„Ihr Kind kann nicht (mehr) in unsere Schule kommen.“ // Autismus und Schule – eure Erfahrungen

Autismus und Schule – ein Dauerbrenner

Das Thema „Autismus und Schule“ ist ein Dauerbrenner in den Familien, da es häufig nicht gut läuft.
Viele Schulen wollen es richtig machen, scheitern aber an Faktoren, die sie nicht immer selbst in der Hand haben. Es gibt einzelne Pädagogen und Mitabeiter, die engagiert sind und etwas bewegen. Aber es gibt auch diejenigen, die leider gegen Windmühlen kämpfen (rw).
Andere zweifeln leider von Grund auf an, dass autistische Schüler angepasste Rahmenbedinungen brauchen und verhindern damit Chancengleichheit und die Möglichkeit, dass Autistinnen und Autisten ihr jeweiliges Potential überhaupt abrufen können.

Das hat verschiedene Gründe wie zum Beispiel:

  • nicht angepasste Rahmenbedingungen
  • das Infragestellen von Diagnosen
  • das Verweigern von Nachteilsausgleichen
  • die Schuldzuweisung von Erziehungsfehlern
  • fehlende Kommunikation
  • mangelhafte Aufklärung
  • einseitige Perspektiven auf das Thema Autismus
  • das Ausklammern einzelner Lebensbereiche
  • das Übersehen von Kompensationsleistungen
  • fehlende Ressourcen (räumlich, personell, zeitlich)

Im Onlinekurs Autismus & Schule wird ausführlich über das Autismus-Spektrum aufgeklärt, Herausforderungen für autistische Schüler werden direkt aus den Diagnosekriterien abgeleitet und Lösungsansätze aufgezeigt. HIER gibt es ausführliche Informationen.

„Ihr Kind kann nicht (mehr) in unsere Schule kommen.“

Nicht angepasste Rahmenbedingungen, mangelnde Aufklärung und fehlende Ressourcen führen dazu, dass manche autistischen Kinder und Jugendlichen nicht mehr in die Schule gehen dürfen.
Die Erfahrungen, die mir zugetragen werden, zeugen davon, dass einigen Schülerinnen und Schülern tage-, wochen-, monate- und manchmal sogar jahrelang ein regulärer Schulbesuch verweigert bzw. unmöglich und unzumutbar gemacht wird. Manche Schüler dürfen zum Beispiel auch nicht in die Schule kommen, wenn ihre Schulbegleitung erkrankt ist.
Die Kinder und Jugendlichen können ihr Recht auf Bildung dann nicht wahrnehmen, die Eltern bleiben zuhause, müssen nicht selten ihre Jobs kündigen, um die Aufsicht ihrer sogenannten nicht-beschulbaren Kinder übernehmen zu können.

Eure Erfahrungen

Ich möchte eure Erfahrungen zu diesem Thema gerne hier sammeln, denn statistische Erhebungen scheint es dazu nicht zu geben.
Wenn du magst, kommentiere gerne, wenn dein Kind schon von der Schule ausgeschlossen wurde – stunden-, tage-, wochen- oder monatelang.

Interessant wäre zu wissen,

  • welche Schulart dein Kind besucht hat, als es ausgeschlossen wurde
  • wie alt es war
  • wie lange es ausgeschlossen wurde
  • warum es ausgeschlossen wurde
  • ob es schließlich eine gute Lösung gab

Bitte achtet unbedingt darauf, nicht euren und den Namen eures Kindes zu nennen und auch sonst keine Angaben zu machen, die auf euch schließen lassen.
Wie immer kann nur ich die Emailadresse, die ihr beim Kommentieren angebt, einsehen, niemand sonst. Sie wird an niemanden weitergegeben.

Natürlich ist diese Sammlung von Erfahrungen nicht repräsentativ und erhebt auch keinen wissenschaftlichen Anspruch. Mir liegt jedoch daran aufzuzeigen, wie aktuell und akut und brisant das Thema in den Familien mit autistischen Kindern ist.
Das Problem muss erkannt und gesehen werden, damit sich etwas tut.

Ein „Nebeneffekt“ ist, dass sich Familien nicht mehr so alleine mit dieser Thematik fühlen, wenn sie lesen, dass es auch anderen so geht. Denn obwohl diese Probleme keine Seltenheit sind, fühlt sich meistens jede einzelne Familie mit dieser Herausforderung isoliert und hilflos.

Ich danke euch bereits vorab. Und bitte kommentiert hier direkt im Blog und nicht auf Facebook oder in den sozialen Medien. Dort gerät der Beitrag mit euren Kommentaren schnell in Vergessenheit und dort kann ich nicht für eure Datensicherheit garantieren.
Ich werde versuchen, dafür zu sorgen, dass mit der Reichweite von Ellas Blog entsprechende Stellen und Entscheidungsträger die gesammelten Kommentare lesen, an euren Erfahrungen teilhaben und ihre Sicht auf die Problematik ggf. ändern können.

Logo vom Onlinekurs Autismus und Schule
zu den Informationen per Klick auf das Bild

29 comments

  • N.

    Gymnasium
    7 Wochen lang nur mit SB (3h am Tag) erlaubt.
    Er hat 1 Kind 1x zurückgetreten nachdem 8 Monate darum gebeten wurde,dass ER nicht mehr gemobbt und getreten wird.
    Vorher 6 Monate nur 4h täglich-Keine SB vorhanden.
    Zuhause tägliches Nacharbeiten ohne Unterstützung der Schule.
    Nachteilsausgleich oft ignoriert.
    Er wechselt jetzt die Schule.
    Seit der 1ten Klasse war er zusammengerechnet 2,5 Schuljahre zuhause -Unterricht ohne SB wurde nicht gewollt-Diagnose angezweifelt,Nachteilsausgleich ignoriert.

  • Martina

    Mein Sohn ist Nichtsprecher, Diagnose Frühkindlicher Autist, 12 Jahre, kommuniziert FC-gestützt, besucht eine Förderschule Geistige Entwicklung und hospitiert als Gastschüler 2mal die Woche an einer Regelmittelschule. Als Schulbegleitung hat er eine Fachkraft. Im Gespräch ist jetzt für nächstes Jahr ganz an die Regelschule zu wechseln. Ein IQ-Test, auch nonverbal, ist wegen der starken Dyspraxie nicht möglich und die Stütze wird nicht zugelassen. Obwohl alle Beteiligten vom sehr hohen IQ meines Sohnes überzeugt sind. Die Direktorin der Schule ist sehr offen. Sie überlässt aber die Entscheidung ihren Lehrern. Und die fühlen sich überfordert auch ohne noch einem behinderten Kind gerecht zu werden. Sie erfüllen jetzt schon mehr Stunden, vor allem bei Krankheit. Es fehlen Lehrkräfte, von einer Zweitkraft in der Klasse wird geträumt. Ich schreibe bewusst aus der Sicht der Lehrkräfte und Schulleiter, weil es nur miteinander geht. Und nur dann wenn mehr Geld fließt. Und die Chance genutzt wird Inklusion zu verwirklichen und dabei das ganze Schulsystem reformiert! Immer wieder lese ich die Forderung beim Thema „Schule/Inklusion“: mehr Geld, kleinere Klassen, mehr Lehrer… Doch das darf erst der Anfang sein! Wenn ich mir Forschung und Erkenntnisse zum Thema Lernen (z.B. Andre Stern, Prof. Dr. Gerald Hüther) ansehe und Prognosen zum Arbeitsmarkt und einer zukunftsfähigen Gesellschaft muss viel mehr geschehen. Da gehören Themen wie Selbstversorgung, Lebensführung klar mit rein. Dann noch das finnische Konzept, Fächer aufzulösen in Projekte und soldarische Ansätze (Estland) jeder hilft jeden. Es geht schon lange nicht mehr um ein mehr oder weniger, sondern um eine komplette Umkehr.

