Warum eine Mutter Tipps nach dem Schulausschluss ihrer autistischen Tochter braucht

Gastbeitrag:

Liebe Silke,

danke das du mir die Möglichkeit eines Gastbeitrages gibst. Denn ich glaube wir sind mit dieser Situationen nicht allein. Vielleicht kennen andere auch die Lage, in der wir sind.

Heute gegen zehn Uhr kam ein Anruf von der Schulbegleitung meiner elfährigen autistischen Tochter: “Ihr Kind ist verschwunden, ich bin noch hinterher, aber weiß nicht wo es hin ist. Es ist Richtung Hauptstraße gerannt.“
Ich habe mich also direkt fertig gemacht und bin mit unserem Hund zum Bus und runter in die Stadt. Die Schule ist immerhin sechs Kilometer entfernt. Auf dem Weg schaute ich die ganze Zeit, ob ich Sabrina (Namen geändert) sehe. Nichts.
Die Schule rief mich in dieser Zeit auch an und informierte mich über die Situation und ich informierte meinen Freund auf der Arbeit. Ich kam gerade in der Stadt an, nirgends ein Hinweis auf meine Tochter, da wurde ich von der Schule informiert, dass nun die Polizei alarmiert wird.

Für mich begann eine Odyssee mit Telefonaten im Zwei-Minuten Takt. Sabrina tauchte nicht beim Papa auf der Arbeit auf und auch die Polizei fand sie erstmal nicht.
Ich bin also zur Schule erstmal um die Sachen zu holen. Da kam dann auch schon die Polizei am Gelände an und fragte, ob es in letzter Zeit schon mal so Aktionen gab und ob es einen Auslöser gab bzw. Hintergründe, dass das Kind gerade so reagiert.
Ja, die Auslöser gab es.
Sabrina hatte am Wochenende zu wenig Schlaf durch den leiblichen Vater bekommen, wir stehen gerade kurz vor einem unfreiwilligen Umzug wegen Mieterhöhung, sie hatte gerade nach sechs Jahren Freunde gefunden und verliert diese wegen des Umzugs nun wieder und zieht in einen Stadtteil, wo sie keinen kennt. Da hilft es auch nicht, dass die Schulfreunde gleich bleiben. Was aber in der Schule passiert war, wusste ich da noch nicht. Wir vereinbarten, dass ich mit einer der vier suchenden Streifen mitfahre, da ich Sabrina ja am ehesten erkenne.

Wir waren gerade in den Einsatzwagen eingestiegen, da kam über Funk, dass sie Sabrina gefunden haben. Schon kurz vor zu Hause. Sie sei aber unkooperativ, wolle nicht bei ihnen bleiben und würde weiterlaufen. Der Wagen, in dem ich saß. fuhr dann mit Sonderrechten in Richtung nach Hause und hielt quer auf der Straße, so dass ich Sabrina entgegengehen konnte. Da sie sich dann immer noch nicht aufhalten lassen wollte, bat ich die Polizei um Distanz und sagte, dass ich nun sicher allein klarkomme. Wir verabschiedeten uns und ich also meiner Tochter hinterher.

Sie beruhigte sich dann ohne die Polizei auch schnell, ließ sich in den Arm nehmen und die Jacke anziehen, die sie in der Schule vergessen hatte.

Zuhause wurde dann erst mal viel gekuschelt und ich brachte in Erfahrung, dass Sabrina auch nicht bei der Polizei bleiben wollte, da diese kürzlich durch „nicht Donut essen“ das Weltbild zerstört hätten und sie daher immer noch sauer auf die Polizei ist (Danke Medien für diese Polizeidarstellung -.-).
Ich erklärte Sabrina, dass wir uns alle Sorgen gemacht hatten und die Polizei sie in meinem Auftrag gesucht hat (Ja ich weiß, ist nicht ganz richtig, die Schule hat die Polizei gerufen, aber lieber eine kleine Notlüge, als dass Sabrina allergisch auf die Schule reagiert). Ich sagte ihr auch, dass sie bei der Polizei bleiben soll, falls sie noch einmal von ihr aufgehalten werden sollte (was ich natürlich nicht hoffe), weil ich mir Sorgen gemacht hatte und dass ich finde das wir der Polizei auch danke sagen sollten, dass sie uns so sehr geholfen haben.

Mittlerweile versteht Sabrina, dass die Polizei helfen wollte und möchte sich bei der Polizei mit Donuts bedanken. Sie hat verstanden, dass wir uns alle sehr viele Sorgen gemacht haben und hat sich dafür bei mir entschuldigt und möchte das auch noch bei der Klassenlehrerin und der Schulbegleiterin machen.

