Unterstützte Kommunikation mit zweisprachigen Themenmappen – Erfahrungsbericht

Ich heiße Sabina und habe drei Kinder. Mein mittleres Kind Moritz ist als frühkindlicher Autist diagnostiziert. Moritz ist fünf Jahre alt, hatte ab seinem 22. Lebensmonat einen regressiven Sprachverlauf, bis zum vollkommenen Verlust seines Wortschatzes. Vor ca sechs Monaten fing er mit englischen Wörtern an und spricht nun immer mehr in ganzen Sätzen, aber sehr verwaschen Englisch. Hier schreibe ich über unsere Erfahrungen im Bereich Unterstützte Kommunikation. Einsatz von Themenmappen Weiterlesen [...]

Anzeige: Das inmuRELAX als Begleiter für Familien mit autistischen Kindern und Angehörigen

Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas skeptisch war, als die Anfrage kam, das inmuRELAX zu testen und auf Ellas Blog vorzustellen. Die Neugier auf dieses innovative Kissen siegte dann aber und der überaus freundliche Kontakt trug dazu bei, dass ich schließlich dem inmu eine Chance gab. Das sollten wir nicht bereuen. Niklas´ Annäherung an das inmuRELAX Das inmu machte sich auf den Weg zu uns und als ich es auspackte, war schon die Berührung des überaus weichen Materials eine schöne Weiterlesen [...]

Wenn Eltern ihr autistisches Kind nicht ins Heim geben wollen und Alternativen verweigert werden – oder: alles ist möglich, wenn man am kürzeren Hebel sitzt (Gastbeitrag)

2016 zogen mein autistischer Sohn Jonas und ich aus Kroatien nach Deutschland. Dort hatte ich die Möglichkeit zu arbeiten und für Jonas gab es eine Schule.Er wurde täglich geholt und gebracht und in der ersten Zeit funktionierte das auch ohne Schulbegleitung ziemlich gut. Doch dann kam alles anders. Die Entwicklung in den ersten Jahren Arbeitsbedingt zogen wir etwa ein Jahr später nochmal um. Wieder besuchte Jonas eine Schule ohne Schulbegleitung. Diese sei nicht nötig, da mein Sohn Weiterlesen [...]

im Wartezimmer – Autismus und Artzbesuche

Wartezimmer Ich wurde neulich von einer anderen Mutter angesprochen: „Du hast doch mal vor ewig langer Zeit so einen Text über einen Besuch beim Arzt veröffentlicht…… sowas ist mir neulich auch passiert.“ Ja, ich wusste gleich, welchen Text sie meint, es ist einer meiner ältesten: Das kennen sicher Viele, diesen Spießroutenlauf und das Beglotztwerden in Arztpraxen. Jemand sagte mir mal vor einigen Jahren, dass mir noch ein dickeres Fell wachsen würde, aber leider kann ich das an mir bis Weiterlesen [...]

Was ist eigentlich die Motivation für Ellas Blog?

"Silke, sag mal, was ist eigentlich deine Motivation für Ellas Blog?" Das werde ich wirklich häufig gefragt und ich bin jedes Mal sehr dankbar für die Frage, weil es mir die Gelegenheit gibt, immer und immer wieder mein WARUM zu hinterfragen. Das halte ich für unglaublich wichtig, gerade wenn man auch auf Social Media unterwegs ist. Ich habe mir damals mit meinem kleinen Autisten mehr Erfahrungen und Alltagstipps, komprimiertes Wissen, das von Menschen kommt, deren Leben mit dem ihres Weiterlesen [...]

Über Betten, an denen man nicht klopfen kann, Kuhdecken und Melatonin – Autismus und Schlafen

Bär mit Kuhdecke Struktur und Rituale sind für unsere autistischen Kinder enorm wichtig. Das reicht von Morgenritualen über den genauen Ablauf, wie man eine Tasche packt, oder wie man das Essen auf dem Teller sortiert bis hin zum Abendritual. Niklas ist nun schon 21 Jahre alt, unser Abendritual hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. In den ersten vier Jahren gab es eigentlich keinen geregelten Ablauf, weil Niklas nicht schlief. Natürlich schlief er irgendwann ein, aber eher aus Verzweiflung Weiterlesen [...]

„Entweder mein Filter funktioniert überhaupt nicht oder er funktioniert perfekt“ – Autismus und Wahrnehmung

Menschen tendieren schon immer dazu, etwas, das sie nicht verstehen, auf eine Ebene zu verlagern, auf die sie keinen Einfluss haben. Auch Dinge, die noch wenig erforscht und mysteriös sind, finden in „fernen Welten“ statt. Deshalb hört man auch immer wieder, dass Autisten angeblich in einer anderen Welt leben würden. Jonas liegt in der Hängematte, wedelt mit den Händen und summt leise vor sich hin.„Jonas, schau mal, Kerstin ist zu Besuch gekommen“, spricht ihn seine Mutter an.Er Weiterlesen [...]

Barrierefreiheit für Autistinnen und Autisten – Struktur, Reizreduzierung, Kommunikation, Rahmenbedingungen und mehr….

Zum Thema "Barrierefreiheit" wurde in den letzten Jahren viel sensibilisiert. Meistens hat man dabei bauliche und allgemein materielle Anforderungen im Blick, um Menschen mit körperlichen Behinderungen Teilhabe zu ermöglichen. Barrierefreiheit im Bereich Autismus beinhaltet vor allem sensorische und strukturelle Bedürfnisse, die es zu erkennen und zu erfüllen gilt. Weil Autismus keine körperlich sichtbare Beeinträchtigung ist, werden die Barrieren, mit denen AutistInnen im Alltag konfrontiert Weiterlesen [...]

kostenlose Vorlage mit Ideen für das Einrichten eines Rückzugsbereichs

Cover Rückzugsbereich Bestimmt kennt ihr das auch, dass man sich manchmal am liebsten in ein kleines Loch oder in die hinterste Ecke verkriechen möchte, weil gerade gar nichts klappt oder wir einfach nur für uns sein möchten.Für unsere autistischen Kinder und Jugendlichen und erwachsenen Angehörigen gibt es viele, viele Gründe, warum sie zeitweise dringend einen Rückzugsbereich - ich sage lieber "Wohlfühloase" - brauchen. Je nach Kontext haben diese beruhigten Bereiche manchmal den Charme eines sterilen Krankenhauszimmers Weiterlesen [...]

Interview mit Anne, Autistin und Bloggerin: „Ich möchte mit Vorurteilen aufräumen und zu Barrierefreiheit für AutistInnen beitragen.“

Interview Liebe Anne, Du bist Autistin und schreibst selbst einen Blog. Erzähl doch bitte erstmal von Dir. Hallo! Ich bin Anne, bald 26 Jahre alt und wohne in Leipzig. Ich habe einen Realschulabschluss an einer Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche gemacht. Danach habe ich ein berufsvorbereitendes Jahr im BBW Dresden gemacht und dort anschließend meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten abgeschlossen. Danach habe ich 2 Jahre lang in der Personalabteilung einer Weiterlesen [...]
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