  • H.

    Mein Sohn ist 13 und besucht eine Realschule plus mit Vollzeit-Schulbegleitung (SB).
    Ist diese verhindert durch Krankheit oder anderes, so wird mein Sohn beurlaubt.
    Dies war auch letztes Jahr bei der Stufenfahrt der Fall, da die SB verhindert war.
    Selbst das Angebot auf eigene Kosten mitzufahren und ihn selbst zu betreuen wurde mit der Begründung des Datenschutzes abgelehnt…
    Dank Rückendeckung des Jugendamtes blieb ihm der Besuch einer fremden Klasse oder Aufgaben für die Zeit der Beurlaubung wenigstens erspart.
    Auch um die schriftliche Festlegung des Nachteilsausgleiches kämpfe ich noch immer. Viele Lehrer geben diesen zwar von sich aus schon, aber ich wurde auch schon mit dem Kommentar „brauchen wir nicht“ abgespeist. Und das, obwohl es das ja schon schriftlich aus der Grundschule gab.
    Zum Glück haben wir eine ganz tolle SB, wodurch viel Aufklärungsarbeit geleistet wurde und wird!

  • Susanne

    Förderschule
    Klasse mit 8 Kindern, 4 Mitarbeiter
    immer wieder wurden wir aufgefordert, unsere Kinder zuhause zu lassen, weil Mitarbeiter krank waren
    musste irgendwann meinen Beruf aufgeben, der Arbeitgeber hat das nicht mehr mitgemacht
    ich solle froh sein, dass mein Kind überhaupt einen Platz hat, wurde mir gesagt
    ich solle ihn besser erziehen, dann würde er auch problemlos mitlaufen
    inzwischen ist er in einer anderen Schule mit Schulbegleitung, das klappt gut
    Er darf natürlich auch ohne seine SB kommen.
    Danke für deine Arbeit hier, liebe Ella, und die Möglichkeit, von uns zu erzählen.

    • Saskia

      Unser Kind kam in die Grundschule und es fiel gleich auf das etwas nicht passt. Aber die Klassenlehrerin gab sich viel Mühe.
      Vom SPZ keine Diagnose bekommen.
      Umzug und wegen der Probleme auf ein Förderzentrum gewechselt. Bis zur Diagnose lief es gut. Ab er Diagnose Autismus ging es bergab. Es wurden auf einmal Sachen verlangt die Kind einfach nicht kann.
      Es gab sehr oft Wutausbrüche. Zum Glück nur gegen sein Eigentum.
      Wechsel auf Regelschule weil und keiner entgegen kam.
      Erst lief es gut, dann Lehrerwechsel und es ging wieder bergab. Seit der Diagnose mit SB, aber ohne Vorkenntnisse und auch der nahm Kind nicht ernst.
      Kind verweigerte immer mehr im Unterricht.
      Es kamen keine Lösungsvorschläge. Nur, so schlimm ist es doch nicht. Da gibt es andere Kaliber.
      Aber warum soll Kind in Schule wenn Kind nichts mitmacht.
      Tagesklinik, um zu schauen was Kind überhaupt kann. IQ passt und auch sonst funktioniert Kind in Tagesklinik.
      Sie empfehlen trotzdem Wechsel an Förderschule, weil kleinere Klassen. Förderschule nahm Kind nicht auf und auch Regelschule lehnte Kind ab.
      Schulpflicht ohne Schule zu erfüllen ist schwierig. Keine Unterstützung.
      Privatschule gefunden, die ihn genommen hat und seit dem läuft es. Er macht alles ohne Nachteilsausgleiche oder Pausen mit.
      Jetzt hat er eine SB die ihn versteht und auch da funktioniert es endlich.
      Vier Jahre Kampf und auf einmal geht es.
      Wofür gibt es im Namen der Inklusion so viele Ausgleiche und Empfehlungen wenn nichts umgesetzt wird.
      Wenn SB krank ist, geht Kind für kürzere Zeit in die Schule. Das funktioniert, ein ganzer Tag ist dann doch zu viel. Zwischen den Schulstunden wird dann doch gerne geneckt und das strengt ihn sehr an.
      Es gibt ja auch immer mehr Kinder ohne Diagnose die Schwierigkeiten an der Schule haben. Hoffentlich kommt mal eine kinderfreundliche Änderung.

  • Ulrike

    Mein Sohn hat selber die Schule quittiert, nachdem man im Schulsystem keine Chance hatte auf ihn einzugehen, ihn zu unterstützen oder ihn vor den Schikanen der Klassenkameraden zu schützen. Die Folgen sind Depressionen und eine Sozialphobie. Als noch Suizidalität dazu kam, habe ich ihn im Unterricht abgeholt und er ist nicht mehr hingegangen. Er ist seit 4 Monaten zu Hause und keine Lösung in Sicht.
    Ein Gespräch mit der letzten Schule hat nicht stattgefunden, mails wurden nicht oder mit wochenlanger Verspätung beantwortet, einen Gesprächstermin konnte man mir nur mit 6-wöchiger Wartezeit anbieten. Wir bekommen keine Unterlagen von der Schule und auch eine Einladung zum Elternsprechtag hat nicht stattgefunden. Es hat nie wieder jemand nach ihm gefragt.

    • Monika

      Wir hatten ein ähnliches Problem. Nach massiven Mobbingvorkommnissen war das Fass voll. Das Kind sollte an eine andere Schule. Dann fingen die Probleme an. Ich habe mich an die Bezirksregierung als obere Schulbehörde gewandt. Dort hatte ich glücklicherweise eine sehr kompetente Dame, die dann letztendlich einen unkonventionellen Ausweg aus unserem Dilemma gefunden hat. Mein Sohn ist jetzt auf einer Förderschule mit dem Schwerpunkt emotional/sozial. Da haben die meisten in unserer Selbsthilfe aufgeheult. Wir empfinden, selbst wenn er mal angegangen wird, dann kümmern sich da die Lehrer aber sofort. Auf dem Gymnasium war das nicht der Fall. Da galt das Verletzen anderer Schüler als normales Gerangel unter Pubertierenden. Bei uns war das Verfahren zum sonderpädagogischen Förderbedarf nicht richtig geführt worden. Das war ein zweiter Hemmschuh. Silke darf gerne meine Email-Adresse weitergeben, dann können wir vielleicht mal persönlich Erfahrungen austauschen.