Der erste Auslöser für das Weglaufen war, dass zwei Klassenkameraden ein Obststück nicht wollten und dass sie es dann doch wieder selbst einstecken sollte. Sabrina nahm dies als Schimpfen auf, der Müdigkeit wohl geschuldet. Sie ging zur Beruhigung in die Bibliothek und verblieb da etwas und zur Pause war sie bereit zu reden. Sie erzählte dann auch von der Müdigkeit und sie sollte mit Schulkameraden drinnen bleiben statt raus zu gehen. Sabrina wollte aber raus und versuchte aus dem Raum zu gehen. Die Tür wurde wohl zugehalten und sie schlug auf die Tür und die Hand der Lehrkraft ein. Sie wurde dann rausgelassen und verschwand.

Ja, es ist definitiv nicht okay, jemanden zu schlagen und das hat Sabrina auch eingesehen. Allerdings reagiert sie über, wenn sie eingesperrt wird oder das Gefühl des Eingesperrtseins hat. Sie wird dabei wegen Vorerfahrungen getriggert. Dennoch weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich erläutern soll, dass ich den Ärger der Lehrkraft verstehe, aber wir ja mit Therapeuten daran am arbeiten sind und Sabrina das nicht aus bösem Willen tut.

Wir haben nun wieder ein Schulgespräch vor uns. Sabrina wird eine Woche einen Schulverweis haben. Im Großen und Ganzen, weil sie verschwunden ist. Ich hatte nicht mal die Möglichkeit, vor Erteilen des Verweises für mein Kind zu sprechen, sondern wurde nur informiert, dass der Verweis bereits auf dem Weg zu uns ist.
Ich habe Angst, dass Sabrina in naher Zukunft wieder aus der Schule fliegt und wir dann gar keine Schule mehr haben, die sie aufnimmt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, mit welchen Argumenten ich noch in solche Gespräche gehen soll. Wenn Ihr Ideen habt, bin ich sehr froh darüber.

Ich bin gerade nur froh, dass die Polizei sehr empathisch war und nicht versucht hat, Sabrina gegen ihren Willen festzuhalten, sondern einfach hinter ihr hergelaufen ist bis die Kollegen mit mir da waren. Wenigstens das war etwas, wofür ich heute wirklich dankbar war. In diesem Sinne war heute unser größter Helfer wirklich das Team der Polizei, die so empathisch geholfen haben.

 

Habt Ihr Tipps, was man tun kann, um in ein gutes Gespräch mit der Schulleitung zu kommen?

Was folgt jetzt?

Liebe Grüße

Eine Mama

19 comments

  • Mandy-Lilith

    Das hört sich ganz nach meinem Sohn an. Ich verstehe Dich so gut. Wirklich alles was Du beschrieben hast, hätte er sein können. Zum Glück hat unsere Schule erkannt das man mit solchen Schulverweisen eine Schulunlust fördern kann und manche Kinder dann dieses Verhalten an den Tag legen, wenn sie nicht keine Lust auf Schule haben.

    Bleib stark für Dein Kind und teile, wenn Du es noch nicht gemacht hast, das auch der Schule mit, dass Verweise keine Lösung sind. Auch die Schule sollte sich auf das Verhalten Deiner Tochter einstellen und mit ihr besprechen, was es für Möglichkeiten gibt, womit beide Seiten in Notsituationen auskommen können. Das muss trainiert werden und zwar von allen Seiten.

    Es ist nie immer nur einer Schuld!

    Ich wünsche Euch viel Erfolg und Kraft.

  • Antje

    Meine Erfahrung ist offen und ohne veruteilende Worte mit der Schulleitung zu sprechen. Erklären wie es zu dieser Situation kam und darum bitten das in Zukunft auf die Bedürfnisse ihrer Tochter Rücksicht genommen wird. Es war ja ganz eindeutig eine Überforderung. Ein gut ausgebildeter EFH hätte das erkennen sollen und vermitteln einwirken sollen.

  • Simone

    Meine Tochter ist 16 und läuft ständig weg. Sie ist jetzt an einem Berufskolleg und mir wurde von der Schulleitung gesagt, ich müsse die Polizei selber anrufen. In dem Moment, als sie noch nicht gefunden war, wurde ich zu einem Gespräch 4:1 gebeten. Dessen Protokoll meine Tochter am nächsten Tag unterschreiben musste. Das ist ein absolutes No-Go!
    Lass Dich nicht in die Enge drücken. Deine Tochter hat sich nicht absichtlich so verhalten. Sie konnte nicht anders. Sie hat das Recht, dass ihre Behinderung akzeptiert wird.
    Oft liegt es daran, dass anderen Menschen (Schulleitung/Lehrer) das nicht richtig bewusst ist, obwohl sie sich vielleicht sogar bemühen.

