Category Archives: Familienleben

Warum Teilhabe bei Autistinnen und Autisten häufig aufsuchend stattfinden sollte

Wie Autistinnen und Autisten an Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit teilhaben können, ist ein großes Thema. Häufig wird in diesem Zusammenhang von Barrierefreiheit gesprochen und im Kontext Autismus bedeutet diese Barrierefreit nochmal etwas anderes, als wir das häufig in den Medien hören, die meistens ausschließlich über die Installation von Rampen sprechen.Barrierefreiheit für Autistinnen und Autisten bedeutet vor allem Reizreduzierung, Struktur und geeignete Mittel für Kommunikation Weiterlesen [...]

Was ich mir am internationalen Tag der Pflege wünsche – mit und ohne Corona

Menschen mit TEAM Schild Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. Das Datum wurde in Gedenken an die britische Krankenschwester Florence Nightingale gewählt. Der 12. Mai war ihr Geburtstag im Jahr 1820. Sie hatte in ihrer Zeit maßgeblich dazu beigetragen, dass die Krankenpflege zu einem anerkannten Beruf werden konnte und setzte sich dafür ein, dass es Standards bei der Pflege einzuhalten gibt und diese bei der Ausbildung vermittelt werden. Florence erhielt selbst einige Auszeichnungen und die Florence-Nightingale-Medaille, Weiterlesen [...]

Familienleben mit Autismus in der Pandemie, oder: „Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.“

Wasserkreisel Als die Zeit des Verzichts begann, der sogenannte Lockdown, als die Kindergärten und Schulen schlossen und man nicht mehr ohne triftigen Grund das Haus verlassen durfte, neue Verhaltens- und Begrüßungsregeln Einzug hielten, plötzlich Abstand statt Nähe geboten war, niemand mehr in den Urlaub fahren durfte, alles durcheinander geriet und niemand wusste und immer noch nicht weiß, wie lange das alles andauern wird, da waren die Reaktionen unter Autistinnen und Autisten und ihren Familien recht Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Heidemarie: Mit Servicehund zurück in die Welt

Therapiebegleithunde beim Geburtstag Nicht mehr in dieser Welt sein, lieber tot als Teil dieser Gesellschaft, Abschied, das war es, was ich in einem Abschiedsbrief meines 12 Jahre alten autistischen Sohnes beschrieben fand. Ich war zutiefst schockiert! Ja wir hatten Probleme in der Familie (drei Kinder nur 16 und 18 Monate voneinander entfernt und ein Vater mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung), in der Schule und mit der Diagnostik zur Autismus-Diagnose.Mein Sohn Lukas hatte zu diesem Zeitpunkt bereits vier Schulwechsel Weiterlesen [...]

Der erste Urlaub nach vier Wochen Förderstätte – der Übergang ist geglückt

vor dem Ferienhaus mit Blick aufs Meer Ferienhaus an der Küste in Klitmøller Die kleine Auszeit, die es Ende September im Blog gab, hatte den guten Grund, dass Niklas nach seinen ersten vier Wochen in der Förderstätte seinen wohlverdienten Urlaub nahm. In unserem turbulenten Sommer, in dem wir lange Zeit nicht wussten, ob der Übergang in die Förderstätte klappen wird, mussten wir uns für alle Eventualitäten zuhause bereit halten und fuhren nicht weg. Aber nun holten wir einen kleinen Urlaub nach und fuhren an die Weiterlesen [...]

Jule über den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik und den Umgang mit Diagnosen in der Familie

Arzt mit Schreibbrett Jule hatte schon einen Gastbeitrag über die Schulsituation mit ihrem autistischen Sohn Edwin (15) geschrieben (beide Namen geändert).Nun berichtet sie darüber, wie es weiterging und wie sich die momentane Familiensituation gestaltet. Vielleicht ein Erfahrungsbericht, in dem sich einige wiederfinden. Gastbeitrag von Jule: Wie schon vorher mal berichtet, lief es in der Schule vor den Sommerferien nicht sehr gut. Edwin klagte immer wieder über diverse Wewehchen, auch Anzeichen von Überforderung Weiterlesen [...]

