Category Archives: Eltern

„Es ist doch ganz normal, dass Du Deinen Angehörigen pflegst. Stell Dich nicht so an!“

"Es ist doch ganz normal, dass man sich um sein behindertes Kind kümmert", darf man sich in den letzten Tagen als pflegendes Elternteil anhören, wenn es darum geht, dass auch pflegende Angehörige als elementarer Bestandteil der Pflegelandschaft gesehen werden möchten."Stell Dich doch nicht so an!"Tatsächlich?Ist das ganz normal?Für mich und viele andere schon. Für die Gesellschaft und die Politik allerdings nicht, denn die scheinen nicht mal zu wissen, dass wir existieren. Quelle: Weiterlesen [...]

Familienleben mit Autismus in der Pandemie, oder: „Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.“

Wasserkreisel Als die Zeit des Verzichts begann, der sogenannte Lockdown, als die Kindergärten und Schulen schlossen und man nicht mehr ohne triftigen Grund das Haus verlassen durfte, neue Verhaltens- und Begrüßungsregeln Einzug hielten, plötzlich Abstand statt Nähe geboten war, niemand mehr in den Urlaub fahren durfte, alles durcheinander geriet und niemand wusste und immer noch nicht weiß, wie lange das alles andauern wird, da waren die Reaktionen unter Autistinnen und Autisten und ihren Familien recht Weiterlesen [...]

Häusliche Pflege und Systemrelevanz – wie Corona eine nichtvorhandene Lobby sichtbar macht

Wenn man "häusliche Pflege" oder "pflegende Angehörige" in Suchmaschinen eingibt, stößt man fast ausschließlich auf Beiträge, die sich mit der Pflege von betagten und dementen Menschen beschäftigen. Dieser Anteil der Bevölkerung ist groß und noch dazu stark am Wachsen. Die häusliche Pflege in diesem Bereich enorm wichtig.Aber es gibt auch noch eine andere Gruppe innerhalb dieser Gesellschaft - nämlich die der Eltern, die ihre behinderten Kinder, Jugendlichen und erwachsen gewordenen Kinder Weiterlesen [...]

Über das Beurteilen von Leben, Herablassung und das Credo der Evidenz

Snnenlogo Das Thema Autismus steht vielerorts im Fokus, mal mehr, mal weniger. Über meine ehrenamtliche Vereinsarbeit, die Arbeit mit "Ellas Blog" und den direkten Kontakt mit Eltern, AutistInnen und Fachleuten bemerke ich stellenweise eine Tendenz, die ich äußerst problematisch finde. Da dies dazu führt, dass Eltern verunsichert und bedrängt werden, Autistinnen und Autisten Selbstbestimmung und Lebensqualität abgesprochen wird und Dialoge zwar geführt, aber andere Perspektiven dennoch nicht ernst Weiterlesen [...]

Wenn kein emotionaler Puffer mehr bleibt oder: „Ich lebe emotional zwei Leben.“

auf dem Steg sitzen Viele von uns werden das kennen - man muss im Alltag funktionieren und mit einem Kind, das besondere Bedürfnisse hat und dazu noch Hilfe in allen Lebenslagen braucht, muss man das noch mehr. Niklas ist abhängig von uns - wir können nicht einfach mal sagen, dass er sich heute ausnahmsweise alleine anziehen, alleine waschen, alleine frühstücken muss, weil es uns nicht so gut geht. Ich kann auch nicht sagen, dass er mich mal einen Tag lang bitte in Ruhe lassen soll, weil ich Kopfschmerzen habe Weiterlesen [...]

Im „Club der Förderkindereltern“ – wenn das Kind mit Förderbedarf in die Kita kommt…

Bild mit Segelbooten Eltern sind froh, wenn sie für ihr entwicklungsverzögertes oder behindertes Kind einen geeigneten Kindergartenplatz gefunden haben. Das Kind hat einen Ort, an dem es sich wohlfühlen kann und gefördert wird. Außerdem trifft man auf andere Eltern, mit denen man sich austauschen kann, weil sie ähnliche Probleme und Sorgen haben.So denken die meisten, aber nicht alle. Endlich ein geeigneter Kindergarten„Ich war so happy, als meine Lina in der integrativen Gruppe unseres städtischen Weiterlesen [...]

Eine Art von Freiheit – Gedanken

Niklas vor dem Sonnenuntergang ©www.ellasblog.de Eine Art von Freiheit Fühlt es sich doch manchmal so an,als lebte man zwei Leben,so eng, so intensiv, so unauflösbarmiteinander verwoben. Fühlt es sich doch manchmal so an,als wäre es zu viel für ein Leben,und dann wieder ist es die Fülle mit dir,die es überhaupt lebbar macht. Fühlt es sich doch manchmal so an,als wolle man sich freistrampelnund könne doch niemals loslassen,weil wir einander brauchen. Dieses einander ist das Geheimnis,das viele nicht Weiterlesen [...]

Die Gratwanderung mit den anderen Eltern und wie Worte ausgrenzen können

BIld mit vielen Buchstaben Kürzlich erzählte mir Kaja über ihre zwiespältigen Erfahrungen und Gefühle mit den Eltern der Mitschüler ihres autistischen Sohnes. Dabei geht es häufig um die kleinen Zwischentöne und Nuancen in der Ausdrucksweise (alle Namen geändert). Martin ist Autist und besucht die vierte Klasse einer Grundschule. Schon von Beginn an gab es irritierende Bemerkungen von anderen Eltern. So wurde Kaja "im Vertrauen" nahegelegt, sich bitte nicht als Klassenelternsprecherin zur Wahl zu stellen, weil Weiterlesen [...]

„Ach, hat er das wohl gerade verstanden?“ – „Was will er denn jetzt von mir?“ – vom richtigen Zuhören

Kaffeetasse und Blogtitel "Kann sie das denn?""Hört sie mich?""Hat er das jetzt verstanden?""Ist er gefährlich?""Warum macht er das denn jetzt nicht?""Geht das eigentlich bald vorbei?""Hat er diesen Autismus schon immer?"... Habt Ihr diese Sätze auch schon gehört?Bestimmt viele von Euch, denn so wird es mir oft berichtet. Neulich erzählte mir eine Mutter von einer Familienfeier, bei der auch ihr autistischer Sohn dabei war. Er ist 22 Jahre alt, nichtsprechend und seit seiner Geburt bei Festen und Feiern seiner Weiterlesen [...]

Sarah ist Mutter einer autistischen Tochter. Ihr Gastbeitrag über „Das A-Wort“

Bild von Sarah Gastbeitrag von Sarah: "Das A-Wort" Es gibt Worte, die gehen einem schwer über die Lippen. Dinge, die möchte/darf /soll man nicht aussprechen. Vielleicht denkst du jetzt an ein bestimmtes Schimpfwort, das mit „A“ beginnt. Vielleicht (das läge ja nur nahe beim Thema dieses Blogs) denkst du auch an Autismus. Mein persönliches, schwer auszusprechendes Wort mit „A“ war für lange Zeit jedoch "Akzeptanz". Es gibt Menschen, die haben die großartige Fähigkeit, Dinge so anzunehmen wie Weiterlesen [...]
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