  • Heike

    In meiner Klasse sind zwei Kinder mit Schulbegleitung. Und ja, wenn die Begleitung fehlt, dann bleibt das Kind zuhause.
    Ich kann doch nicht im Hilfeplan -Gespräch um die Stunden kämpfen, weil das Kind zur Alltagsbewältigung diese Unterstützung braucht – und dann geht es plötzlich doch ohne. Das ist unglaubwürdig – und es geht auch nicht.
    Es würde dem Kind nicht gut tun und den anderen auch nicht. Zu schweigen von uns Lehrkräften.
    Mit den Assistenten läuft es aus meiner Sicht sehr gut – aber ohne – Nein.

    Und klar gilt das auch für andere Kinder – wer in der Gruppe nicht zu halten ist, muss abgeholt werden.
    Wenn die Eltern dagegen juristisch vorgehen, verbringt das Kind Auszeit im Flur oder einer anderen Klasse.
    Auch die anderen haben ein Recht auf Bildung.

  • Mona

    Wenn ein Schulbegleiter krank wird, hat der Träger bzw. die Firma, bei der der SB angestellt ist, unverzüglich für Ersatz zu sorgen. Klar kann es sein, dass das mal nicht ad hoc geht, aber spätestens nach einem Tag sollte das möglich sein. Manche Kinder bleiben ein, zwei, drei Wochen zuhause, weil der SB fehlt. Das geht überhaupt nicht. Und wenn die Eltern dann selbstständig für einen Ersatz sorgen, z.B. eine Vertrauensperson aus dem privaten Umfeld mitkommen würde oder sogar die Mutter oder der Vater selbst, wird das abgelehnt von der Schule. Was ist mit der Schulpflicht und dem Recht auf Bildung?
    Zu unserer Situatione: ich habe eine neunjähige autistische Tochter in der Grundschule. Sie hat eine Schulbegleitung. Da ich alleinerziehend bin und alleine für unseren Unterhalt sorge, kann ich nicht einfach mal zuhause bleiben, wenn der SB krank wird. Deshalb haben wir das direkt für den Fall der Fälle vorher abgesprochen: wenn der SB krank wird, springt eine Freundin von mir ein, die meine Tochter gut kennt. Mit ein bisschen Kreativität und gutem Willen sollte das doch zu machen sein.
    Ich bin sehr froh, dass unsere Lehrerin da so zugänglich ist und unsere Situation versteht.

  • Sandra

    Mein Sohn 10 Jahre und Asperger Autist war bis zur vierten Klasse mit Vollzeit Schulbegleitung auf einer freien Schule.
    Dort war es sehr unstrukturiert und laut. Folge waren häufige Meltdown und er wurde nicht mehr unterrichtet.
    Er wurde für 3 Monate beurlaubt, da das Schulamt auch keine Lösung wusste und kein Platz in einer passenden Schule frei war.

    Seit einigen Wochen ist er auf einer Privatschule (keine Förderschule) mit 7 Jungen in der Klasse.
    Vom Stoff kommt er gut mit, wird aber von den anderen Kindern stark gemobbt. Er kommt mit blauen Flecken nach Hause. Es ist noch nicht klar, ob die Schulleitung eine Schulbegleitung akzeptiert. Laut der Schule ist er quasi selbst Schuld, dass er von den anderen so behandelt wird.
    Als Aspi kann er soziale Situationen leider nicht einschätzen und reagiert einfach.

    Leider gibt es keine Schule (Förderschule oder auch Regelschule) in der die Rahmenbedingungen wenigstens halbwegs passen, damit mein Sohn sein Potential nutzen kann.
    An den Förderschulen kann er nur sein Hauptschulabschluss machen und die Regelschulen haben 30 Kinder in der Klasse, wo er sozial so überfordert ist, dass er auch nicht lernen kann.
    Ich bin alleinerziehende Mutter und kann schon kaum noch arbeiten gehen, da ich meinen Sohn jederzeit abholen können muss.
    Das macht verständlicher Weise auch kein Arbeitgeber lange mit.

  • Nadine

    Meine Tochter wird 10 Jahre alt und geht auf eine kleine Förderschule in einer Regelschule. Sie hat außer Autismus auch noch körperliche Beeinträchtigungen. Die Rahmenbedingungen für unsere Tochter sind sehr schlecht dort. Die Klasse hat zwar nur sieben Kinder, diese sind aber oft sehr laut, aggressiv und schreien. Auch ist der Schallschutz absolut unbefriedigend. Meine Tochter mag keine lauten Geräusche und schreien und negative Gefühle machen sie krank. Es ging soweit das sie nicht in die Schule wollte. Jeder Versuch sie dort hinzubringen Endete mit Selbstverletzung, bis zur Totalen Erschöpfung. Die Lehrer haben zwar schon viel Erfahrung mit Autisten, trotzdem reagierten sie mit Unverständnis. Zum Teil mit Vorwürfen gegen uns als Eltern. Wir konnten mit vielen Gesprächen mit Lehrern, Ärzten und Therapeuten dann die Rahmenbedingungen für unsere Tochter etwas ändern. Aber es ist leider immer noch so das sie oft nicht an dem Klassenunterricht teilnimmt. Jahren haben sie für Einzelbetreuung/Therapie jetzt auch endlich einen eigenen festen Raum. Trotzdem ist es so das meine Tochter weniger Unterricht hat, als die anderen. Bei Ausflügen auch mal Zuhause bleiben muss und wir uns nach anderen beschulungs Möglichkeiten umschauen. Wo es bessere Rahmenbedingungen gibt.

  • Katja

    „Ich kann doch nicht im Hilfeplan -Gespräch um die Stunden kämpfen, weil das Kind zur Alltagsbewältigung diese Unterstützung braucht – und dann geht es plötzlich doch ohne. Das ist unglaubwürdig – und es geht auch nicht.“
    Meine Meinung dazu: Es gibt Autisten und Autisten. Manche von ihnen kann man mithilfe der SB soweit bringen, dass sie in einigen Unterrichtsstunden ohne Begleitung arbeiten können. Und das soll eigentlich das Ziel sein: Selbststndigkeit und so wenig fremde Hilfe, wie möglich. Auch die Kinder (mi Autismus) selbst möchten irgendwann alleine klar kommen. Bei Abwesenheit der SB würde eine Chance entstehen, das auszuprobieren. Das Kind in solchem Fall nach Hause zu schicken würde heißen, dass der Lehrer nicht besonders flexibel reagiert und keine Offenheit dem Kind mit Autismus zeigt. Berührungsangst könnte auch hier der Fall sein.

    • Silke

      Das kann ich nur so unterstützen….bei uns ist es auch so das im Notfall für ein oder zwei Tage auch ohne Schulbegleitung geht und wir die Begleitung auch schon stundenweise reduziert haben…. ganz aus zu schließen finde ich nicht ok…. wenn die Schulbegleitung mal ein oder zwei Tage fehlt dann muss ich halt nachmittags ausgleichen….schnell sind wir dann wieder auf dem Punkt an dem nachmittags alles zu Bruch geht ect…was dann wieder zeigt wie wichtig die Begleitung am Vormittag ist….auf der anderen seite hatten wir bisher Glück mit der Schule , es läuft gut..hat viel vorarbeit meinerseits gekostet und auch jetzt Engagement in der Schule, enger Kontakt zu Lehrern Rektor Schulbegleitung…..

