Category Archives: Interviews

Interview mit Susanne Wagener-Jarusch: „TEACCH bedeutet das Nutzen von visuellen Hilfsmitteln und Struktur.“

Susanne Wagener Jarusch Dr. Eric Schopler wurde 1927 im mittelfränkischen Fürth geboren und wanderte während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie in die USA aus. Dort promovierte er als Erwachsener zum klinischen Kinderpsychologen und entwickelte an der Universität von North Carolina das TEACCH-Programm zur Förderung autistischer Menschen. Mit seiner Arbeit veränderte Schopler den Blick auf Autistinnen und Autisten und befähigte sie und ihre Familien zu mehr Selbstbestimmung, Handlungsvielfalt und Orientierung. Weiterlesen [...]

Interview mit Wolfgang Gaß: „Ich möchte meine Fähigkeiten bei der NASA einbringen.“

Foto Wolfgang Gaß

Einige haben sicherlich die vox-Dokumentation "Ich, einfach unvermittelbar?" gesehen. Dort wurden Autistinnen, Autisten und Menschen mit Tourette-Syndrom porträtiert, die trotz zum Teil herausragender Fähigkeiten keinen Job finden.
Einer von ihnen war Wolfgang Gaß. Ich saß abends vor dem Fernseher und hörte seinen Satz: "Für was bin ich denn auf der Welt, wenn ich da eh nicht gewollt werde und man meine Begabung und meine Talente nicht brauchen kann?"

Das berührte mich - und wie ich weiß, Weiterlesen [...]

Interview mit Ludo Vande Kerckhove: „Neurotypische Menschen sollten sich vergewissern, dass ihre Botschaften ankommen.“

Ludo vande kerckhove

Das Thema „Gestützte Kommunikation“ (FC) wird häufig kontrovers diskutiert. Trotzdem ist es für einige nichtsprechende Autistinnen und Autisten eine Option, um sich mitteilen zu können. Auch Niklas schreibt hin und wieder gestützt, wenn auch nur äußerst selten, weil er mit der Gebärdensprache eine andere Methode für sich gefunden hat.
Ich wollte mehr über die Vorteile und Risiken des Gestützten Kommunizierens erfahren und fragte direkt beim FC- und Kommunikationsexperten Ludo Weiterlesen [...]

Interview mit dem Rapper Mister S.: „Eure autistischen Kinder sind tolle Menschen.“

MIster S

Du bist bekannt als Mister S. Verrate uns doch bitte, wer Du bist und woher Du kommst.

Ja genau, ich nenne mich Mister S. Das "S" steht für meinen Vornamen Steve. Ich bin 28 Jahre alt und komme aus dem schönen Ruhrpott.

Du bist Rapper und klärst mit Deinen Songs über Autismus auf. Wie kam es dazu?

Ich habe schon mit etwa 13 Jahren angefangen zu rappen. Die Musik war also immer schon ein Bestandteil meines Lebens. Mein ältestes Kind ist autistisch (frühkindlicher Autismus) und bei Weiterlesen [...]

Anna: „Meine Tochter schwankt zwischen Annahme und Ablehnung, was ihre Autismus-Diagnose angeht.“

Schattenbild am Strand

Anna schreibt über die Entwicklung ihrer von Geburt an auffälligen Tochter. Sie haben einen langen Weg mit Rückschlägen und Fortschritten hinter sich. Am Schluss hat sie noch eine konkrete Frage an Euch - aber lest selbst :-)
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Liebe Anna, Deine Tochter ist Autistin. Wann und wie hast Du gemerkt, dass sie anders ist?

Dass meine Tochter anders ist, bemerkte ich bereits einige Tage nach der Geburt. Ich hatte schon einen knapp 3-jährigen Sohn und somit auch Erfahrung. Meine Tochter mochte Weiterlesen [...]

