Category Archives: Familienleben

Gastbeitrag: Der Kindergeburtstag einer kleinen Autistin im Indoor-Spielplatz

Gastbeitrag von Tatjana: (alle Namen geändert) Ich möchte Euch heute etwas über den fünften Geburtstag meiner Tochter erzählen. Anja ist vor etwas mehr als zwei Wochen fünf Jahre alt geworden und atypische Autistin. Sie durfte mit Freunden Geburtstag feiern, und zwar mit allem, was zu einem echten Kindergeburtstag dazu gehört. Ich musste schon vor einigen Monaten mit der Planung beginnen, denn ich las immer wieder, dass Geburtstag feiern mit Autisten schwierig sein kann. Ich machte Weiterlesen [...]

Susanne, alleinerziehend mit autistischem Sohn: „Gesellschaftliche Akzeptanz und bessere Arbeitszeiten würden viel helfen.“

Susannes Sohn Thomas ist zwölf Jahre alt und Autist. Aufgrund seiner speziellen Bedrüfnisse ist es schwierig, ihn auch von anderen Menschen betreuen zu lassen. So ist es für Susanne als alleinerziehende Mutter oft schwierig, den Alltag zu organisieren. (Namen geändert) Zu den Herausforderungen gehören für Thomas, alleine Bus oder Zug zu fahren oder ohne Schulbegleitung die Schule zu besuchen. Wenn sich Abläufe veränderen, tut er sich schwer, sich selbst zu organisieren, seine Toleranzgrenze Weiterlesen [...]

Interview mit Margrit, alleinerziehend mit zwei autistischen Söhnen: „Ich habe zwei Elfenkinder und liebe sie beide sehr.“

Margrit hat zwei autistische Söhne und meistert den gemeinsamen Alltag als Alleinerziehende. Das Interview mit ihr hat mich sehr berührt. Sie schildert ihren Alltag so bildhaft, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Aber lest selbst. (Namen geändert) Liebe Margrit, wieviele Kinder hast Du, wie alt sind sie? Liebe Silke, erst einmal großes Dankeschön an dich und dein Engagement mit und im Online-Magazin - Ellas Blog. Dann ein großes Dankeschön, dass ich hier meinen Ballast Weiterlesen [...]

Seid doch froh, dass Eure Kinder überhaupt in der Lage sind, Dreck ins Haus zu schleppen!

Ich höre und lese so häufig darüber, wie superanstrengend doch das Kleinkindalter ist, wie schrecklich es ist, wenn man nachts nicht durchschlafen kann, die Kinder keinen Mittagsschlaf mehr machen, die Kinder den Dreck gerade im Herbst und Winter mit ins Haus schleppen, sie das Haus vollkrümeln, ständig in unterschiedliche Richtungen rennen, ungefragt Freunde mit nach Hause bringen, die dann auch alles durcheinander bringen, das Essen bemäkelt wird, die Tagesmütter in der Weihnachtszeit nicht Weiterlesen [...]

Autismus und die Feiertage

Die Strategie, die wir am 24.12. gefahren waren, hielten wir auch an den folgenden Tagen so bei, als wir bei Omas und Opas eingeladen waren. Am 25.12. ging es Niklas zwei Stunden lang gut,am 26.12. vier Stunden und am 27.12., als bei uns zuhause viele Freunde zu Besuch waren, funktionierte es mit open-end prima mit vertrauten Rückzugsbereichen. Wir reagierten immer sofort, wenn wir merkten, dass die Situationen kippten (rw) und versuchten gar nicht erst, die Besuche noch länger hinauszuzögern. Weiterlesen [...]

Wie wir mit Michel aus Lönneberga durch den Weihnachtsabend kreiselten…

Der Weihnachtstag verlief relativ ruhig. Niklas schaute endlich mal wieder einen Film an - seit etwa einem Jahr hatte er maximal fünf Minuten etwas angeguckt und war dann wieder aufgesprungen, weil irgendetwas störte. Gestern guckte er eineinhalb Stunden "Michel als Lönnebergerga" an - das war unglaublich entspannend für uns alle. Lag wohl auch daran, dass er sich in Michel irgendwie wiederentdeckte 😀 Mittags skypten wir mit Niklas' Schwester in Südafrika, auf die wir noch zwei Monate Weiterlesen [...]

vom Trösten

Ein Kind trösten zu dürfen, ist etwas Schönes. Das nachlassende Schluchzen und das Sich-Anschmiegen, das Ruhiger-werden. Natürlich meine ich damit Situationen, die nicht so tragisch sind, in denen es sich um einen blauen Fleck, eine Schramme oder eine verpasste Fernsehsendung handelt. Wie fühlt es sich an, wenn das Kind sich nicht trösten lassen will? Das bekam ich in den ersten zehn Jahren mit Niklas oft zu spüren, denn er schluchzte dann alleine vor sich hin und ich konnte auch nicht Weiterlesen [...]

Kolumne: Hausbesuch: „Was andere genießen, ist für mich eine Herausforderung“

Kolumne von Birke Opitz-Kittel: Kürzlich sagte eine entfernte Bekannte etwas zu mir, was mich nicht nur kurzfristig aus der Fassung brachte (rw), sondern nachhaltig zum Nachdenken anregte. Sie sagte: “Sie dürfen mich jederzeit besuchen und auch jederzeit anrufen.“ Dieser Satz käme mir bei einer Bekannten NIE über die Lippen und so überlegte ich, ob es sich bei der Bemerkung um eine neurotypische Höflichkeitsfloskel handeln könnte. Da mir aber bei dieser Person der Wahrheitsgehalt Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: „Mein Bruder ist Autist, is okay, weil normal eh out ist.“

Gastbeitrag: Mein Name ist Susanna, ich werde meistens aber Susa genannt, bin verheiratet und habe eine Tochter, Ramona (2,5 Jahre). In unserer Patchworkfamilie bin ich die älteste Tochter. Da gibt es noch meine Schwester Pia, die auch aus Mamas erster Ehe stammt, so wie ich, dann Marie, die Mamas neuer Ehemann Thomas in die Familie mitgebracht hat. Simon und Sina, als gemeinsame Kinder von Mama und Thomas, machen die Familie schließlich komplett. Als Simon geboren wurde, war ich schon Weiterlesen [...]

Als Niklas 18 Jahre alt wurde, fuhren meine Gefühle Achterbahn

Ja, als Niklas 18 Jahre alt wurde, da herrschte Chaos in meinem Inneren. Ich erinnerte mich daran, wie meine Tochter vor viereinhalb Jahren 18 wurde, wie sie feierte, wie selbständig sie war, dass sie seitdem durch die Welt tingelt, ihr Studium wuppt und eine tolle junge Frau geworden ist. Und Niklas - er ist auch ein toller junger Mann - mit unvergleichlichem Humor, verschmitztem Schelm, dem Talent, Menschen für sich einzunehmen, aber auch absolut unselbständig, so dass er eine vollumfängliche Weiterlesen [...]
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