Ein Hund für Auri – wie ihr einer kleinen Autistin zu einem Assistenzhund verhelfen könnt

Begleithund Quelle: pixabay, User pixel2013 Gastbeitrag: Aurélie ist jetzt sechs Jahre alt, liebt Musik und Tiere, besonders Hunde, Katzen Pferde und Kaninchen und sie ist Autistin. Frühkindliche, mit Störungen in der Motorik und auch Intelligenzminderung, das steht zumindest in ihrer Diagnose. Was nicht da drin steht ist, dass sie außerdem Autodidaktin und ein ganz besonders empathischer Mensch ist. Vor einiger Zeit hab ich rausgefunden, dass auch ich Autistin bin, ich bin krank geschrieben, Weiterlesen [...]

Nicole vom Autismus Forum Schweiz: „Mein Sohn braucht die Stabilität seiner Familie, um sich weiterentwickeln zu können.“

Nicole und Jonas autpartners Ellas Blog ©Nicole und Jonas Aus dem Interview mit Nicole über das "Autismus Forum Schweiz" wurde schnell ein vertrautes Gespräch. So viele Gemeinsamkeiten und Parallelen im Denken und Handeln mit unseren beiden Söhnen zu entdecken, war sehr wohltuend und inspirierend. Nicole gründete vor etwa zehn Jahren das Autismus Forum Schweiz und schaffte damit eine Anlaufstelle für Erfahrungsaustausch, Hilfestellung und ein Netzwerk für Autistinnen, Autisten, deren Angehörige und Fachleute. Sie Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Autismus und Schlaf – unsere Erfahrung mit Melatonin

Gastbeitrag von Tanja:

„Teks?“, fragt die sanfte Stimme.

Ich versuche, meine Augen zu öffnen.
Schaue auf die Uhr. 3:10 Uhr morgens.
„Teks?“ fragt mich mein 2-Jähriger Sohn. Zeigt mir den leeren Teller und wartet geduldig auf meine Antwort.
Aha. Diese Strategie ging also nicht auf.

Ich hatte den Rat einer Mutter befolgt und meinem Kind abends ein paar Kekse auf den Teller gelegt. So wird er morgens beschäftigt sein und dich schlafen lassen, so die Ratgeberin.
Unser Sohn stand nun mitten Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Mein Bruder ist Autist, is okay, weil normal eh out ist.“

gemaltes Bild mit Häusern

 

Gastbeitrag:

Mein Name ist Susanna, ich werde meistens aber Susa genannt, bin verheiratet und habe eine Tochter, Ramona (2,5 Jahre). In unserer Patchworkfamilie bin ich die älteste Tochter. Da gibt es noch meine Schwester Pia, die auch aus Mamas erster Ehe stammt, so wie ich, dann Marie, die Mamas neuer Ehemann Thomas in die Familie mitgebracht hat. Simon und Sina, als gemeinsame Kinder von Mama und Thomas, machen die Familie schließlich komplett.

Als Simon geboren wurde, war ich schon Weiterlesen [...]

Jana, alleinerziehend: „Autismus ist echt. Den gibt es wirklich. Auch, wenn ihr ihn nicht sehen könnt.“

Frau auf der Brücke "Ich organisiere mich besser als ein Topmanager," erzählt Jana - sie ist alleinerziehende Mutter eines autistischen Sohnes. Im Interview erzählt sie mir über ihr Familienleben und hat ein paar Tipps parat. Liebe Jana, Du bist alleinerziehende Mutter. Welche Diagnose hat Dein Sohn? Mein Sohn ist 11 Jahre alt und hat die Diagnosen Asperger Autismus und ADHS. Wie macht sich der Autismus in Eurem Leben bemerkbar? Was sind die größten Herausforderungen? Der Autismus durchdringt Weiterlesen [...]

