Category Archives: Gastbeiträge von AutistInnen

Overload, Meltdown und Shutdown erklärt von einer Autistin: „… eine verschwimmende, flimmernde, unwirkliche, chaotische Masse …“

Das Thema Wahrnehmung und die damit häufig verbundene Reizüberflutung ist zentral im Bereich Autismus. Auch ich habe das bereits in etlichen Beiträgen aufgegriffen, Heute erklärt Nanna als Autistin, wie es sich für sie anfühlt und was helfen könnte - eine unschätzbare Ressource, die Innensicht zu erfahren. Ganz herzlichen Dank, liebe Nanna. Quelle: pixabay, User PatoLenin, vielen Dank! Gastbeitrag von Nanna Lanz©Copyright: Nanna Lanz. Ich weise ausdrücklich auf das Urheberrecht Weiterlesen [...]

„Lass mich bitte mich sein“ – Gastbeitrag einer 16-jährigen Autistin

Verenas Tochter ist 16 Jahre alt und Autistin, im Februar 2020 bekam sie ihre Diagnose."Sie ist ein sehr sozialer Mensch und sorgt sich oft um andere. Dies ist natürlich recht anstrengend für sie, dennoch ist es ihr wichtig. Am liebsten ist sie allerdings mit Hunden zusammen und hat viele Pflegehunde.Dies sind immer ganz besondere Beziehungen. Wie sie sich selber fühlt, hat sie, glaube ich, in dem Gedicht gut dargestellt und sie würde sich freuen und ist einverstanden, wenn es veröffentlicht Weiterlesen [...]

Gastbeitrag zum Thema Autismus-Diagnose im Erwachsenenalter: „Bunter Hund“ oder „Mein spätes Outing“

Ich habe hier schon einmal als Lehrerin einen Beitrag geschrieben, nun schreibe ich in eigener Sache: "Mein spätes Outing“Ich bin nun 57 Jahre alt und seit zwei Jahren Asperger-Autistin. Nein, ich bin es natürlich schon mein ganzes Leben lang, aber seit zwei Jahren ist es offiziell. Ich bin durch meine Kinder darauf gekommen, die beide die Diagnose haben und je mehr ich mich mit den Anzeichen dieses „Andersseins“ beschäftigt habe, umso mehr wurde mir klar, dass auch ich mein ganzes Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Dario: Zum Glück weiß man heute, dass Autismus nichts Bestrafenswertes ist und nichts, was man einem Kind aberziehen kann

Dario ist Autist und wuchs als Kind und Jugendlicher in den 1970/80er Jahren auf. Der Umgang mit dem Thema Autismus war damals noch ein anderer, aber autistische Kinder wurden damals zum Teil schon für ihre autistischen Verhaltensweisen, für Overloads und Meltdowns bestraft.Wir können leider nicht sagen, dass dies heute nicht mehr der Fall wäre und alle Bezugspersonen und Fachleute gelernt hätten, z.B. zwischen einem Wutanfall und Meltdown zu unterscheiden.Was dies für Autistinnen und Autisten Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Dario, Autist: Wenn Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen

Dario ist Autist und schildert in seinem Gastbeitrag das Verschwimmen von Vergangenheit und Gegenwart. Das wirkt sich auf seine Wahrnehmung von aktuellen Ereignissen aus und natürlich auch auf die Kommunikation mit anderen über das Empfinden von Erleben und Erlebtem. Ich kenne das auch von Niklas, dass er bestimmte Dinge immer und immer wieder gebärdet, Erlebnisse mit der Gegenwart verknüpft und das Einfluss auf sein Empfinden hat. Es ist spannend zu lesen, wie Dario das erklärt. Quelle: Weiterlesen [...]

