilhabe zu ermöglichen. Barrierefreiheit im Bereich Autismus beinhaltet vor allem sensorische und struktuelle Bedürfnisse, die es zu erkennen und zu erfüllen gilt. Weil Autismus kein körperlich sichtbares Handicap ist, werden die Barrieren, mit denen Menschen mit Autismus im Alltag konfrontiert Weiterlesen [...]
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