  • Sabine

    Bei meinem Sohn (7 Jahre) wurde bereits vor Jahren hochfunktionaler frühkindlicher Autismus diagnostiziert. Er wurde letztes Jahr an einer Förderschule eingeschult.

    Allerdings hatte es die Förderschule zunächst vehement abgelehnt, ihn aufzunehmen, da er bei der Eingangsdiagnostik die verschiedenen Tests (in der für ihn damals völlig fremden Schule mit einer fremden Person) fast gänzlich verweigert hat und man an der Schule mit Schwierigkeiten gerechnet hat, wenn er aufgenommen wird.

    Erst mithilfe des Erziehers und der Psychologin der heilpädagogischen Tagesstätte, die er zuvor besucht hat, wurde ihm eine Chance gegeben, zumindest vorläufig bis Weihnachten an der Förderschule aufgenommen zu werden – allerdings nur mit einer fachkundigen SB.

    Die SB ist äußerst engagiert und setzt sich in der Schule (bei der Lehrerin und der Schulleiterin) sehr für meinen Sohn ein.
    Nur diesem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass mein Sohn die Probezeit bis Weihnachten bestanden hat und bis heute an der Förderschule beschult wird.

    Allerdings muss mein Sohn als „unbeschulbar“ zu Hause bleiben, wenn die SB krank oder Kind-krank ist. Das war in diesem Schuljahr bereits an 10 Schultagen der Fall.

    Desweiteren wurde er an 2 Tagen nicht an der Schule genommen, da die Klassenlehrerin krank bzw. auf Fortbildung war und mein Sohn die wechselnden Vertretungen nicht akzeptiert.

    An diesen Tagen habe ich ihn selbst betreut oder er wurde durch die Oma betreut (wenn es wegen meiner Arbeit nicht anders ging).

    Seitens der Förderschule ist man – inzwischen – schon mehr bemüht, dass es funktioniert. Es wurde für meinen Sohn auch ein Auszeitraum zur Verfügung gestellt.

    Allerdings muss die SB vieles selbst anstoßen, damit die Rahmenbedingungen an der Schule für meinen Sohn angepasst/verbessert werden.

  • St.

    Hi
    Ich bin Schulbegleitung und hab hier ein bisschen mitgelesen. Ich betreue im Moment 2 Kinder an verschiedenen Schulen. Die Schulen sind auch etwa 20 Minuten Fahrtzeit voneinander entfernt, was manchmal die Organisation der verschieden Stubdenpläne zur Herausforderung macht.
    Zuerst betreut habe ich den „Großen“ (9. klasse), der macht jetzt die Prüfungen und braucht mich nur noch zu einigen Konsultationen. Den „kleinen“ (6. klasse) hab ich vor einigen Wochen kurzfristig mit übernommen. Meine Kollegin war krankheitsbedingt aus dem Beruf gegangen, der Kleine war wochenlang ganz allein. Ihre sonstige Vertretung hatte zeitgleich einen Unfall und fiel über Wochen aus. Die Schule vermittelte meinem Träger (angeblich), dass der kleine auch ohne SB gut zurechtkommen würde.
    Aus der zu erwartenden Überforderung des kleinen wandte sich mein Träger an mich, ob ich den kleinen zumindest 1-2x die Woche übernehmen könnte.
    Jetzt während der Konsultationen mach ich oft die ersten 2 Stunden beim großen setz mich ins Auto und fahre zum kleinen. Zum Glück fallen die Frühstückspausen auf ungefähr die gleiche Zeit.
    Ist natürlich für beide ziemlich blöd. Auch für die Lehrer. Für mich ist das ganze sehr stressig wodurch ich oft ziemlich knapp vor der nächsten Stunde in der Schule bin und gar keine Zeit hab, meine Klienten richtig zu begrüßen.
    Der große braucht auch nicht mehr pausenlos Begleitung. In den Stunden mit Vertretung oder wo er sich selbst strukturieren muss ja, aber der kleine ist ziemlich k.o.
    Ich bin bemüht, mit allen Lehrern eine gute Kommunikation zu pflegen. Einige lassen sich leider gar Nichtstun die Zusammenarbeit mit mir ein, was schade ist, weil ich gern Ihre Erfahrungen aus der Zeit ohne SB hören würde. Wie war der kleine drauf? Wo hat er sein Potential gezeigt? Was hat ihn überfordert? Was erwarten die Lehrer von mir (und das ist tatsächlich bei jedem anders)? Welche nachteilsausgleiche gibt es? Was möchten sie gern wissen… usw
    Ich wirke noch ziemlich jung, konnte einige Lehrer überraschen mit meinem tatsächlichen Alter. Auch mit meiner Erfahrung als große Schwester eines Autisten und dadurch 2 Blickwinkel auf die Besonderheiten konnte ich interessante Gedanken austauschen.
    Da ich bei beiden jungen nur einen Teil der Stunden bewilligt bekommen habe, sehe ich in ein/zwei Tagen ohne Begleitung eigentlich kein Drama. Aber besonders bei jüngeren Schülern wäre mir wichtig, dass spätestens ab dem 3. Tag eine Vertretung greift. Selbstständigkeitstraining ist gut, darf aber nicht übertrieben werden, bis es wieder in Überforderung geht.
    Leider hat mein Träger Schwierigkeiten, passende Kollegen für die schulbegleitung zu finden. Wir sind im Moment 1 SB:1Kind, in meinem Fall sogar 1SB: 2 Kinder.
    Schwierig finde ich, wenn Eltern mit massiven Vorwürfen die Schulen gegen ihr Kind aufbringen und keine von beiden Seiten bereit ist, Kompromisse zu finden. Das erschwert mir die Arbeit und dem Kind den Alltag. Ich denke, das führt irgendwann auch dazu, dass die Schule das Kind abweist.

  • Elga

    Wir wohnen in der Schweiz. Unser Sohn ist 10j, Asperger diagnostiziert mit 9j. Er kam recht gut zurecht in der Regelschule mit Begleitung seiner Sozialpädagogin vorerst nur für 4 Lektionen bis ca. Ende 2.Klasse, danach wurden es 6 und das Schulpensum reduziert auf 16 Schullektionen in der Woche.
    Somit hat er die 3.Klasse sehr gut gemeistert, wir hatten da aber auch eine tolle, engagierte Klassenlehrerin, welche Hand in Hand mit uns Eltern, Schuldirektion, die Sozialpädagogin wie die Autismusfachleute gearbeitet hat. Der Wechsel in die 4.Klasse war nicht optimal organisiert worden und die neue Lehrerin hat dann alles zum Rollen gebracht. Es ging dann so weit, dass unsere Sozialpädagogin „ausgewechselt“ wurde, die Schuldirektorin nun mit der Lehrerin an einem Strang zogen, die neue Begleitperson „nichts mehr zu sagen hatte“ und somit unser Sohn so überforderten, dass er mehrmals auffällig wurde mit Selbstverletzung, Fremdgefährdung und Schulverweigerung. Somit hatten sie einen Grund ihn im Februar von der Schule auszuschliessen. Wir hatten dann ein Time Out zu Hause und er wurde von mir und meinem Mann „unterrichtet“. Ende April hat er den Unterricht wieder aufgenommen, allerdings nur für 6 Lektionen (begleitet) und nur als Probephase bis zu den Sommerferien. Er ist in einer Klasse mit besonderer Förderung in eine neue Regelschule. Diese befindet sich in eine andere Gemeinde, ca. 20Min. Autofahrt entfernt. Aber auch dort läuft einiges schief und ich habe Bedenken, dass sie ihn behalten werden. Es ist so mühsam…