„Von naiver Malerei, Volkskunst und Autismus“ – Esra über ihr Spezialinteresse (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Esra, Autistin: Eigentlich zeichnete ich schon 2005/2006 sehr gerne im einfach gestrickten Stil. Damals durchlebte ich eine turbulente Zeit wegen meinem Schulausschluss, der Würzburger Zwischenzeit und den letzten vier Schuljahren im Landkreis Haßberge.Doch die Bilder aus der Zeit von 2005/2006 sind leider nicht mehr erhalten. Sonst hätte ich sie gerne im Internet gezeigt. Obwohl ich immer noch nicht die beste Person im Zeichnen bin, mache ich es trotzdem liebend gern.Denn Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Maria, Autistin: „Was heißt schon…?“

Gastbeitrag von Maria: Liebe Leserinnen und Leser von „Ellas Blog“,in letzter Zeit habe ich meine alten Beiträge noch einmal gelesen und festgestellt, dass man auch missverstanden werden kann, wenn man (als Autist) meint, sich klar auszudrücken. Quelle: pixabay, User geralt Als ich einmal in einem meiner Schulthemen etwas darüber schrieb, bei der „Aufklärung“ zweideutige Ausdrücke zu berücksichtigen, meinte ich tatsächlich die Aufklärung, die im Bio-Unterricht stattfindet, Weiterlesen [...]

Pia: „Auf dem Weg zur Autismus-Diagnose baute ich mir eine sozial kompatible Hülle, bis mein Körper streikte.“

Wie wichtig es sein kann, eine korrekte Diagnose zu bekommen, um sich selbst zu verstehen und richtig behandelt zu werden, vermittelt sehr eindrücklich Pias (Name geändert) Gastbeitrag.Nachdem sie sich jahrelang angepasst hatte, streikte ihr Körper und führte sie auf den Weg zur Diagnose. Diese bekam sie, als sie 16 Jahre alt war. Gastbeitrag von Pia: Im Sommer 2018 begann alles. Tag für Tag merkte ich mehr, dass ich weniger Kraft hatte, fragte mich, was los war, warum ich all das, Weiterlesen [...]

Tipps für Arztbesuche von Maria (Autistin)

Grafik mit verwirrtem Menschen Gastbeitrag von Maria, Autistin: Hallo, liebe Leserinnen und Leser von „Ellas Blog“,den Beitrag über Autismus im Gesundheitssystem kann ich mal wieder nicht kommentieren, daher schreibe ich einen eigenen Gastbeitrag. In dieser Woche war ich bei einer Routine-Untersuchung. Nebenbei für die, die es interessiert: es ist alles in Ordnung. Mit meinen Ärzten habe ich Glück: Sie sind höflich, kompetent und sachlich, können zuhören und erklären mir alles auf meine Nachfragen und Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Maria: Verspätete Gedanken zum Welt-Autismus-Tag

bunter Ballon ©Quelle: pixabay, User geralt Gastbeitrag von Maria: Hallo, liebe Mitleserinnen und Mitleser von „Ellas Blog“,meine Gedanken und Wünsche zum Welt-Autismus-Tag habe ich mir bewusst für heute aufgehoben, da ich mir wünsche, dass es ihn nicht zu geben bräuchte, weil sich die Menschheit jeden Tag bewusst machen würde, dass es einige gibt, die nun einmal ein bisschen anders sind. Das gleiche gilt für den Frauentag, und meine Mutter würde es auch für den Muttertag unterschreiben: Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Die Angst vor der Nicht-Diagnose – „Vielleicht bin ich doch einfach nur falsch?“

Grafik mit verwirrtem Menschen Quelle: pixabay, User ElisaRiva Billy (Name geändert) schrieb mir ergänzend zu ihrem Gastbeitrag: "Ich hoffe, dass es ok ist, dass ich sowas schreibe. Denn das entspricht nicht ganz dem, was man sonst so bei Dir liest. Aber ich wusste leider wirklich nicht, wo ich sonst hin sollte."Liebe Billy, danke für Dein Vertrauen und Deine Offenheit. Ich wünsche Dir sehr, dass einige Leserinnen und Leser von "Ellas Blog" Dir Mut machen können. Herzlichst Silke alias Ella. Gastbeitrag: Hallo Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Maria, Autistin: Das ganze Leben ist ein Quiz