  • Petra Hörenz-Freiberg

    Oh, wie sehr verstehe ich dich!
    Ich habe leider auch nicht nur einmal diese Situation erlebt. Mit meinem, nun inzwischen 21 jährigen, Sohn.
    Leider war er an einigen Schulen und ich immer voller Hoffnung auf Verständnis. Leider vergebens und nicht nur Lukas hatte die gesamte Zeit über einen hohen Leidensdruck und letztendlich hinderte alles seiner Entfaltung. Trotz hohem IQ konnte er auch Ausbildungen nicht beenden. Er setzte sich inzwischen selbst so unter Druck und wollte “ der Norm entsprechen“ und scheiterte mit psychischen Folgen.
    Habt ihr eine Selbsthilfegruppe, einen Autismusverein, den ihr vielleicht selbst gründete, mit betroffenen Eltern?
    Wo ist eure Anlaufstelle bei autismusspezifischen Problemen?
    ICH habe mir am Ende immer jemanden Kompetentes zu den Gesprächen in der Schule mit genommen. Diese klärten zeitgleich die Pädagogen über Autismus im Allgemeinen und im Besonderen über meinen Sohn auf. Wir Vereinsmitglieder boten selbst in Schulen Aufklärung an.
    Z.T.wurde es gut angenommen.
    Ich hatte entweder der Therapeuten von Lukas mit, Vereinsmitglieder, Schulbegleiter.
    Apropo Schulbegleiter: hast du so etwas beantragt und gestellt bekommen beim Jugendamt? Dies ist dein und das Recht deiner Tochter. Man kann vereinbaren, wo dieser bei welchen Schwerpunkten dabei ist.
    Viel Kraft und Erfolg!

  • Heike Burkhardt

    Ich würde nachfragen, welchen Sinn die Schule in dem Verweis sieht. Dafür würde ich Verständnis äußern – und darauf hinweisen, dass dieser Sinn beim Kind so nicht ankommt.
    So eine Ordnungsmaßnahme hat ja eigentlich den Sinn, dass Regelverste geahndet werden und man so zu regelkonformem Verhalten gelangt. Das wird bei einem autustischen Kind schwierig, weil es das nicht kann.
    Für die anderen Kinder wird damit aber die relative Unwirksamkeit der Maßnahme deutlich und als Lehrerin sehe ich die Gefahr, dass ich dieses Mittel „Schulausschluss“ damit für alle entwerte.
    Sie machen sich ihre eigenen Werzeuge damit kaputt.
    Für dieses Kind muss man Regeln finden, die es einhalten kann oder persönliche Notfallregeln für den Fall, dass es einfach nicht geht.

    Zum Beispiel eine Person bestimmen, der Bescheid gegeben wird, dass sie jetzt heimfahren muss. (Wenn ich bei der Sekretärin den blauen Schein abgebe, bedeutet das, ich bin auf dem Weg nach Hause.

    Geht natürlich nur, wenn die Lehrkräfte das verstehen…

  • Heike

    Liebe Mama von Sabrina,
    auch wir hatten schon den Ausschluss vom Unterricht, den ein oder anderen Anruf mein Kind abzuholen und diverse Elterngespräche. Zum Glück habe ich eine wunderbare Ansprechpartnerin beim Jugendamt, die auch sehr engagiert ist. Mittlerweile haben wir auch wieder einen ganz tollen Schulbegleiter (wir hatten auch schon das absolute Gegenteil) und ich hole mir auch gerne mal Seitendeckung bei der Schulsozialarbeiterin, denn auch dafür sind diese da. Zudem haben wir noch eine tolle Therapeutin, die sich auch der Schule gerne für Fragen zur Verfügung stellt.
    Hört sich jetzt alles ziemlich perfekt an, aber es war ein sehr langer Weg mit vielen Rückschlägen bis hierhin.
    Das Einzige wo wir keine Erfahrung haben, ist die Weglauftendenz.
    Bei uns war es so, dass es nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule 2 mal (durch eine geänderte Zusammensetzung der Klassen) eine Infoveranstaltung für die Schüler und Lehrer gab und dass auch der Schulbegleiter sehr viel wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet hat. Bevor wir aber so weit waren, habe ich mir spontan die Dame vom Jugendamt zum Gespräch dazu geholt. Alleine schon um nicht unterzugehen. Aus dem Ganzen hat sich solch ein gutes Gespräch mit positiven Folgen entwickelt, dass ich da immer noch dankbar bin um ihre spontane Zusage. Wenn du magst, schreib mich gerne mal an. Ich weiss ja nicht, wie das so bei euch geregelt ist mit den Zuständigkeiten. (In RLP ist das Juamt zuständig für die Schulbegleitung bei Autismus)

  • Klara

    Mir fällt auf die Schnelle nur eins ein, denn ähnliche Situationen kenne ich auch, doch unser Sohn hätte sich eher versteckt, da er den Heimweg nicht finden würde und er auch nur mit Auto zu bewältigen war.