  • Gisela

    Hallo Silke
    10Schuljahre hinter dich gebracht . Glück gehabt mit den Lehrern, SB und der zuständigen Beratung vom BFZ. Er hatte auch Freunde in der Schule und fühlte sich dort aufgehoben. Davon hatten wir drei Jahre Probleme mit dem JA wegen Genehmigung der SB und Therapie im ATI ( Autismustherapie-Institut). Wir richteten uns an höhere Politische Stellen . Leiter des JA wurde abgelöst. Jetzt keine Probleme mehr mit Genehmigungen dafür hatten wir einen Schulwechsel wegen Besuchs der Oberstufe. Nicht nur dass Schule, Lehrer und Schüler neu waren. Das meisterte er super . Aber Druck durch die Klassenlehrerin. Er braucht länger Zeit für Klausuren die genehmigten 130% reichen nicht . Auch 150% sind zu kurz.
    Erst dachte sie es wäre ungesetzlich und er hätte Vorteile davon gegenüber den anderen Schülern. Wollte ihm die Zeit nicht zugestehen die er benötigt.
    Dann dachte sie ich als Mutter würde ihn unter Druck setzen weil er gute Note schreiben will.
    Dann wollte sie am liebsten die SB raus haben und die jetzt zuständige Dame vom BFZ unterstützte sie noch dabei.
    In der neuen Schule hat er keine Kontakte zu anderen Schülern. Und dann der Lehrerin auch kein Vertrauen.
    Diese ganzen Diskussionen machen ihm sehr viel Stress . Er möchte die Hilfen genehmigt bekommen freiwillig und ohne Kampf. Auch will er dass sein Ehrgeiz bezgl. seiner Noten und seiner beruflichen Ziele akzeptiert und unterstützt wird auch wenn er dabei Hilfe braucht.
    Und er will nicht nur seine Schwächen aufgezählt bekommen sondern seine Stärken gelobt und anerkannt bekommen.
    Dies war zehn Schuljahre der Fall , er hat seinen Realschulabschluss gemacht mit einem Schnitt von 1,6 , was mir zeigt es kann funktionieren . Aber nur mit Rücksicht, Unterstützung und Individuellem Denken und Handeln Seitens aller beteiligten.
    Einer Zusammenarbeit die sich an den Bedürfnissen des jeweiligen Schülers orientiert.

  • Kathrin

    Mein Sohn ist 10 Jahre alt, nonverbaler Autist mit geistiger Behinderung und Epilepsie. Er besucht von Anfang an ein Förderzentrum mit Schwerpunkt geistige Entwicklung. In einer Klasse sind dort sieben Schüler mit drei Fachkräften. Mit Beginn diesen Schuljahres wechselte mein Sohn in die Mittelstufe. Das bedeutete einen neuen Klasenraum und ein neues Lehrerteam für ihn. Hinzu kam ein epilepsiechirurgischer Eingriff mit anschließender Reha im Sommer und ein Fahrerwechsel beim Bustransport. Das war einfach alles zu viel für ihn. Er kommt in der Schule nicht mehr zurecht. Immer wieder greift er Schüler und Lehrer/Erzieher an. Schon oft musste ich ihn aus der Schule abholen, weil das Personal ihn nicht beruhigen kann. Der neue Lehrer hatte im vergangenen Schuljahr in der Klasse hospitiert, um die Schüler kennenzulernen. Es wurde ein Ruheraum für meinen Sohn eingerichtet. Nichts hilft ihm. Auch in der Unterstufe hatten wir schwierige Phasen, aber es ging immer wieder bergauf. Einen Schulhelfer bekommt er nicht, weil er schon ein Förderzentrum besucht. Die Situation ist sehr verzwickt. Ich befürchte die Schule will meinen Sohn loswerden. In der Schulhilfekonferenz haben sie gesagt, er solle für mehrere Monate vollstationär in eine Klinik. Dort solle er wieder schulfähig gemacht werden. Weder mein Mann noch ich wollen unseren Sohn einfach abschieben oder unseren Beruf aufgeben. Es muss doch eine andere Lösung geben…

    • Kristina

      Hallo Kathrin,

      auch mein Sohn war an einer Förderschule mit schwerpunkt geistige Entwicklung und zunächst hat sich das Sozialamt quer gestellt bei der Genehmigung einer Schulbegleitung. Daher gab es erst auch nur eine unqualifizierte, die für die Lehrer sowas wie ein zusätzlicher Schüler war. Erst mit Genehmigung der qualifizierten ging es besser, auch wenn wir diese nur zu 75% des Schultages hatten. Mit guten ärztlichen und therapeutischen Argumenten, einer Entwicklungsdiagnostik sah auch irgendwann das Soazialamt ein, dass Autismus nicht einfach mit der Zeit verschwindet und die Probleme mit weg gehen und hat uns somit per Einzelfallentschiedung eine qualifizierte Schulbegleitung genehmigt.

      Also würde ich empfehlen, dran zu bleiben und notfalls das Ganze über einen Anwalt laufen zu lassen

