manchmal und meistens

Manchmal fließen sie haltlos
Gefühle der Fremdbestimmung, des Alleinseins, der Aussichtslosigkeit auf Veränderung
Manchmal kullern sie hinab
Sorgen, Zweifel und das Empfinden von Ohnmacht
Manchmal tränt es lautlos
in schlaflose Nächte hinein.

Manchmal löst eine Frage die nächste ab
und schnürt mir die Kehle zu
Manchmal sehe ich mich um
und finde niemanden, der mich versteht
Manchmal renne ich den ganzen Tag
und habe dennoch das Gefühl still zu stehen.

Manchmal erkläre ich etwas zum zweiten und dritten Mal
und sehe trotzdem in fragende Gesichter
Manchmal entschuldige ich mich für Dinge
nur um irgendetwas zu sagen und dann zu gehen
Manchmal ziehe ich mich zurück
um diesem Wahnsinn um uns herum zu entfliehen.

Meistens bin ich unendlich dankbar dafür
dass du mir so viel zeigst und
dass ich dich begleiten und tragen darf, mein Kind.

was wird sein

5 comments

  • Manuela Wiedner

    spricht mir voll aus dem Herzen

    Danke Manuela

  • Sabine

    Ganz toll geschrieben…
    Spricht mir aus dem Herzen

  • Reinhard

    Danke für die Gedanken, die Worte.
    Sie treffen meine Situation voll und ganz.
    Tochter (36, und zwei Kinder) seit 2 Jahren häufige und schwere epileptische Anfälle schon mit mehreren wochen-langen Klinikaufenthalten. Und einer ihrer Jungs (7) ASS und AdHs.
    Manchmal bin ich an meiner psychischen und physischen Grenze.
    Da tun solche Zeilen wie diese, „manchmal und meistens“, einfach nur gut.
    Nochmal DANKE❣️

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