    Aber davon ab: was ist denn mit dem Schulbegleiter? Verzweifelt die Mutter anrufen ist nicht seine Aufgabe. Selber handeln ist es. Er muss erst richtig geschult werden, denn mit solchen Situtationen muss er umgehen können, dafür ist er da.

    Inweiweit die familiäre Situation da wirklich reinspielt, kann ich nicht sagen. Bei uns war schon alles zu spät gewesen, da konnte ein Umzug nichts mehr schlimmer machen. Unserem Sohn wurde aber auch die vertraute Schulbegleitung frech gekürzt und dann war das Vertrauen vollends weg.

    Wie gesagt: es wäre wichtig, den Arbeitgeber der Schulbegleitung anzusprechen, damit die Lösungen trainieren.

    Und wegen des Schulausschlusses? Ein schriftlicher Widerspruch lohnt sich meistens selten. Bis das rechtlich aufgearbeitet ist, ist die Sache schon lange Vergangenheit und wird hoffentlich nie wieder vorgekommen. Es geht also wirklich nur, die Schule auf die Sinnlosigkeit dieser Erziehungsmaßnahme aufmerksam zu machen und dies bei einem runden Tisch mit I-Hilfe und Arbeitgeber, Lehrer und Therapeuten zu besprechen.

    Leider habe ich nicht allzuviele gute Tipps parat, denn bei uns ist es damals alles sehr schief gelaufen und wir sind in viele Fettnäpfchen getrampelt, die man uns von Behördenseite sehr negativ ausgelegt hat.

  • Saskia

    Meistens wird ja geschrieben was nicht so gut funktioniert.
    Sind noch mehr Eltern wie Heike da, wo es funktioniert?
    Schön wäre es mal zu erfahren wie es laufen kann. Wie funktioniert es bei anderen Kindern?
    Wie steht die Schule zu dem Thema?
    Wer sorgt für einen reibungslosen Ablauf?
    Wer kümmert sich um die Ausbildung der Schulbegleiter?
    Wie viel Entgegenkommen gibt es?
    Wo findet man Menschen die einen unterstützen können?

    Bei uns an der Regelschule wie auch am Förderzentrum war die Haltung immer, das Kind hat zu funktionieren, sonst kann es nicht beim Unterricht mitmachen. Der Schulbegleiter hatte keine Schulung bekommen.
    Es gab wenig Ansprechpartner die unterstützen konnten. Und wenn jemand auf der Seite des Kindes stand, wurde er ignoriert.
    Nach Jahren des ausprobierens sind wir an einer Privatschule gelandet und endlich kann sich das Kind entfalten und zeigen was es kann. Er kann nämlich!
    Es gibt auch Regelschulen die es können, man muss nur den Mut haben so lange zu suchen bis es passt. Nicht an sich und dem Kind zweifeln, sondern weiter machen.

    • Heike

      Bei Fragen gerne anschreiben, ich denke, da ich hier mein Einverständnis gebe, kann man mich gerne via Mail kontaktieren :)

    • Silke

      Ich habe die Email an die Mutter weitergeleitet – vielen Dank :-)

    • Silke

      Ich kann dir auch antworten bei uns funktioniert es, auch auf der Regelschule… bevor unser Sohn aufs Gymnasium gewechselt ist hatte ich Gespräche mit alles Rektoren aller Schulen und bei dem ich unser Kind am besten aufgehoben gesehen habe haben wir ihn angemeldet…. das war und ist aber sehr viel Arbeit und Aufwand…..vorallem zeitlich…
      zuständig sind wir alle, in erster Linie ich, ich führe die Gespräche, kläre die Lehrer auf jedes Jahr aufs neue.
      Die Schulbegleitung ist geschulte Fachkraft mit einem vorausbildung ( Lehrer, er.zieher, ….) und wird vom Jugendamt bezahlt ( unser Jugendamt arbeitet mit einem autismusveerein zusammen der die Schulbegleitung einstellt).
      Ich bin immer wieder geschockt über das Verhalten mancher Lehrer -wie es hier zu lesen ist.
      Bei uns gab es e8nmal die situational er weg gelaufen ist und zuerst nicht auffindbar war. Da haben sich Lehrerin und Schulbegleitung gemeinsam auf den Weg gemacht um ihn zu suchen…. bevor ich überhaupt informiert wurde…. sie haben ihn dann auch gefunden im Schulgebäude und waren einfach nur glücklich, keine Vorwürfe ect… nur die Abmachung an welchen Ort er sich zurück ziehen kann wenn es ihm Zuviel wird…

      Es gibt auch tolle Schulen, Lehrer usw. ich würde es mir für alle unsere Kinder wünschen….

