Category Archives: Medizin und Therapie

Emma als Autistin im Krankenhaus

Emma (Name geändert) hatte bereits im Sommer letzten Jahres einen Beitrag über ihren Krankenhausaufenthalt und die Unterstützung durch eine Psychologische Begleitung geschrieben. Nun berichtet sie weiter: Gastbeitrag:Es ist schon einige Zeit vergangen, aber bis jetzt war ich noch nicht bereit, über die Operation bzw. die Wochen danach zu schreiben.Dank der Psychologischen Begleitung wusste ich, dass jemand im Hintergrund ist und bei Bedarf die Ärzte eine Ansprechperson haben. Mir gab die Weiterlesen [...]

Stefanie über ihre autistische Tochter, den Umgang mit Zwängen und den Einsatz von TEACCH

Stefanie erzählte mir im Interview über ihre autistische Tochter, die von einigen auch "Blätterkind" genannt wird. Warum das so ist und wie ihr beim Auftreten von Zwängen über den TEACCH-Ansatz Struktur und Sicherheit vermittelt wird, könnt Ihr hier lesen:

 

Liebe Stefanie, Deine Tochter ist sechs Jahre alt und Autistin. Wann hast Du bemerkt, dass sie anders ist?

Unser großes Mädchen, liebevoll „Blätterkind“ genannt, war rückwirkend betrachtet immer schon etwas anders. Weiterlesen [...]

Interview mit Susanne Wagener-Jarusch: „TEACCH bedeutet das Nutzen von visuellen Hilfsmitteln und Struktur.“

Dr. Eric Schopler wurde 1927 im mittelfränkischen Fürth geboren und wanderte während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie in die USA aus. Dort promovierte er als Erwachsener zum klinischen Kinderpsychologen und entwickelte an der Universität von North Carolina das TEACCH-Programm zur Förderung autistischer Menschen.
Mit seiner Arbeit veränderte Schopler den Blick auf Autistinnen und Autisten und befähigte sie und ihre Familien zu mehr Selbstbestimmung, Handlungsvielfalt und Orientierung. Weiterlesen [...]

Ein weiterer Zahnarzt-Mutmach-Beitrag

Gestern brachten wir wieder einmal einen Zahnarzttermin mit Vollnarkose hinter uns. Niklas zeigte uns einmal mehr, was für ein großer, junger Mann er geworden ist.

Es ist nicht der erste Beitrag zu diesem Thema, aber da das Thema Arztbesuche, besonders Zahnarztbesuche, bei vielen mit großen Ängsten verbunden ist, möchte ich euch ein bisschen Mut machen.

Niklas lässt sich bei einem normalen Zahnarztbesuch nicht in den Mund schauen. Da kann man machen, was man will, es gibt keine Chance, Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Schwitzen beim Zahnarzt

Gastbeitrag von Ute:

Heute ist mal wieder Zahnarzttermin angesagt.

16 Uhr, das bedeutet nach der Schule nur kurze Auszeit und „Das kann ja nicht Dein Ernst sein, Mama-Blicke“ seitens meines nichtsprechenden autistischen Sohnes, bevor wir zur Bushaltestelle traben müssen. Diesmal sind wir zeitig los, um eventuelle Trödeleien zu berücksichtigen und alles klappt soweit.

Es ist ein heißer Tag mit 30 Grad im Schatten, die U-Bahn ist kein bisschen kühl und vollgestopft mit schwitzenden Weiterlesen [...]

Scribility – kreatives Therapiematerial zum Individualisieren

Vor Kurzem wurde ich auf das kreative Therapiematerial "Scribility" aufmerksam und schrieb den Ideengeber und Schöpfer des Material mit der Bitte um ein Interview an. Georg Piller war sofort aufgeschlossen und gab mir interessante Antworten und Einblick in seine Arbeit:

 

Lieber Herr Piller, Sie sind Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in Berlin. Gibt es bestimmte Schwerpunktthemen bei Ihrer Arbeit?

Ich habe in meiner Praxis zwei Schwerpunkte: zum einen begleite ich Kinder und Weiterlesen [...]

Wie eine Vermittlerin Autisten im Krankenhaus unterstützen kann

Ein weiterer Gastbeitrag zum Thema "Autismus und Schmerzempfinden" hat mich erreicht.
Vielen herzlichen Dank an Emma (Name geändert).

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Gastbeitrag von Emma:

Seit längerer Zeit beschäftigt mich schon, wie die Spitalaufenthalte für Menschen im Autismus-Spektrum anders gestaltet werden könnten. Bisher befasste ich mich damit besonders wegen der Erfahrungen mit meinem Sohn.
Jetzt steht mir selbst als Autistin eine Operation bevor. Eigentlich dachte ich, kein Problem.
Als Pflegefachfrau Weiterlesen [...]

Maria ist Autistin: „Mein Schmerzempfinden tritt mit Verzögerung ein.“

Kürzlich veröffentlichte ich zwei Beiträge zum Thema Schmerzempfinden und bat um weitere Erfahrungsberichte von Autistinnen und Autisten. Maria schickte mir ein paar Erfahrungen.

Gastbeitrag von Maria:

Wie ergeht es mir mit Schmerzempfinden?

Mein Schmerzempfinden tritt mit Verzögerung ein, z. B. sehe ich, wenn ich mich in den Finger piekse, zuerst das Blut, dann kommt der Schmerz.
Ich bin fast 51 Jahre alt und habe meine Diagnose erst seit zwei Jahren; dass ich als Kind mit einem gebrochenen Weiterlesen [...]

Autismus und Schmerzempfinden – wie Autistinnen und Autisten ihren Umgang mit Schmerzen beschreiben

Kürzlich veröffentlichte ich eine Umfrage über das Schmerzempfinden von kaum oder nicht sprechenden Kindern. Die Fragestellungen richteten sich an Eltern, die die entsprechenden Signale ihrer Kinder mit der Zeit zu deuten lernen.

Dieser Beitrag soll Ausgangspunkt für die Schilderungen von Autistinnen und Autisten sein, die selbst über ihr Schmerzempfinden berichten. Dabei ist es unerheblich, ob mit oder ohne Verbalsprache.

Ich kann mich gut erinnern, dass Katja (Autistin, 16 Jahre alt, Weiterlesen [...]

Leserbrief von Yvonne: Warum es Raum 10 und der Mann in blau sein muss :-)

Liebe Silke,

Ich schreibe dir, weil wir gestern einen großen Schreck erlebt haben mit unserem Krümel und weil ich anderen Mamas (und Omas, Papas, Opas usw) Mut machen möchte, auch im Notfall stark für das Kind zu sein.

Der Spatz war gestern Abend im Schlafzimmer mit dem Papa und kletterte auf die Fensterbank. Er sagte er müsse nachschauen, ob auch keine Katzen miauen und keine Vögel zwitschern, weil ihn das aufwecken würde, wenn er dann schlafen geht.

Er wollte dann auch hinunter Weiterlesen [...]

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