Category Archives: Gastbeiträge

Daniel über Farben, die Sonne und Autismusdiagnosen

Neulich bekam ich eine sehr interessante Rückmeldung von Daniel. Er ist Autist und schrieb mir seine Gedanken zu einigen Blogbeiträgen der letzten Zeit. An seinen Zeilen darf ich euch mit seinem Einverständnis teilhaben lassen:   Hallo Silke, heute habe ich ein paar Artikel gelesen, die in der letzten Zeit erschienen sind und wollte dir zu einigen Kommentare schicken: Zu Autismus und Gesellschaft – Kerstin im Interview: „Ich wünsche mir, dass aufgehört wird zu urteilen.": Ich Weiterlesen [...]

Leserbrief von Yvonne: Warum es Raum 10 und der Mann in blau sein muss :-)

Liebe Silke, Ich schreibe dir, weil wir gestern einen großen Schreck erlebt haben mit unserem Krümel und weil ich anderen Mamas (und Omas, Papas, Opas usw) Mut machen möchte, auch im Notfall stark für das Kind zu sein. Der Spatz war gestern Abend im Schlafzimmer mit dem Papa und kletterte auf die Fensterbank. Er sagte er müsse nachschauen, ob auch keine Katzen miauen und keine Vögel zwitschern, weil ihn das aufwecken würde, wenn er dann schlafen geht. Er wollte dann auch hinunter Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Mein Bruder ist Autist, is okay, weil normal eh out ist.“

Gastbeitrag: Mein Name ist Susanna, ich werde meistens aber Susa genannt, bin verheiratet und habe eine Tochter, Ramona (2,5 Jahre). In unserer Patchworkfamilie bin ich die älteste Tochter. Da gibt es noch meine Schwester Pia, die auch aus Mamas erster Ehe stammt, so wie ich, dann Marie, die Mamas neuer Ehemann Thomas in die Familie mitgebracht hat. Simon und Sina, als gemeinsame Kinder von Mama und Thomas, machen die Familie schließlich komplett. Als Simon geboren wurde, war ich schon Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Mein großer Wunsch: Aussöhnung mit meiner Mutter“

In meinem Gastbeitrag Schlussendlich war ich Täter und Opfer zugleich hatte ich es bereits erwähnt: Als Kind wurde ich für vier Jahre in einem Erziehungsheim untergebracht, weil man meinen damals noch unerkannten Autismus fälschlicherweise als erzieherisches Problem gedeutet hatte, an dem vor allem meine Mutter schuld wäre. Die Zeit im Kinderheim (ich war dort von meinem 10. bis zum 14. Lebensjahr untergebracht) war für mich die schlimmste Zeit meines Lebens, die ich bis heute nicht verarbeitet Weiterlesen [...]

Daniel ist Autist und fragt in seinem Gastbeitrag: „Wie beendet man einen Kontakt?“

Gastbeitrag von Daniel (Name geändert) über die Frage, wie man Kontakte angemessen beenden kann: In dem Beitrag "Wenn Bezugspersonen einfach so verschwinden" hat Silke darüber geschrieben, dass sich manchmal hilfsbereite Menschen aus nicht nachvollziehbaren Gründen dazu entschließen, den Kontakt abzubrechen. Jetzt bin ich, ohne diejenigen abwerten zu wollen, niemand, der einen Begleiter braucht. Aber diese Problematik kenne ich auch. Aus einem anderen Bereich. Denn ich kommuniziere zu Weiterlesen [...]

Fynn ist Autist: „Musik und Stille würden mich wirklich glücklich machen.“

Wie es Autisten in einer reizüberflutenden Schulumgebung gehen kann, zeigt diese eindrücklich beschriebene Innensicht von Fynn. Herzlichen Dank auch nochmal an dieser Stelle, lieber Fynn, für Deine Zeilen. Sie helfen, besser zu verstehen. Gastbeitrag von Fynn, 16 Jahre alt, Autist und hochbegabt: "Stell dir vor, dass du in deiner ersten in der Oberstufe relevanten Mathearbeit sitzt. Aufregung macht sich breit und du fängst an zu zittern. Bis hier nicht sehr ungewöhnlich, doch es geht noch Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Meine Söhne sind Autisten und hochbegabt – in unserem Regelschulsystem haben sie momentan keine Chance.“

Uta hat zwei Söhne mit Autismus, die zudem hochbegabt sind. Sie beschreibt in ihrem Gastbeitrag, warum ihre Söhne in der Schule momentan vor unüberwindbaren Barrieren stehen und wie eine Schule beschaffen sein müsste, um den Anforderungen gerecht zu werden und um sie angemessen fordern und fördern zu können. Gastbeitrag von Uta: Wir sind derzeit sehr verzweifelt. Deswegen habe ich einen Beitrag geschrieben, mit dem ich (selbst Lehrerin) mich nun an die Behörden wenden werde: „Inklusion Weiterlesen [...]

„Dreck- und Krümelthemen“ – eine Frage der Verhältnismäßigkeit

Warum man als Eltern behinderter Kinder schwierige und anstrengende Zeiten oder durchgängige Belastung ohne schlechtes Gewissen benennen darf.....   Leserbrief von Tanja: Ich muss hier etwas loswerden, von dem ich nicht weiß, wohin sonst. Meine Tochter ist acht Jahre alt, sie ist Autistin mit hohem Unterstützungsbedarf, ich muss sie waschen, anziehen, ausziehen, füttern. Sie muss immer unter Aufsicht sein. Unsere Nächte sind fünf Mal die Woche um drei Uhr zu Ende, obwohl die Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: O Tannenbaum, bist Du auch groß und bunt genug? :-)

Gastbeitrag: Der Weihnachtsbaum – ich hätte nie gedacht, dass er so wichtig für unseren autistischen Sohn ist! Zugegeben, er stand nah beim Sofa an Toms Lieblingsecke und es sah immer so aus, als ob er sich ein bisschen an die Zweige kuscheln würde. Als wir unser Wohnzimmer umräumten und das Sofa mehr Platz beanspruchte, beschloss ich, dass ein kleinerer Baum ausreichen würde. Sonst hatten die männlichen Mitglieder unserer Familie sich immer ein ansehnliches Exemplar ausgesucht, Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Darf mein Kind nicht dazu gehören, weil seine Defizite so stark sind?“

Gastbeitrag von Sandra: (Name geändert) Es passierte bei einem Fachtag für Autismus. Anwesend waren einige Eltern, viele Fachleute und erfreulicherweise auch einige Autistinnen und Autisten. Ich freute mich auf den Austausch, darauf etwas Neues zu lernen, meinen Horizont zu erweitern und mein Kind besser verstehen zu lernen. Mein Kind, das ist ein Junge von zehn Jahren, der mit vier Jahren die Diagnose "frühkindlicher Autismus" bekam, heute würde man wohl sagen "Autismus-Spektrum-Störung Weiterlesen [...]
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