Labyrinth Quelle: pixabay, User: Tumisu … oder: Stellt Euch vor, Ihr seid unmusikalisch, aber in eine Gesellschaft hineingeboren, in der man singt! Die Voraussetzungen sind grundsätzlich gegeben: Ihr seid fähig, Euch Texte und Melodien zu merken und Noten zu lesen. Zunächst seid Ihr auch bereit, mehr zu üben, Euch jemanden zu suchen, der mit Euch übt oder an dem man sich orientieren kann. Aber trotzdem trefft Ihr trotz aller Mühe nicht immer jeden Ton. Mit ein bisschen Glück steht die Familie Weiterlesen [...]

Kathrin ist Autistin: „Sympathie und echtes Interesse sind enorm wichtig, um Autisten verstehen zu können.“

bunter Kopf Quelle: pixabay, User GDJ Gastbeitrag von Kathrin: Ich suche nach Mustern in meinem Gehirn, um meine Außenwelt besser verstehen zu können. Was bedeutet das genau? Viele Aussagen oder Sätze, verknüpft mit Bildern bleiben mir in Erinnerung. Diese Erinnerungen können sehr banal sein, so wie ein Straßenschild, eine Vase mit Blumen oder der Satz „Bitte nennen Sie Beispiele“. Ereignisse, die voneinander nicht abhängen, die aber ein gemeinsames Schlüsselwort enthalten, lösen bei Weiterlesen [...]

Kein Platz im Schulsystem – und die Eltern stehen Vorwürfen gegenüber (Gastbeitrag von Susan, Autistin)

Schulsachen auf Schreibtisch Quelle: pixabay, Nutzer "Free-Photos" Gastbeitrag von Susan Vogl, Autistin und Mutter von drei Kindern: Es ist leider kein Einzelfall, doch wenn man diese Geschichten hört, könnte man meinen, man stecke mitten in einer billigen Seifenoper. Grundschüler, die aufgrund ihrer anderen Wahrnehmung und Reizverarbeitung Schwierigkeiten haben, im normalen Alltag zurecht zu kommen, bekommen keine adäquate Hilfe, werden abgelehnt, sollen in Kliniken eingewiesen werden, und den Eltern wird zudem Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Ich bin Autistin und es ist so hart, immer so zu tun, als sei man ´normal´“

vier gestapelte Steine

Mona (Name geändert) ist Autistin und schreibt über den enormen Druck, den Anpassung und Kompensation erzeugen. Das ist ein Thema, das im Bereich Autismus häufig übersehen wird, vor allem auch bei Mädchen und Frauen, die Autistinnen sind.
Aber lest selbst, wie Mona das aus ihrer Innensicht beschreibt:

 

Gastbeitrag von Mona:

Liebe Ella,
ich wollte gerade einmal sagen, wie gerne ich deine Beiträge lese und wie viel Mut sie mir jedes Mal machen.

Ich bin selbst Asperger Autistin und es Weiterlesen [...]

Franky über ihre Zeit als Autistin an der Uni

Hörsaal

Liebe Franky, wann hast Du gemerkt, dass Du anders bist und wann hast
Du welche Diagnose bekommen?

Gemerkt habe ich es schon immer, das Anderssein. Aber erst mit 21 bin ich durch die Anregung einer guten Freundin auf Spurensuche gegangen. Meine Diagnose als Asperger Autistin bekam ich ein Jahr später.
Meine Mutter hatte schon als Kind eine Vermutung in diese Richtung, fand damals aber keinen Arzt, der ihr oder mir weiterhelfen konnte. Anfang der Neunziger war die Diagnose einfach noch nicht sehr Weiterlesen [...]

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