Category Archives: Medizin und Therapie

Autismus und Besuch beim Augenarzt – Tipps für Eltern und Praxisteams von Steffi

Liebe Steffi, Du bist Orthoptistin und arbeitest auch im OP bei Augen-Operationen. Wie können wir uns eine typische Arbeitswoche von Dir vorstellen? Was sind Deine Aufgaben? Montag bis Mittwoch arbeite ich vormittags im ambulanten Augen-OP. Dort operieren wir hauptsächlich ältere Menschen die am grauen Star erkrankt sind. Aber auch Lid-OPs oder OPs bei grünem Star sowie refraktive Linsenaustausche (wenn man keine Brille oder Kontaktlinsen mehr tragen möchte) kommen öfter vor. Mein Weiterlesen [...]

Ergotherapie als Alltagshelfer – Gastbeitrag zweier StudentInnen über ihre Bachelorarbeit

Leonie und Kathinka hatten vor einigen Monaten bei mir angefragt, ob ich dabei helfen könnte, InterviewpartnerInnen für ihre Bachelorarbeit im Bereich Ergotherapie und Autismus zu finden. Das habe ich gerne gemacht und nun ziehen sie nach erfolgreicher Abgabe ihrer Arbeit Resümee.Danke an die Beiden, dass sie sich mit der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse nochmal gemeldet haben. Und danke all denen, die mitgewirkt haben. Gastbeitrag von Leonie und Kathinka: Wir sind zwei Ergotherapeutinnen Weiterlesen [...]

Melanie ist Heilpädagogin und Reittherapeutin: „Die Pferde dienen für Viele als Türöffner zur Welt“

Liebe Melanie, Du bist Heil- und Reitpädagogin, Reittherapeutin und systemische Beraterin. Wie vereinst Du Deine Qualifikationen in Deinem Beruf? Im Moment bin ich noch Teilzeit angestellt in einer heilpädagogischen Praxis, wo ich mit Autisten arbeite. Jedoch ist die selbstständige Arbeit mit dem Pferd meine Herzensangelegenheit. Hier sehe ich jeden Tag, wie die Pferde als Brücke und Co- Therapeuten so viel bewirken können. Sie sind Türöffner und Motivator und mit all ihren Fähigkeiten Weiterlesen [...]

Interview mit Meike Miller: „Die SI-Therapie erklärt die Zusammenhänge zwischen sensorischen Reizen und einem erhöhten Stressniveau“

In meiner täglichen Arbeit, beim Bloggen, Bücher schreiben, Kurse konzipieren und beim Elterncoaching weise ich immer wieder darauf hin, dass die Wahrnehmung die Grundlage für alles Weitere ist. Wenn man das verinnerlicht hat, eröffnen sich viele neue Lösungsstrategien.Das Interview mit der Ergotherapeutin Meike Miller war deshalb eine große Freude, da sie viele Erfahrungen, die ich auch mit meinem eigenen Sohn mache, mit ihrer Fachkompetenz erklärt, hervorhebt und unterstreicht. Quelle: Weiterlesen [...]

Tipps für Arztbesuche von Maria (Autistin)

Grafik mit verwirrtem Menschen Gastbeitrag von Maria, Autistin: Hallo, liebe Leserinnen und Leser von „Ellas Blog“,den Beitrag über Autismus im Gesundheitssystem kann ich mal wieder nicht kommentieren, daher schreibe ich einen eigenen Gastbeitrag. In dieser Woche war ich bei einer Routine-Untersuchung. Nebenbei für die, die es interessiert: es ist alles in Ordnung. Mit meinen Ärzten habe ich Glück: Sie sind höflich, kompetent und sachlich, können zuhören und erklären mir alles auf meine Nachfragen und Weiterlesen [...]

