Wie du gut ins neue Jahr starten kannst und was ich dir dafür mitgeben möchte

Keine Angst, das ist kein weiterer Beitrag zum Thema “Welche Vorsätze hast Du für`s neue Jahr?”
Das sind wir ja alle irgendwie leid, denn die allermeisten kennen das Gefühl, wenn ein paar Wochen später schon der erste Frust kommt, weil wir doch wieder vergessen oder aus den Augen verloren haben, was wir tun, erleben und verändern wollten.

Ich wünsche mir, dass du nach dem Lesen sowas wie Rückenwind fühlst und die Gewissheit hast, mit den Themen, die dich beschäftigen und dir nicht selten schlaflose Nächte bereiten, nicht mehr so allein zu sein.

Schauen wir mal, ob mir das gelingt. :-)

Quelle: pixabay, User blickpixel, vielen Dank!

Machst du dir darüber Gedanken?

Hast du das Gefühl, dass der Berg auf deiner To-do-Liste nicht kleiner, sondern immer größer wird?

Denkst du manchmal, dass du den Überblick verloren hast und allerhand vergisst, was aber unbedingt bedacht werden sollte?

Und würdest du dich gerne mal intensiv um das ein oder andere Thema kümmern, das schon so lange vor sich hin dümpelt?

Und wenn du ein autistisches Kind hast, treiben dich wahrscheinlich noch ganz andere Fragen um, wie:

Wie sollen wir den richtigen Weg in Kita, Schule, den Erwachsenenbereich, ins Wohnen finden?

Was ist die richtige Therapie, eine angemessene Förderung? Auf wen soll ich hören?

Wer kann uns unterstützen, um gut überlegte Entscheidungen zu treffen?

Wie kann mein Kind möglichst selbstbestimmt leben, obwohl es viel Unterstützung und Assistenz benötigt?

Und nicht zuletzt: wer soll sich all diese Gedanken machen, all diese Dinge in die Wege leiten, wenn ich, wenn wir Eltern, wenn enge Bezugspersonen nicht mehr da sind?
Das ist wohl mit die größte Sorge, die wir Eltern mit uns herumtragen.

Das ist eine beachtliche Liste (zu der dir wahrscheinlich noch etliche weitere Punkte einfallen) und die vielen Fragen kann ich dir in diesem Blogbeitrag nicht beantworten.
Ja, das wäre schön, wenn das so leicht ginge. Wenn du auf Ellas Blog herumstöberst, wirst du zu den einzelnen Themenbereichen hier und da etwas finden und mit der Zeit ein sichereres Gefühl bekommen, wie sich die Dinge ineinander fügen und was für dich und deine Familie ein stimmiger Weg sein könnte.
Genau das wird nämlich häufig von außen ignoriert bzw. übersehen – nicht jede Autistin, nicht jeder Autist, nicht jede Familie braucht dasselbe, um ein gutes und erfülltes Leben führen zu können. Es gibt viele Überschneidungen an Bedürfnissen, aber darüber hinaus auch höchst individuelle Lebenssituationen und Persönlichkeiten.

Warum erzähle ich dir das an dieser Stelle?
Weiß ich doch schon alles, wirst du dir vielleicht denken.

Dein Recht auf persönliche Entscheidungen

So oder so möchte ich dir gleich zu Beginn des Jahres mitgeben, dass du mit deinem autistischen Kind, deinem autistischen Angehörigen ein Recht auf sehr individuelle und höchstpersönliche Entscheidungen und Maßnahmen hast. Wenn man es rechtlich untermauern möchte, dann findest du das Werkzeug für Argumentationen in dieser Hinsicht in der EU-Behindertenrechtskonvention und im Bundesteilhabegesetz (BTHG).
Diese rechtlichen Aspekte sollen hier und heute aber keine tragende Rolle spielen (die kommen an anderer Stelle zur Sprache) – jetzt und hier möchte ich dir das Selbstbewusstsein mitgeben, dass du die Gestalterin bzw. der Gestalter eurer Zukunft sein kannst und nicht allem und jedem ausgeliefert bist.

Ja, ich weiß, und ich höre schon einige bitter auflachen, die den langen Hebel von Insititutionen und Ämtern immer wieder zu spüren bekommen, die nicht selten zu etwas genötigt werden, was sie nicht möchten, und Wege gehen sollen, die den Bedürfnissen ihrer Kinder und Angehörigen widersprechen.
Ich weiß und das kann man nicht wegwischen. Man darf es nicht wegwischen, denn es ist oft tragisch. Und es ist noch so viel Aufklärung an allen möglichen Stellen nötig.

Aber was sind dann unsere Möglichkeiten?

Hier im Blog war es in den letzten Monaten etwas stiller – nicht zuletzt auch, weil ich Folgendes nochmal zu spüren bekommen und verinnerlicht habe:

Wir können hinnehmen, was und vorgegeben wird und damit auch in Kauf nehmen, dass dies nicht immer optimal ist und unserem innersten Wissen und unserer Erfahrung widerspricht. Manchmal müssen wir auch hinnehmen, weil keine Kraft mehr da ist.

Oder wir können in den Diskurs gehen, für die Bedürfnisse und Rechte unserer Kinder einstehen und dabei einiges an Kraft lassen, die wir eigentlich so dringend an anderen Stellen in unserem Leben brauchen. Manchmal ergeben sich dabei gute Lösungen, manchmal müssen wir dennoch hinnehmen, was sich falsch anfühlt, weil aller Kampf nichts nützte.