  • Christa

    Mein Sohn ist Asperger und inzwischen ein sehr intelligenter junger Mann geworden. Damals, als er in die Grundschule aufgenommen wurde, konnte er bereits lesen und schreiben sowie rechnen mit den Grundrechenarten. Jedoch wollte er nicht mit den anderen Kindern spielen und toben. Wie schon vorher im Kindergarten, blieb er lieber für sich allein und guckte über den Zaun, was draußen vor sich ging. Bis dahin ging es uns noch gut und wir hatten im wesentlichen keine Probleme. Bereits im Kindergartenalter wurde er durch das Autismusinstitut therapeutisch begleitet.
    Mit dem Wechsel nach der Grundschule wurde es für mich als Mutter jedoch unangenehm und anstrengend. Diesen Satz des damaligen Schulleiters der Gesamtschule bei uns vor Ort werde ich wohl für den Rest meines Lebens nie wieder vergessen: „Wir sind verpflichtet, Ihren Sohn nach der Grundschule bei uns aufzunehmen. Sie können aber jetzt schon davon ausgehen, dass er nicht bei uns bleiben wird.“ So kam es, dass er nach der Grundschule in ein Gymnasium der evangelischen Kirche mit Internat in Niedersachsen wechselte. Wir bekamen dort einen reduzierten Preis für die Internatsunterbringung und wurden vom Schulgeld befreit. Meinen Eltern bin ich unendlich dankbar, dass sie mich in den dann folgenden neun Jahren finanziell unterstützt haben. Als alleinerziehende Mutter hätte ich diese Jahre nicht durchgestanden. Mein Sohn hatte sich, seine schulischen Leistungen betreffend, damals ganz gut gemacht und ich war sehr stolz auf ihn. Bis die zwölfte Klasse kam, die er wiederholen musste. Die Luft war ganz einfach raus. Er war dem Druck nicht mehr gewachsen. Das heißt, dass er zweimal hintereinander keine Zulassung um Abitur bekam und somit das Gymnasium ohne Abitur verlassen musste. Der nächste Tiefpunkt ließ danach nicht lange auf sich warten. Da mein Sohn in der Schule gute Leistungen in Mathe und Chemie hatte, bekam er eine Lehrstelle beim Hessischen Landeslabor. Vor Beendigung des ersten Lehrjahres wurde mir mitgeteilt, dass man das Ausbildungsverhältnis beendigen möchte, da keinerlei Leistungsbereitschaft und Lernerfolge erkennbar wären. Danach erfolgte eine Lehre als Technischer Zeichner im Berufsbildungswerk Bad Arolsen. Die Prüfung dort erfolgt nach ganz normalem IHK-Standard, aber in kleinen Gruppen. Ein Großer Tag für mich war der 1. April 2014. Es war die Bestenehrung der IHK Kassel-Marburg im Hotel Reiss in Kassel. Mein Sohn hatte seine Ausbildung in allen Teilen mit Note eins bestanden.
    Es ist jedoch so, dass mein Sohn seit Beginn seines Lebens immer Hilfe und Unterstützung brauchte, weil er nach wie vor kenerlei Sinn für seine eigene Organisation besitzt. Er versinkt regelrecht im Chaos. Da ich inzwischen die Sechzig überschritten habe, muss eine externe Betreuung gefunden werden, wenn ich mal nicht mehr da bin.

  • Kristina

    mein Sohn ist frühkindlicher, wenig sprechender Autist und verfällt gerade in Konfliktsituationen eher in die Körpersprache, weil die schneller und effektiver für ihn ist. Er besuchte von der 1-Anfang 6 Klasse eine Förderschule GE, zuerst mit einer unqualifizierten, ab Ende 2. Klasse mit einer qualifizierten Schulbegleitung. Da er aufgrund seiner sehr eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit in Konfliktsituationen in die Aggressivität mit Beißen und Schlagen verfiel, durfte er zunächst nicht mehr an den Pausen teilnehmen, dann wurde der Unterricht mit seinen Klassenkameraden eingeschränkt, er saß im Nebenzimmer mit Schulbegleitung, bekam dort seine Aufgaben. Nach einem Schulbegleiterwechsel wurde diese Situation noch schlimmer, denn „um das Bild rund zu machen“ wie mir seine Klassenlehrerin erklärte, strichen sie ihm auch noch die gemeinsamen Mahlzeiten mit der Klasse. So saß er von morgends um 8 bis nachmittags um 14:45 Uhr mit seinem Schulbegleiter den Tag über im Nebenraum( um vor ihm Ruhe zu haben ,wurde die Tür zum Klassenraum geschlossen), die Pausen machten die beiden zeitversetzt und alleine auf dem Schulhof. Das ging 1,5 Monate so.
    In einem Gespräch mit Schulleitung und Klassenteram( 2 Förderlehrer und 1 pädagogische Mitarbeiterin ( für insgesamt 7 Kinder zuständig)) wurde mir und dem Schulbegleiterteam mitgeteilt, die Situation sei zwar sehr bedauerlich ,aber nicht zu ändern.
    Aufgrund der vielen Konflikte, gab es regelmäßige Abholungen und Schulausschlüsse von bis zu 5 Tagen, um Ruhe reinzubringen.
    Erklärungen durch Therapeuten und Ärzten brachten keine Verbesserungen. Das Schulamt behauptete einen autismusversierten Lehrer an der Schule zu haben, der auch Vorträge für andere Lehrer gäbe. Es war der zweite Fachlehrer und Mathelehrer meines Sohnes! Der saß in Gesprächen dabei und machte nie den Mund auf.
    Fiel der Schulbegleiter mal aus, war mit der Schule vereinbart, ohne Schulbegleitung keine Schule.
    Nach Beginn des 6. Schuljahres stellte der Träger des Schulbegleiters dessen Arbeit aufgrund zu hoher emotinaler Belastung ein, so dass mir klar war, das Kind wird erstmal nicht zur Schule gehen. Zum finalen Ende kam- mal wieder- ein Angriff auf die päd. MA “ aus dem Nichts“, weshalb ich dafür sorgte, dass er nicht mehr auf diese Schule geht. In den folgenden 2 Monaten, in denen er vom KJP krankgeschrieben war, suchte und fand ich eine Ersatzschule ( Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe, die seit 40 Jahren Erfahrungen mit Autisten hat), die unsere Geschichte ganz furchtbar fand. Sie nahm ihn auf, dort ist er jetzt seit fast zwei Jahren und die Übergriffe gibt es nur noch, wenn er sehr gestresst ist. Dort gehen sie super auf ihn ein und machen sehr vieles möglich.

    Ich hatte noch ein Gespräch mit dem Inklusionsbeauftragten unserer Landeschulbehörde, der Ersatzschule als sehr abwertend beschrieb, aber auch, dass es Schulen gäbe, die mit gewissen Kindern einfach nicht können. Wie dann Inklusion funktionieren soll, wenn man untragbare Kinder immer noch abschieben kann, hat er mir nicht erklärt.
    Ich habe mich bis zur Bundesregierung hoch beschwert und fand interessant, dass keiner die Verantwortung tragen möchte- Bund gibt sie ans Land ab, Land an die Landesschulbehörde usw. Keiner übernimmt die Verantwortung und es kontrolliert auch keiner.

