Samyra: „Ein Autismusbegleitung könnte meinem Sohn die nötige Sicherheit geben.“

Liebe Samyra, Du bist Mutter von drei Kindern. Dein jünster Sohn ist fünf Jahre alt und bei ihm besteht der Verdacht auf Autismus. Wie unterscheidet er sich von seinen Geschwistern? Lenn war schon immer anders. Er hat eigentlich nur reagiert, wenn man gesungen hat, als er ein Baby war....es ging immer weiter. Er hat nie normal vom Tisch mitessen wollen, das erste halbe Jahr nur Frischkäse auf Brot. Er wollte auch nichts anderes probieren. Laufen war recht spät, das Sprechen bekam er mit 3 Weiterlesen [...]

Franky über ihre Zeit als Autistin an der Uni

Liebe Franky, wann hast Du gemerkt, dass Du anders bist und wann hast Du welche Diagnose bekommen? Gemerkt habe ich es schon immer, das Anderssein. Aber erst mit 21 bin ich durch die Anregung einer guten Freundin auf Spurensuche gegangen. Meine Diagnose als Asperger Autistin bekam ich ein Jahr später. Meine Mutter hatte schon als Kind eine Vermutung in diese Richtung, fand damals aber keinen Arzt, der ihr oder mir weiterhelfen konnte. Anfang der Neunziger war die Diagnose einfach noch nicht Weiterlesen [...]

Warum ein Friseurbesuch für AutistInnen eine große Hürde bedeuten kann

"Wer schneidet Niklas eigentlich die Haare?", wurde ich neulich gefragt. Und ich antwortet: "Das machen wir schön selbst. Bisher durfte da kein anderer dran."   Warum ist ein Friseurbesuch für viele Autistinnen und Autisten so schwierig? Manche Menschen können es nicht nachvollziehen, dabei ist es eigentlich sehr naheliegend, wenn man sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt. Autismus bedeutet, vor allem eine andere Wahrnehmung zu haben, Reize anders aufzunehmen, anders zu filtern Weiterlesen [...]

Interview mit Susanne Wagener-Jarusch: „TEACCH bedeutet das Nutzen von visuellen Hilfsmitteln und Struktur.“

Dr. Eric Schopler wurde 1927 im mittelfränkischen Fürth geboren und wanderte während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie in die USA aus. Dort promovierte er als Erwachsener zum klinischen Kinderpsychologen und entwickelte an der Universität von North Carolina das TEACCH-Programm zur Förderung autistischer Menschen. Mit seiner Arbeit veränderte Schopler den Blick auf Autistinnen und Autisten und befähigte sie und ihre Familien zu mehr Selbstbestimmung, Handlungsvielfalt und Orientierung. Weiterlesen [...]

Eine Autistin erzählt: Wie es war, Niklas kennenzulernen

Vor einiger Zeit besuchte uns eine Autistin, die Niklas bisher nur aus Erzählungen kannte. Sie war sehr aufgeregt, weil sie als hochfunktionale Autistin bisher keinen Kontakt zu nichtsprechenden Autisten mit hohem Unterstützungsbedarf wie Niklas hatte. Gerne lässt sie uns an ihren Gedanken zu diesem Treffen teilhaben. Gastbeitrag von Jinny (Name geändert): Sonst bin ich nicht aufgeregt, wenn ich andere Autistinnen und Autisten treffen, vor der Begegnung mit Niklas klopfte mir das Herz aber Weiterlesen [...]

Interview mit Wolfgang Gaß: „Ich möchte meine Fähigkeiten bei der NASA einbringen.“

Einige haben sicherlich die vox-Dokumentation "Ich, einfach unvermittelbar?" gesehen. Dort wurden Autistinnen, Autisten und Menschen mit Tourette-Syndrom porträtiert, die trotz zum Teil herausragender Fähigkeiten keinen Job finden. Einer von ihnen war Wolfgang Gaß. Ich saß abends vor dem Fernseher und hörte seinen Satz: "Für was bin ich denn auf der Welt, wenn ich da eh nicht gewollt werde und man meine Begabung und meine Talente nicht brauchen kann?" Das berührte mich - und wie ich weiß, Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?

Gastbeitrag von Sani: Als Mama eines autistischen Mädchens weiß ich, dass es sehr viel Kraft und auch Übung kostet, sich immer wieder neu auszurichten und zu motivieren, wahrzunehmen, was sich gerade verändert, was mein Kind braucht und was ich brauche, um mein Kind zu unterstützen. Sich dabei nicht zu verlieren, womöglich "blind" für das, was wichtig ist, zu werden, sich immer wieder zu reflektieren, zumal es in unserer Welt immer schneller, lauter und chaotischer zugeht, ist gar Weiterlesen [...]

Gastbeitrag von Maria: „Das hätte mir als Autistin in der Schule geholfen“

Gastbeitrag von Maria: Liebe Leser von Ellas Blog, in letzter Zeit gibt es viele Beiträge über die Schul- und Pubertätsschwierigkeiten von Autistinnen und Autisten. Auf einige würde ich gerne eingehen, habe aber ein Problem, von meinem PC aus einen Kommentar einzugeben, deshalb schreibe ich einen Gastbeitrag. Hier ein Wort vorab: ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem viele "Macken" toleriert wurden und habe viele Probleme nicht. Deshalb ist es mir sehr wichtig, jeden einzeln zu beurteilen Weiterlesen [...]

Niklas nach den Herbstferien: „Das war sehr gechillt.“

Heute ist der erste Tag nach den Herbstferien. Ferien - ein Wort, das mit vielen verschiedenen Gefühlen besetzt ist. Klar ist es mal schön, weniger bis keine Termine zu haben und einfach in den Tag hinein zu leben. Aber gleichzeitig bedeutet es bei uns auch, rund um die Uhr für Niklas da zu sein, weil er sich sonst selbst gefährdet und sich nicht alleine beschäftigt. Und das führt dazu, dass wir nach Ferien eigentlich immer urlaubsreif sind. Denn: Ausschlafen - Fehlanzeige. Gemütlich am Weiterlesen [...]

Gastbeitrag: Wie der autistische Marco mit seiner Familie Ausflüge per Tandem unternimmt

Gastbeitrag: Wahrscheinlich wissen die meisten von Euch, wie hart wir manchmal um die alltäglichen Dinge kämpfen. Bei uns war das Fahrradfahren so ein Ding. Am Anfang saß unser kleiner Marco (Diagnose: Frühkindlicher Autismus) im Radanhänger und alles war gut. Er liebte diesen Platz - auch wegen des sich drehenden Hinterrads direkt vor seiner Nase. Als sein kleiner Bruder dazu kam, wechselten die zwei zwischen Fahrradsitz und Radanhänger hin und her, je nachdem, wer sich gerade wo wohler Weiterlesen [...]
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