  • Hasenmutti

    Der Sb ist in dem Moment, in dem das Kind das Schulgelände verlässt verpflichtet die Schule darüber zu informieren, welche dann weitere Schritte einleiten müssen.
    SB haben KEINE Aufsichtspflicht, die obliegt ausnahmslos immer der Schule. Ob die Sb in diesem Fall das weg laufen hätte verhindern können ist schwer zu sagen und maße ich mir auch nicht an. Wohl aber hätte die Sb in der Situation vermittelnd eingreifen können, die wohl ursächlich fürs weg laufen war – nämlich das „Einsperren“ des Kindes (überdies möchte ich sagen, dass es bei keinem Schüler zulässig ist, die Tür zu zuhalten.)
    Ich kann hier auch nur ans Herz legen, sofern es die Möglichkeit gibt, ein Autismus Zentrum einzuschalten und ALLE Beteiligten zu schulen. Aufklärung ist sehr sehr wichtig.
    Grad gestern war ich als Elternvertreter bei einer pädagogischen Konferenz am Gymnasium eines meiner Kinder. Thema u.a. ein Mitschüler meines Kindes mit Asperger Autismus. Was die Damen und Herren Studienräte da von sich gegeben haben, hat mich schaudern lassen. Keiner hatte sich die Mühe gemacht (das Kind besucht diese Schule seit über 2 Jahren) sich über diese Diagnose im allgemeinen und die Bedürfnisse dieses Kindes im speziellen zu informieren.
    Im Gegenteil – es wird erwartet, dass dieses Kind die Pausen nicht, wie vom Kind gewünscht, allein verbringt, sondern auf den großen Schulhof geht. Damit es lernt, sich im sozial Gefüge einzufinden.
    Für Asperger typische Aussagen werden als mangelnde Erziehung und/oder Arroganz ausgelegt usw.. es fehlt einfach an Wissen zu diesem „Krankheitsbild“.
    In der Tat ist es jedoch auch wirklich nicht so einfach, wie unbeteiligte sich das in der Schule vorstellen. Ja, wir sollen Inklusion leben, aber diese betrifft eben nur Schüler mit Diagnosen bzw. mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Die Regelschüler, die jedoch auch ihre Schwierigkeiten mitbringen, z.B. weil sie schüchtern sind, gerade eine persönliche Krise durchlaufen usw., diese Kinder bekommen keinen Nachteilsausgleich. Sie bekommen keine „Extrawürste“, sie müssen da durch. Dieses ist für die Heranwachsenden nicht immer leicht zu verstehen und erst recht nicht zu akzeptieren. Und auch für die Lehrer ist es nicht wirklich leicht, alles immer richtig zu beachten. Es ist nie nur ein Autist in einer Klasse. Da sind (partiell) hoch- und tiefbegabte, Schüler mit ADS und ADHS, Schüler mit Wahrnehmungsstörungen, Sehschwächen, Legasthenie und Dyskalkulie, mit Angststörungen und vor allem mit extrem unterschiedlichen Charakteren.
    In der Theorie sieht man als Eltern „nur“ sein autistisches Kind. In der Praxis sind da einige Kinder mit Unterstützungsbedarf. Was dem einem Kind hilft, kann bei einem anderen zu Schwierigkeiten führen.
    Da helfen nur offene Gespräche – auch mit den anderen Eltern. Und vor allen Dingen: holt euch Fachpersonal, zur Unterstützung dazu.