Autismus und ärztliche Versorgung – ein Mutmacherbeitrag mit euren positiven Beispielen

Grafik Mensch mit Netzwerk Zu diesem Thema erreichen mich regelmäßig viele Mails und Kommentare. Die verzweifelten Geschichten von Familien, die vergeblich Fachärzte suchen, die ihre autistischen Angehörigen behandeln, und die enttäuschten Familien, die kein oder zu wenig Entgegenkommen im Praxisalltag erfahren, weil dafür keine Zeit ist, die Menschen nicht genug aufgeklärt sind oder weil man manchmal einfach an die falschen Personen gerät. Die Gründe sind vielfältig, warum dieses Thema mit viel Frust und Weiterlesen [...]

Welche Therapie ist für mein Kind die richtige?

Holzstücke im Gleichgewicht Quelle: pixabay, User Devanath Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass alle Eltern für ihr Kind immer nur das Beste wollen. Es gibt gute Therapien und weniger gute und es gibt solche, die aus ethischen Gründen abzulehnen sind. Ob eine bestimmte Therapie schließlich die richtige sein könnte, ist individuell verschieden. Dieser Beitrag liefert einige Anhaltspunkte, die möglicherweise hilfreich bei einer Entscheidung sein können. Wir alle werden leider immer wieder von Menschen beeinflusst, Weiterlesen [...]

Interview mit Ina Eichholz, Leitung eines Autismus-Therapie- und beratungszentrums: „Wir sehen unsere Klienten nicht als Patienten, die krank sind.“

Ina Eichholz ©Ina Eichholz Ina Eichholz leitet das Autismus-Therapie- und -beratungszentrum in Netphen und gibt in ihrem Interview Einblick in ihren Berufsalltag, ihre Haltung gegenüber Autist_innen und deren Familien und gibt eine Einschätzung darüber, wo dringend Verbesserungen nötig sind. Liebe Ina, Du leitest ein Autismus-Therapie- und -beratungszentrum. Wie kann man sich einen typischen Arbeitstag von Dir vorstellen? ©Ina Eichholz Einen typischen Arbeitsalltag gibt es nicht. Weiterlesen [...]

Als Niklas Therapiebegleithündin Merle traf und eine neue Freundin fand

Merle Merle bei Niklas zuhause Magda und ihre Therapiebegleithündin Merle hatten wir zu uns eingeladen, weil ich gerne auf "Ellas Blog" über die beiden berichten möchte. Der Kontakt zwischen Merle und Niklas gestaltete sich dann so spannend, dass es wahrscheinlich weitere Verabredungen zwischen den beiden geben wird.Aber der Reihe nach... Magda ist Kindheitspädagogin und tiergestützte Therapeutin. Sie arbeitet in einer Schulvorbereitenden Einrichtung und einem Hort und hat mit vielen Kindern Weiterlesen [...]

Emma als Autistin im Krankenhaus

Bild von Krankenhausbett Emma (Name geändert) hatte bereits im Sommer letzten Jahres einen Beitrag über ihren Krankenhausaufenthalt und die Unterstützung durch eine Psychologische Begleitung geschrieben. Nun berichtet sie weiter: Gastbeitrag:Es ist schon einige Zeit vergangen, aber bis jetzt war ich noch nicht bereit, über die Operation bzw. die Wochen danach zu schreiben.Dank der Psychologischen Begleitung wusste ich, dass jemand im Hintergrund ist und bei Bedarf die Ärzte eine Ansprechperson haben. Mir gab die Weiterlesen [...]

Stefanie über ihre autistische Tochter, den Umgang mit Zwängen und den Einsatz von TEACCH

Wochenplan TEACCH Stefanie erzählte mir im Interview über ihre autistische Tochter, die von einigen auch "Blätterkind" genannt wird. Warum das so ist und wie ihr beim Auftreten von Zwängen über den TEACCH-Ansatz Struktur und Sicherheit vermittelt wird, könnt Ihr hier lesen: Liebe Stefanie, Deine Tochter ist sechs Jahre alt und Autistin. Wann hast Du bemerkt, dass sie anders ist? Stefanies Tochter dazu: "Schau Mama da rinnt die Farbe des Herbstes davon" Unser großes Mädchen, liebevoll „Blätterkind“ Weiterlesen [...]