Interview mit der Autorin Inez Maus: „Die Gesellschaft sollte sich mehr auf die Förderung der Stärken von AutistInnen konzentrieren.“

Foto Inez Maus

Mit Inez bin ich schon seit längerer Zeit in Kontakt. Ihre wertschätzende Art ließ einen sehr schönen Austausch entstehen. Nun möchte ich sie Euch näher vorstellen, weil der Besuch auf ihren Seiten und ihre Veröffentlichungen sicherlich auch für Euch eine Bereicherung sind.

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Liebe Inez, Du bist Autorin, Bloggerin und Referentin zum Thema Autismus. (Irgendwie kommt mir das bekannt vor :-)) Mit welcher dieser Bezeichnungen kannst Du Dich am meisten identifizieren?

Mit den Bezeichnungen Weiterlesen [...]

Interview zum neuen Masterstudiengang „Barrierefreie Kommunikation“ an der Uni Hildesheim

Poster Masterstudiengang

Neulich wurde ich auf den neuen Studiengang "Barrierefreie Kommunikation" an der Uni Hildesheim aufmerksam. Was es auf der Homepage der Uni zu lesen gab, war sehr interessant, und so fragte ich um ein Interview an.
Erfreulicherweise war Frau Prof. Dr. Christiane Maaß spontan bereit, einige Fragen für "Ellas Blog" zu beantworten.

Frau Prof. Dr. Christiane Maaß ist Professorin für Medienlinguistik an der Uni Hildesheim. Sie ist Gründerin und Direktorin der Forschungsstelle für Leichte Sprache.
Als Weiterlesen [...]

Susanne über ihre Zeit in Schottland und das Hinterfragen der Begriffe Behinderung und Normalität

Garvald_Garten_und_Haus

Liebe Susanne, Du hast Behindertenpädagogik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Bremen studiert und Deine Lehrerausbildung in Schottland absolviert. Warum bist Du nach Schottland gegangen? Wie gestaltete sich dort die Lehrerausbildung im Vergleich zu Deutschland?

Ich bin nach meinem Abitur ‚nur für ein Jahr‘ – famous last words – nach London gegangen, um mein Englisch zu verbessern. Lang blieb ich dort jedoch nicht, sondern fand bald eine Arbeit in einer heilpädagogischen Lebensgemeinschaft Weiterlesen [...]

Romana über ihre Tochter: „Isabella hat das Rett-Syndrom und eine Engelsgeduld.“

Romana mit Kopfhörer

Romanas Tochter Isabella hat das Rett-Syndrom. Im Interview erzählt sie, was die Diagnose bedeutet, wie Isabella kommuniziert und welche Tipps sie für andere Eltern hat.
Stereotypien, der zeitliche Beginn der Auffälligkeiten und kognitive Einschränkungen machen das Erscheinungsbild des Rett-Syndroms dem des "frühkindlichen Autismus" ähnlich. Ein Kind mit Rett-Syndrom ist jedoch nicht automatisch auch autistisch, kann es aber manchmal sein. Autismus wäre eine zusätzliche Diagnose.
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Liebe Weiterlesen [...]

Interview mit Tobias Schüppen, Marte Meo-Supervisor: „Durch das Erkennen und Weiterentwickeln von Stärken kann kontinuierliches Wachstum entstehen.“

Kamera

Lieber Tobias, Du bist Marte Meo-Supervisor. Was bedeutet das und wie erwirbt man diese Qualifikation?

Als Marte Meo Supervisor hat man erst einmal eine relativ lange Ausbildung hinter sich! ;-) Die Zeit der Ausbildung verging jedoch wie im Schlaf, da es für mich persönlich ein absoluter Gewinn war, Marte Meo kennengelernt und erlernt zu haben.
Meine Grundhaltung in der pädagogischen Arbeit hat sich dadurch definitiv noch einmal geschärft.

Marte Meo bedeutet sinngemäß „etwas aus eigener Weiterlesen [...]

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