  • Hasenmutti

    Ich kann nur für unser Bundesland sprechen – in Nds. benötigt eine Sb keinerlei Ausbildung, was immer mehr zum Problem wird.
    In meinem Landkreis gibt es einen Anbieter, der für den Landkreis erster Ansprechpartner ist, was die Vermittlung der Sb betrifft. Dieser Anbieter „bildet“ in einem 9 Monatigem WE Kurs die Sb aus – in den verschiedenen Bereichen – ESE, KME, Down Syndrom, Autismus, Förderschwerpunkt hören/sehen, erste Hilfe usw.. Dieser Kurs schließt mit einer Hausarbeit ab. Er ist nicht verpflichtend. Zudem werden regelmäßig Module zum Thema Autismus und ADHS angeboten. Aufgrund der vergleichsweise schlechten Bezahlung finden sich leider mehr Hilfs- als Fachkräfte. Ein Problem für alle Beteiligten. Qualitätsmanagement gibt es hier noch nicht.
    Es gibt tolle, motivierte, engagiete und (aus-/vor-) gebildete SB, die es schaffen den Drahtseilakt zwischen Schule – Kind – Eltern zu meistern.
    In erster Linie braucht es jedoch engagierte und motivierte Eltern, die bereit sind alles immer und immer wieder zu erklären und zu erkämpfen.
    Dafür wünsche ich allen ganz viel Kraft.
    P.S. Auch hier ist der Fachbereich Jugend des Landkreises für die Genehmigung des Sb zuständig.

    • Melanie

      Da spreche ich auch für NDS, mein Sohn ist Autist und hat einen Schulbegleiter der vom Jugendamt genehmigt wurde. Aus dem Gutachten des KJP, welches wir für die Beantragung des Schulbegleiters benötigten, geht eindeutig hervor das der Schulbegleiter meines Sohnes aufgrund der Autismus Diagnose nur ein Schulbegleiter mit entsprechender Ausbildung sein soll. Das Jugendamt selber hat im Unterricht hospitiert und hat nur eine Fachkraft mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung im Umgang mit Autisten genehmigt. Alle anderen ohne diese Ausbildung wurden abgelehnt. So hat mein Sohn einen Schulbegleiter mit entsprechender Ausbildung und HIntergrundwissen um den Autismus. Mein Sohn geht in eine Regelschule, er ging 6 Jahre ohne Schulbegleiter in eine Regelschule und seit ein paar Wochen hat er endlich eine.

      In erster Linie benötigen die Lehrer auch Aufklärung! Die Lehrer müssen auch gewillt sein sich einzulesen.

      Die Lehrer meines Kindes haben sich nach Bekanntgabe der Diagnose beim Autismuszentrum informiert, dankend Infos von uns entgegengenommen, sind im Austausch mit der Autismustherapeutin meines Kindes.

      Mein Kind darf z.b. auch den Klassenraum verlassen, selbständig, wenn es ihm zu viel wird. Es wurde ein Platz ausgemacht an den er sich dann begibt um sich „abzureagieren“ das klappt zu 95%.

      Wenn man ein autistisches Kind unter Druck setzt und es zwingt es für es unhaltbare Situation auszuhalten, dann macht man als Schule sich das Problem selber, das darf aber nicht zu Lasten des Kindes gehen.

      Ein Schulbegleiter sollte in der Lage sein, Situationen zu erkennen, die sich langsam hochschauckeln und genau dann helfend eingreifen, das ist sein Job! Wenn er das nicht weiß und nicht hinbekommt dann sollte er zu einem anderen Kind wechseln was keine Autismusproblematik hat. Autistische Kinder (ja nach Ausprägung natürlich) sind durchaus in der Lage zu lernen welche Situationen brenzlig werden können und zu erkennen wann es ggf. besser ist die Situation zu verlassen um runterzufahren. Das lernen sie u.a. auch in einer entsprechenden Situation. Aber wie gesagt, das hängt halt ganz davon ab wie schwer der Autismus ausgeprägt ist aber einem Asperger Autisten ist das durchaus möglich, wenn es ggf. auch ein langer Weg ist. Mein Kind merkt wann es brenzlig wird, kann die Situationen auch benennen und sich reflektieren und dann gegensteuern. Das Ergebnis einer noch laufenden Autismustherapie. Allerdings ist mein Kind „nur“ Asperger mit diversen anderen Diagnosen dazu.

  • Eveline

    Ich weis nicht ob meine Antwort dir helfen kann, aber ich hoffe es.
    Ich bin selber 2 mal weggelaufen, einmal im Kindergarten, das zweite Mal in der Grundschule.
    Die erste Situation war aus Frustration, bei der Zweiten war es komplette Reizüberflutung, ich habe das aber erst später verstanden und gelernt damit besser um zu gehen.
    Meine Mutter hatte wegen mir viel Ärger mit der Schule (hätte ich eine Diagnose gehabt wäre ich vermutlich gleich auf eine Sonderschule abgeschoben worden das war in den ’80ger Jahren noch so). Sie hat mir vieles erklärt, dass ich es besser verstehen konnte und so langsam mit der Welt außerhalb der Familie besser klar gekommen bin.
    Meine Mutter hat mir beigebracht, dass weglaufen nicht immer die beste Lösung ist wenn ich ein Problem habe.
    Bei der Grundschule hat sie leider nicht viel erreichen können, aber ich bin immerhin nicht auf die Sonderschule geschickt worden, ich habe obwohl vielleicht mehr möglich gewesen wäre einen Hauptschulabschluss gemacht (ich hatte große Angst vor Veränderungen und bin immer wenn auch nur andeutungsweise das Gespräch auf einen möglichen Schulwechsel kam auf die Barrikaden gegangen, in der Leistung abgerutscht und in meinem Schneckenhaus verschwunden).