Interview mit Susanne Wagener-Jarusch: „TEACCH bedeutet das Nutzen von visuellen Hilfsmitteln und Struktur.“

Susanne Wagener Jarusch Dr. Eric Schopler wurde 1927 im mittelfränkischen Fürth geboren und wanderte während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie in die USA aus. Dort promovierte er als Erwachsener zum klinischen Kinderpsychologen und entwickelte an der Universität von North Carolina das TEACCH-Programm zur Förderung autistischer Menschen. Mit seiner Arbeit veränderte Schopler den Blick auf Autistinnen und Autisten und befähigte sie und ihre Familien zu mehr Selbstbestimmung, Handlungsvielfalt und Orientierung. Weiterlesen [...]

Ein weiterer Zahnarzt-Mutmach-Beitrag

Arztuntensilien

Gestern brachten wir wieder einmal einen Zahnarzttermin mit Vollnarkose hinter uns. Niklas zeigte uns einmal mehr, was für ein großer, junger Mann er geworden ist.

Es ist nicht der erste Beitrag zu diesem Thema, aber da das Thema Arztbesuche, besonders Zahnarztbesuche, bei vielen mit großen Ängsten verbunden ist, möchte ich euch ein bisschen Mut machen.

Niklas lässt sich bei einem normalen Zahnarztbesuch nicht in den Mund schauen. Da kann man machen, was man will, es gibt keine Chance, einen Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Schwitzen beim Zahnarzt

Aquarium

Gastbeitrag von Ute:

Heute ist mal wieder Zahnarzttermin angesagt.

16 Uhr, das bedeutet nach der Schule nur kurze Auszeit und „Das kann ja nicht Dein Ernst sein, Mama-Blicke“ seitens meines nichtsprechenden autistischen Sohnes, bevor wir zur Bushaltestelle traben müssen. Diesmal sind wir zeitig los, um eventuelle Trödeleien zu berücksichtigen und alles klappt soweit.

Es ist ein heißer Tag mit 30 Grad im Schatten, die U-Bahn ist kein bisschen kühl und vollgestopft mit schwitzenden Menschen. Weiterlesen [...]

Wie eine Vermittlerin Autisten im Krankenhaus unterstützen kann

Arztuntensilien

Ein weiterer Gastbeitrag zum Thema "Autismus und Schmerzempfinden" hat mich erreicht.
Vielen herzlichen Dank an Emma (Name geändert).

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Gastbeitrag von Emma:

Seit längerer Zeit beschäftigt mich schon, wie die Spitalaufenthalte für Menschen im Autismus-Spektrum anders gestaltet werden könnten. Bisher befasste ich mich damit besonders wegen der Erfahrungen mit meinem Sohn.
Jetzt steht mir selbst als Autistin eine Operation bevor. Eigentlich dachte ich, kein Problem.
Als Pflegefachfrau kenne Weiterlesen [...]

Maria ist Autistin: „Mein Schmerzempfinden tritt mit Verzögerung ein.“

Frau mit Kopfschmerzen

Kürzlich veröffentlichte ich zwei Beiträge zum Thema Schmerzempfinden und bat um weitere Erfahrungsberichte von Autistinnen und Autisten. Maria schickte mir ein paar Erfahrungen.

Gastbeitrag von Maria:

Wie ergeht es mir mit Schmerzempfinden?

Mein Schmerzempfinden tritt mit Verzögerung ein, z. B. sehe ich, wenn ich mich in den Finger piekse, zuerst das Blut, dann kommt der Schmerz.
Ich bin fast 51 Jahre alt und habe meine Diagnose erst seit zwei Jahren; dass ich als Kind mit einem gebrochenen Weiterlesen [...]

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