  • Vera

    Unser Sohn bekam die Diagnose sehr spät.
    Irgendwie anders war er schon immer. Aber nie genug, um mal eine Diagnostik anzustreben.
    Der Druck begann im Kindergarten, mit der Schulvorbereitung im letzten Jahr. Schnell war klar, dass Zeitdruck ein Problem werden würde.
    Er ist im Alltag beidhändig, beim Schreiben Linkshänder.
    Alleine das brachte viele Probleme mit sich.
    Die Grundschule war ein einziger Alptraum. In der zweiten Klasse kam Entspannung durch eine sehr fähige linkshändige Lehrerin. Danach stieg der Druck enorm an. Mobbing durch Lehrer und Schüler war extrem. Aus logistischen Gründen kam ein Wechsel nicht in Frage. Zudem war die Situation in anderen Grundschulen noch schlechter.
    Empfehlung war Sonderschule. Bei einem Notenschnitt von 1.2.
    Lächerlich.
    Wir setzten mit Androhung von Schulministerium den Wechsel auf ein Gymnasium durch. Diese Schule ist sehr besonders. Ein städtisches Gymnasium, geführt wie eine Privatschule. Die Entspannung von Seiten der Lehrer war enorm erholsam. Das Arbeitstempo war dennoch schwierig, die Arbeiten wurden nicht fertig. Da aber die Noten stimmten und es anderen Schülern ähnlich ging, machten wir weiter. Die Lehrer gaben uns liebevoll Mut.
    In der 8. Klasse stiegen seine Ängste. Die Familien Beratung stellte Hochsensibilität und Hochbegabung fest. Durch Entspannungsübungen festigte er sich.
    In der 9. Klasse begann es dann irgendwie zu viel zu werden.
    Heute wissen wir, dass die Pubertät dazwischen gefunkt hat.
    Die Noten gingen runter. Der Frust stieg. Der Umgang mit den Mitschülern wurde schwer.
    In der 10. fing er sich. Die Q1 wurde zum Alptraum. Ab dem 2. Halbjahr kam eine heftige Panikattacke, danach der Zusammenbruch und für ein halbes Jahr war keine Beschulung möglich.
    Es folgte die Diagnostik mit dem Ergebnis des Asperger Spektrum Syndroms. Es folgten Therapeuten, Hauslehrer, viele Gespräche, wie es nun weiter gehen soll. Unser Sohn wollte das Abitur machen und studieren. Also folgte Jugendamt, Schulgespräche, Therapien.
    Er wiederholte die Stufe und stieg mit einem hervorragenden Schulhelfer wieder ein. Inklusion schien zu funktionieren.
    Bis…ja, bis er nicht mehr so funktionierte, wie alle anderen.
    Er wird nun nach der Fachhochschulreife abgehen.
    Alle Kraftreserven sind aufgebraucht, auch von uns. Es wurde zum Familienprojekt.
    Die immensen Kämpfe mit dem Jugendamt, die enorme Anpassungsleistung, die vielen Tränen und auch, das muss ich zugeben, unser eigenes verschultes Denken, waren zu viel.
    Wir hatten das perfekte System aufgestellt.
    Ich habe wirklich geglaubt, dass es klappen würde.
    Inzwischen bin ich geläutert.
    Inklusion wird in diesem Land nicht verstanden. Es geht nicht um die perfekte Anpassung, es geht um die Anpassung der Rahmenbedingungen für den Inklusionsschüler, damit er sein Potential entfalten kann. Aber genau da können die Lehrer wegen völliger Überlastung nicht mehr entlastende Leistung erbringen.
    Und hier wäre nicht einmal viel nötig. Aber es geht einfach nicht.
    Unterm Strich sind wir dankbar für den Versuch der Schule.
    Aber zum Schutz von uns allen, müssen wir das beenden.
    Weil das 18. Lebensjahr erreicht ist, kann unser Sohn frei entscheiden. Die Schulpflicht ist beendet. Er hat sich entschieden, das Abitur über eine Fernschule zu erarbeiten.
    Das bringt ihm Zeit, sich zu entwickeln.
    Und endlich wieder Zeit für Hobbys, für Sport und schöne Dinge.
    Am Ende sind wir alle froh, es versucht zu haben.
    Aber das Fazit ist sehr ernüchternd.

  • FB

    Wir habe lange im Ausland gelebt und unser Sohn wurde dort auch eingeschult. Nach 2.5 schrecklichen Grundschuljahren mit viel Bauchweh, Weinen, Mobben etc. haben wir den Schritt gewagt unser Kind zu homeschoolen. Es war eine hervorragende Entscheidung und ich bereue sehr, daß wir solange mit diesem Schritt gewartet haben. Unser Kind blühte von Tag 1 wieder auf und hat schnell wieder große Freude am Lernen gefunden. Wir konnten in seinem Tempo arbeiten, haben uns auf seine Stärken konzentriert anstelle immer auf den Schwächen rumzuhacken. Wir hatten viel Unterstützung von einem tollen Kreis von Heimschulfamilien und viele schöne soziale Kontakte ohne Mobben. Zwischendrin haben wir versucht mal eine ordentliche Diagnose zu bekommen, was sich als recht schwierig erwies weil IQ irgendwo im Hochgebgabtenbereich, klar autistische Züge aber nicht genug um eine Diagnose zu bekommen, das Selbe für ADHD, auf alle Fälle Legasthenie und Auditory Processing Disorder -PANDAS spielt auch eine Rolle (viel Glück, das in Deutschland diagnostiziert, geschweige denn behandelt zu bekommen). War letztendlich egal weil wir zu Hause und mit unserem Netzwerk alles im Griff hatten und es keine weitere Rolle mehr spielte.

    Als klar wurde, daß es zurück nach Deutschland gehen würde habe ich Angstzustände wegen der Schulsituation bekommen. Meine schlimmsten Erwartungen wurden dann auch voll erfüllt. Mein Kind wurde wieder depressiv, wurde gemobbt was das Zeug hielt, offen von Mitschülern-subtil von einigen Lehrern. Unterstützung gab es wenig, dafür viel Belehrungen. Unsere ausländischen Gutachten wurden alle angezweifelt und wir sollten durch alle deutschen Mühlen wieder durch.
    Die Bedürfnisse von Kindern mit Autismus in all seinen Facetten werden einfach ignoriert. Hochbegabung ist nur förderwürdig bei funktionierenden, angepassten Kindern aber wehe die Kinder sind 2e( hochbegabt, lernbehindert, autistisch etc) dann sind sie nur doof und strengen sich nicht genug an und überhaupt seien wir Helikopterelten, die sich einmischen die Lehrkörper würden das ja wohl viel eher beurteilen können.

    Wir haben jetzt den ersten Schulwechsel hinter uns (ein Lehrer hat gemobbt und hat sich konstant dem Gespräch verweigert) , an der neuen Schule läuft es gerade gut (mal schauen wie lange)- wir haben eine lange Liste von in Frage kommenden Privatschulen in der Schublade liegen. Sollte es gar nicht gehen ziehen wir wieder ins Ausland und homeschoolen wieder.

    Ich verstehe nicht, warum in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland so wenig Geld in die Bildung der Kinder und Ausbildung der Lehrer investiert wird. Autismus ist keine Randerscheinung mehr da werden noch Unmengen dieser Kinder in die Schulen rollen. Anstelle das Potential dieser Kinder zu erkennen und zu fördern müßen wir noch Schule machen wie vor 40 Jahren. Ich bin teilweise erschreckt wenn ich die Schulbücher meiner Kinder sehe, das sind die Selben Bücher wie zu meiner Schulzeit nur mit einem neuen Cover.

  • Ka

    Was man bei diesem Thema nicht vergessen darf, ist der Kampf mit dem Jugendamt überhaupt Schulbegleiterstunden zu bekommen und nur so eine Beschulung möglich ist! Unser 8 jähriger Asperger Autist geht auf einen normale Grundschule und er benötigt eine 1:1 Betreuung um das überhaupt zu schaffen. Um diese Betreuung zu bekommen mussten wir bis vor das Gericht. Obwohl wir alle Kriterien erfüllen!

    Wir müssen kämpfen, jedes halbes Jahr HPG! Autismus könnte ja weggehen! Auch dieses Jahr gehen wir in die Sommerferien ohne zu wissen, wie es nach den Ferien weitergeht. Trotz Kampf, dass das HPG früh genug angesetzt wird!!

    So lange sich Jugendämter über ärztliche Diagnosen (Fachkliniken) hinwegsetzen können, die Paragrafen dem Jugendamt zu viel Spielraum lassen und man mit den Eltern und dem betroffenen Kind „Ping Pong“ spielen kann, läuft gewaltig was schief.