    Wenn eine Tür zugehalten wird, ist das in der Wahrnehmung für mich wie ein körperlicher Angriff, weil es eine physische Aktion ist. Es ist schwer genug in einem Raum mit Menschen zu sein die einen nicht verstehen können (weil man selber in einer völlig anderen Welt lebt) . Die Menschen wissen meistens nicht, dass sie seltsam riechen, alles was sie machen laut ist (manchmal sogar der Atem), dass die Leuchtstoffröhren immer, aber wirklich immer flackern, und Kopfschmerzen machen wenn man müde ist.
    Es ist nicht leicht in dieser Welt zu leben, eigentlich ist jeder Tag eine Herausforderung, manchmal kann ich damit besser umgehen, manchmal aber auch gar nicht. Ich wollte schon öfter aufgeben, wenn ich wieder mit Situationen konfrontiert war die mir einfach zu viel waren, aber ich kämpfe weiter weil ich gelernt habe auf zu geben ist wie weglaufen.

    Vielleicht müssen die Lehrer verstehen wie es in der Welt deiner Tochter ist, sie kann es ihnen vielleicht noch nicht selber sagen, aber wenn es ihnen ein Erwachsener erklärt verstehen sie es vielleicht besser.

    Ich habe immer noch keine Diagnose, und mit Blick auf das Leben meines kleinen Bruders der 15 Jahre jünger als ich ist und weiter von der „normalen“ Welt entfernt als ich ist das wohl auch besser so, weis aber ungefähr wo ich stehe und will auch keine weil es mein Leben wie ich es mir jetzt aufgebaut habe gefährden würde (ich habe Arbeit und wohne alleine mit meinen 2 Katern). Mein Bruder hatte eine weite Reise über eine Sonderschule für Geistig- und Mehrfach“Behinderte“ , Realschule mit Schulbegleiter, Feststellung seiner Fähigkeiten in einer Einrichtung, dann keine Ausbildungsstelle bekommen, doch in eine Werkstatt, jetzt hat er sich einen Ausbildungsplatz erkämpft und ich bin so stolz auf ihn, weil ich weis wie schwer das für ihn gewesen sein muss, und ich weis den Mut noch einmal auf zu stehen und für mich zu kämpfen hätte ich wäre ich an seiner Stelle gewesen nicht gehabt.

    Entschuldige bitte wenn ich langatmig geschrieben habe und meine Gedankengänge für dich vielleicht chaotisch sind, aber zu dem Thema fällt mir so viel auf einmal ein (und ich bin etwas in Eile weil ich gleich in die Nachtschicht gehe).

    Liebe Grüße und verliere bitte nicht den Mut deine Tochter wird es dir einmal danken :)

    • Heike

      Liebe Eveline,
      Respekt und vielen Dank für Deinen Text und die Chance Einblick in Deine Empfindungen und Gefühle zu bekommen! Du bist echt klasse!

  • Rosemarie Scheidle

    Ich bin die Mutter eines autistischen Mannes, heute 33 Jahre alt. Solche Probleme hatten wir natürlich früher auch, verjährt. Das hilft mir vielleicht, Donge weniger emotional zu sehen, pragmatischer. Ich bin jetzt Schulbegleitung und Assistenz, da ist Weglaufen auch schon vorgekommen und die Suche mach dem Schützling. Das ist aber auch für die Lehrer eine schwierige Situation, mit der sie schwer umgehen können. Immerhin tragen auch sie die Verantwortung für das Kind mit in der Pause. Es wird auch künftig Situationen geben, in denen das Kind weglaufen könnte, das lässt sich nicht ausschließen. Man könnte den Lehrer in der Paise von der Aufsichtspflicht entbinden und stattdessen dies in den Aufsichtsbereich des Schulbegleiters geben. Für das Kind wäre es gut, wenn es einen Rückzugsbereich nur für sich in der Schule hätte. Mein Sohn hatte in seiner Schulzeit ein Zimmerchen für sich, die Schule hatte es ihm zur Verfügung gestellt.
    Es war für ihn eine Rückzugsmöglichkeit, auch wenn er kurz vor dem Ausrasten war.
    Wir haben auch einen Autismus Stammtisch, seit vielen Jahren. Der Austausch hat uns alen oft schon geholfen. Das Problem des Weglaufens kennen wir alle, da kam von jemandem der Vorschlag, die Kinder mit einem Sensor auszustatten, um sie bei Weglaufen leichter per Handy Ortung finden zu können. Man muss dann nicht
    Riesen Aktionen mit Polizeisuche starten.
    Ich hoffe, meine Vorschläge sind hilfreich.
    Grüße Rose