Wir können uns auch mit anderen Familien solidarisieren, um Kräfte zu bündeln, um Erfahrungen auszutauschen, um nicht jedes Thema von vorne alleine zu durchdenken und durchkämpfen zu müssen. Das geht z.B. über Vereine, Selbsthilfegruppen, digitale Gruppen oder auch im Mitgliederbereich von Ellas Blog.

Wir können weiter aufklären, aufklären, aufklären, wo immer es möglich und nötig ist und dabei nie aus dem Blick verlieren, dass bei dieser Aufklärung immer mehrere Perspektiven zusammenkommen müssen, um dem Thema Autismus gerecht zu werden: Aufklärung von Autistinnen und Autisten, von Fachleuten und von Angehörigen.
Oft ist es auch nötig, andere darauf hinzuweisen, die mit ihrer Perspektive in Anspruch nehmen möchten, der Weisheit letzten Schluss zu vertreten.
Was du hier auf Ellas Blog findest, ist Aufklärung aus Elternperspektive – nicht mehr und nicht weniger.

So – langer Rede kurzer Sinn.

Was können deine nächsten Schritte sein?

Überlege, ob du Gestalter/in eurer Zukunft sein möchtest und bleibe dran an allen Themen, die wichtig für dich und deine Familie sind. Hol dir Inspriation, lies Erfahrungen und nimm Begleitung in Anspruch, wenn nötig und wenn es sich richtig anfühlt. Denn es ist oft soo schwierig, nicht gleich wieder den Mut zu verlieren oder die Kraft für alles aufzubringen und nicht den Überblick zu verlieren.

Alles fängt mit dir an.
Nicht mit den Erzieherinnen, Lehrkräften, Nachbarn, Verwandten, deinem Kind, den Damen und Herren vom Bezirk oder dem Jugendamt. Nein: alles beginnt mir dir.

Was hat dir im vergangenen Jahr am meisten geholfen? Was hat dich weitergebracht? Gab es Schlüsselmomente oder Personen, die dich beeindruckt, geprägt und positiv beeinflusst haben?

Was möchtest du im neuen Jahr auf keinen Fall mehr so machen, wie im letzten Jahr? Welche Themen oder auch Personen möchtest du hinter dir lassen?

Wie möchtest du dich in genau einem Jahr fühlen, wenn du an 2022 zurückdenkst?
Schalte dein Kopfkino an und stell dir vor, was du bis dahin bewegt haben wirst, was sich gefügt hat und welche Themen du getrost ad acta legen kannst.

Wen oder was brauchst du dafür?

Meine Angebote an dich

Ich freue mich, wenn ich dich dabei ein bisschen begleiten darf und lade dich herzlich ein, die Angebote von Ellas Blog wahrzunehmen – es gibt zahlreiche kostenlose Möglichkeiten, um dir reichlich Erfahrung anzulesen oder auch herunterzuladen – du wirst viele niedrigpreisige Angebote finden, wie Bücher, Minikurse und ähnliches – und auch für zeitlich oder inhaltlich intensiverere Zusammenarbeit mit mir wirst du Angebote finden, bei denen ich an deiner Seite sein kann.
Für ganz viele von euch ist etwas dabei – ganz so, wie du es brauchst und möchtest und kannst.

Nutze die Unterstützung, die dir andere Menschen anbieten.
Und nutze auch gerne die Möglichkeiten, die du auf Ellas Blog findest:

Wenn du jetzt sowas wie Zuversicht und Aufbruchstimmung verspürst, schau, was dir weiterhelfen könnte. Das kann sich mit der Zeit verändern und entwickeln, so wie sich auch mein Angebot hier auf Ellas Blog stetig weiterentwickelt. Das, was heute da ist, gibt es vielleicht in einem Jahr nicht mehr genau so, sondern anders oder auch etwas ganz Neues.

Darin spiegeln sich meine Visionen und Gedanken wider, die zum einen durch mein eigenes Leben mit autistischem Kind gepeist werden, aber auch über die vielen Erfahrungen, die ihr mir zutragt. Daraus entwickelt sich immer wieder etwas Neues und das wünsche ich dir auch.

Informiere dich regelmäßig, tausche dich aus und fühl dich nicht länger als EinzelkämpferIn. Es wird nicht alles wie geschmiert laufen, es werden sich Hindernisse und Hürden auftun, du wirst Widerstände zu spüren bekommen – von anderen, aber auch aus dir selbst heraus – aber du musst dich nicht alleine damit fühlen.

Rückenwind, Perspektiven und Community

Möchtest du wissen, worauf ich mich im nächsten Jahr konzentrieren werde?

Total gerne erzähle ich dir davon. Aber dieser Blogpost ist schon so lang geworden, dass ich es aufs nächste Mal verschiebe. Dann kannst du darüber lesen, was bei mir ansteht und auch, was das mit Ellas Blog zu tun hat bzw. wie es sich hier auswirken wird.
Ich freue mich schon darauf, dir davon zu berichten.

Aber jetzt pick dir erstmal die Fragen von oben heraus.

Fühle in dich hinein und schau mal, ob du ein bisschen Rückenwind mitnehmen kannst, ein paar Perspektiven und das Gefühl, nicht mehr so allein zu sein.

Wenn du auf Ellas Blog etwas endeckst, das dir aktuell weiterhelfen kann, bin ich total happy – und du hoffentlich auch.

Bis zum nächsten Mal!

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