Heimgekehrt – wie Niklas seine Schwester nach acht Monaten begrüßte

Waffeln in Herzform Wer den Blog regelmäßig liest, weiß, dass Niklas' Schwester für acht Monate im Ausland war. Das war für uns alle nicht leicht und auch Niklas merkte spätestens nach ein paar Wochen, dass es dieses Mal länger dauern würde, bis er seine geliebte "Manna" (Verbalsprache für seine Schwester) wiedersehen wird. In der zweiten Zeithälfte gebärdete er verstärkt und wiederholt, dass "studieren" und "Afrika" "doof" sind und dass sie endlich "kommen soll". So sehr ich meine Tochter ebenso vermisste, Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Der Kindergeburtstag einer kleinen Autistin im Indoor-Spielplatz

Kind auf Karussell

Gastbeitrag von Tatjana:
(alle Namen geändert)

Ich möchte Euch heute etwas über den fünften Geburtstag meiner Tochter erzählen. Anja ist vor etwas mehr als zwei Wochen fünf Jahre alt geworden und atypische Autistin. Sie durfte mit Freunden Geburtstag feiern, und zwar mit allem, was zu einem echten Kindergeburtstag dazu gehört.

Ich musste schon vor einigen Monaten mit der Planung beginnen, denn ich las immer wieder, dass Geburtstag feiern mit Autisten schwierig sein kann. Ich machte mir Weiterlesen [...]

Susanne, alleinerziehend mit autistischem Sohn: „Gesellschaftliche Akzeptanz und bessere Arbeitszeiten würden viel helfen.“

Spruch auf Bild

Susannes Sohn Thomas ist zwölf Jahre alt und Autist. Aufgrund seiner speziellen Bedrüfnisse ist es schwierig, ihn auch von anderen Menschen betreuen zu lassen. So ist es für Susanne als alleinerziehende Mutter oft schwierig, den Alltag zu organisieren.
(Namen geändert)

Zu den Herausforderungen gehören für Thomas, alleine Bus oder Zug zu fahren oder ohne Schulbegleitung die Schule zu besuchen. Wenn sich Abläufe veränderen, tut er sich schwer, sich selbst zu organisieren, seine Toleranzgrenze Weiterlesen [...]

Interview mit Margrit, alleinerziehend mit zwei autistischen Söhnen: „Ich habe zwei Elfenkinder und liebe sie beide sehr.“

Kind umarmt Mutter

Margrit hat zwei autistische Söhne und meistert den gemeinsamen Alltag als Alleinerziehende. Das Interview mit ihr hat mich sehr berührt. Sie schildert ihren Alltag so bildhaft, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Aber lest selbst.
(Namen geändert)

Liebe Margrit, wieviele Kinder hast Du, wie alt sind sie?

Liebe Silke, erst einmal großes Dankeschön an dich und dein Engagement mit und im Online-Magazin - Ellas Blog. Dann ein großes Dankeschön, dass ich hier meinen Ballast etwas Weiterlesen [...]

Seid doch froh, dass Eure Kinder überhaupt in der Lage sind, Dreck ins Haus zu schleppen!

dreckige Schuhe

Ich höre und lese so häufig darüber, wie superanstrengend doch das Kleinkindalter ist, wie schrecklich es ist, wenn man nachts nicht durchschlafen kann, die Kinder keinen Mittagsschlaf mehr machen, die Kinder den Dreck gerade im Herbst und Winter mit ins Haus schleppen, sie das Haus vollkrümeln, ständig in unterschiedliche Richtungen rennen, ungefragt Freunde mit nach Hause bringen, die dann auch alles durcheinander bringen, das Essen bemäkelt wird, die Tagesmütter in der Weihnachtszeit nicht Weiterlesen [...]

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