    Dem lieben Jugendamt geht es nur ums Geld, nicht um das Kind.

    Dieser ganze Bereicht Autismus und Schule läuft nicht rund. Und das geht auf die Kosten unserer Kinder und der Kraft der dazugehörigen Eltern!

  • Tanja

    Vielen Dank an alle, denn hier erkenne ich in jeder Geschichte auch unsere wieder!!!!!!!!!!
    Gerade heute, wenn das große Laken die Traurigkeit aufsaugt.
    Schön zu wissen, das man nicht alleine mit seinen Sorgen in der Gesellschaft ist.
    Gut zu wissen, das wir Eltern immer als Dolmetscher da sind und unsere Kinder nicht aufgeben, auch wenn die Nerven blank liegen.
    Danke an alle, die uns Verständnis entgegen bringen.
    Bei Gelegenheit gerne auch mal mehr über unsere Geschichte, leider reicht die Kraft heute dafür nicht, da wir so mitten in allem stecken.
    Danke für diesen Blog

  • Marc

    Es ist traurig das es auch an Schulen passiert die eigentlich spezialisiert auf die Beschulung von Autisten sind und sich „ Inklusion“dick auf die Website schreiben.
    Leider ist es seit 3 Jahren ein Kampf und wir werden immer wieder vertröstet, dass es halt noch Schulungsbedarf bei einzelnen Lehrern gibt.
    Aktueller Ausschluss vom Englisch Unterricht da unser Sohn sich nach dem Erhalt des Verweises (nach seiner Auffassung „ungerecht“) nicht auch noch beim Lehrer entschuldigen wollte, dass er den Unterricht gestört hat.

    In der Klasse sind aktuell 8 Kinder, unser 14 Jähriger hat zusätzlich eine Schulbegleitung.
    Die Schulbegleiterin versteht das Vorgehen des Lehrers auch nicht. Der Lehrer besteht auf seinem Standpunkt und ist nicht zu Gesprächen bereit.

    Schade dass genau solche Situationen die positive Entwicklung des Kindes immer gleich deutlich runter ziehen.

    Leider wiegelt die Schulleitung meist ab und klärt die Situationen nicht. Stattdessen werden Mitteilungen (also Verweise) scheinbar blind unterzeichnet und weitergeschickt ohne diese zu hinterfragen. ( ich möchte hierbei nochmal betonen, dass die Schule sich offiziell auch auf die Beschulung von Autisten spezialisiert hat, also sollten doch da die Alarmglocken klingeln)….

    Von uns wurde der Kontakt vom MSDA zur Schule hergestellt, leider wurde dies von der Schule abgelehnt (Kommentar: zur Zeit kein Bedarf)

    So werden leider weiterhin Machtspielchen mit autistischen (Schwerbehinderten) Kindern gespielt….

    Wir haben heute den Entschluss getroffen nicht mehr alleine mit den Lehrkräften oder der Schule zu sprechen, sondern uns Unterstützung zu holen.

    Angeschrieben haben wir heute mit der letztmaligen Bitte die Situation zu verbessern:

    Den Schulleiter
    Den Schulpsychologen

    In cc:
    MSDA
    AUTKOM

    Wenn jemand Erfahrung mit einem Rechtsbeistand für Schulwesen, vorzugsweise bei Autisten im Münchner Raum hat bin ich um Infos oder Kontaktdaten dankbar.

    Ich wünsche allen betroffenen Eltern viel Kraft und hoffe, dass die Kinder diese Situationen einigermaßen verkraften werden.

  • Manfred

    Unser Kind hat Autismus, Tic Störungen und ADHS.
    Immer wenn die Schulbegleitung ausfällt muss unsere Tochter zu Hause bleiben.
    Nach zweimonatigen Krankenhausbesuch ist die Schulbegleitung nicht mehr zuständig. Die Ersatzbegleitung war eine Katastrophe. Anstatt 6 Stunden zu beschulen sind es nur 1,5 Stunden.
    Eigentlich könnte ich stundenlang schreiben aber das haben auch schon andere gemacht.
    Im Kurztext:
    Unsere Tochter möchte in die Schule gehen darf aber nicht da keine Schulbegleitung momentan dabei ist.
    Jugendamt wählt die Schulbegleitung aus. Ich darf das nicht. Bekomme noch dazu gesagt dass Fachkräftemangel wäre.
    Seit 3 Wochen darf meine Tochter nicht in die Schule.
    Dann ruft Klassenlehrerin an und meint wenn sie nicht kommt müsse Sie die Aufgaben zu Hause erledigen.
    Mit nem Rechtsanwalt ist das ein Prozess der sich immer wieder Kreis drehen würde.
    Ich würde dann doch lieber die Presse vorziehen.
    Zu viele Schnittstellen.
    Jeder macht nur seinen eigenen Kram.
    Das Kind als geistig (gezielt die guten Leistungen in Tests nicht einbeziehen) behindert hinstellen und Eltern als nicht einsichtig hin stellen.
    Solange die Ehefrau deswegen nicht arbeiten gehen kann wird weiter so praktiziert.

    • Nadine

      Wie wäre das, wenn man das persönliche Budget beantragt? Dann könnte man doch selbst eine Schulbegleiterin aussuchen!?

  • Manfred

    Das mit dem persönlichen Budget kann man gerne versuchen. Wenn aber das Jugendamt der Meinung ist unsere Tochter 130Km entfernt in eine Schule für geistig behinderte gehen soll werden die Kosten für die Schulbegleitung gespart.
    Da ja die Einrichtung dafür Sorge zu tragen hat die Fachkräfte dafür zu haben interessiert es weder Schule noch Amt dafür.
    Die Gebäudestruktur das zusammenpferchen von völlig unterschiedlichen Kindern. Teils werden noch Vorbereitungen für spätere Berufe vermittelt wie Garten umgraben und Suppe kochen.
    Für Berufe die nicht mehr zeitgemäß sind. Aber bis da hin soll man ja nicht denken.
    Ich denke jeder mal von Euch hat den Kreislauf schon mal durch gemacht bis eine Schulbegleitung bewilligt wurde. Ansprechpartner Sozialamt . Verweis auf Jugendamt. Arzbericht 2 Monate über 1/2 Jahr als. Neuer Arzbericht. …….
    2x Sachbearbeiterwechsel beim Jugendamt.
    Also alles wieder von vorne.
    Das ganze hat 1,5 Jahre hin gezogen.
    Meine Meinung
    Fakt ist es müsse nicht die richtige Einrichtung für unsere Kind gesucht werden sondern die Schule passend für das Kind gemacht werden.
    Am Runden Tisch sagte ich schon mal weil unsere Tochter immer auf dem Gang ihre Schulaufgaben ohne Probleme machte. Schmeiße sie doch mal die anderen Schüler raus damit ein gutes arbeiten möglich ist.
    Ob sonderpädagogische Stellungnahme oder Inklusion Fakt ist Kinder werden immer mehr aussortiert und isoliert.
    Dann wundert sich noch die Gesellschaft das das nicht besser wird mit dem Kind.

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