  • Manuela

    Ich finde es auf sehr wichtig, dass die Kinder lernen zu erkennen, wann es Sie zu viel wird und auf Ihre Bedürfnisse achten können. Gerade dies ist aber bei autistischen Kinder, besonders bei Kinder mit hochfunktionalen Autismus sehr schwierig. Für meine Kinder ist es viel schlimmer aufzufallen und z.B. in einen separaten Raum zu gehen als den Zustand ausgelöst durch zu viel Lärm oder zu viele Kinder, zu ertragen. Auch würden Sie keinen Schulbegleiter akzeptieren, was würden wohl die anderen Kinder denken?
    Auch wenn anpassen keine gute Lösung ist, geht es oft nicht ohne, weil Sie nicht unangenehm auffallen möchten. Natürlich ist es da wichtig, dass die Eltern den Kinder immer wieder vermitteln, dass Sie gut sind wie Sie sind, ist es trotzdem sehr schwierig.
    Grüsse Manuela

  • Monika

    Leider gibt es in diesem Bereich wohl keine gesicherte strukturelle und institutionelle Qualität. Alles ist abhängig von der persönlichen Motivation und Kompetenz einzelner, also individueller Qualität der involvierten Menschen. Hinzu kommt dann noch das föderalistische Chaos. Es wäre doch schön, wenn das alles einheitlich geregelt wäre. Kultushoheit hin oder her. Wir haben die Erfahrung gemacht, selbst von Jugendamt zu Jugendamt in unterschiedlichen Orten gibt es innerhalb der NRW Regeln keine Eindeutigkeit. Und selbst die Schulen haben keine Ahnung. Bei uns war es so, die Grundschullehrerin wollte unserem Kind nur individuelle Hilfestellung geben, wenn eine Diagnose vorliegt. und den Nachteilsausgleich würde es nur geben, wenn der SF Bescheid vorliegt. Als die Diagnose da war, da sollte der Sonderpädagogische Förderbedarf her. Den haben wir dann beantragt, dann war der zum Februar des vierten Schuljahres da. Im März hat uns das Regelschulgymnasium schon die Aufnahme bestätigt. Wir mit Diagnose und Sonderpädagogischem Förderbedarf zur Unterstufenkoordinatorin ( “ das ist gut, sie Haben SF, wir arbeiten mit dem HPZ die Sonderpädagogen kommen ins Haus). Auf der ersten Besprechung auf dem Gymnasium: alle zukünftigen Lehrer und der Direktor wird wieder gesagt, SF gut dann Nachteilsausgleich. Habe ich auf der Grundschule so gehört, auf dem Gymnasium, habe ich dann ausnahmsweise nicht hinterfragt. Jetzt in der 8. Klasse stellt sich raus, Kind hätte nie auf dem Gymnasium aufgenommen werden dürfen, da das keine Schule des Gemeinsamen Lernens ist. Mit dem Sonderpädagogischen Förderbedarf befindet er sich quasi illegal auf der Regelschule. Die neue NRW Regierung (CDU/FDP) hat die Regierungspräsidien angewiesen, konsequent diese Kinder von den Regelschulen zu entfernen.
    Ich teile die Einschätung, dass es sehr mühsam ist, jedes Schuljahr aufs Neue den Autismus im Allgemeinen und die spezifischen Ausprägungen bei unserem Sohn zu erklären. Immer und immer wieder Fallbeispiele erzählen, Bezug zum Autismus herstellen, also eigentlich beweisen, dass die individuellen Autismusphänomene gesicherte diagnosespezifische Phänomene sind. Unser Sohn ist sehr aspergerunsichtbar. Er will nicht auffallen. Ständig muss ich erklären, dass er sich nicht auf seiner Diagnose einen schlanken Fuß macht. Wir standen vor der Entscheidung, Regelschule mit Mobbing und immer erklären und immer Angst und immer Mißverständnis und den SF aufheben lassen oder Förderschule suchen. Unser Sohn hat dann gesagt, eine Schule, wo man sich mit Autismus auskennt. Also Förderschulen im Einzugsbereich angeschrieben. Von vier Schulen hat sich nur eine einzige gemeldet, sie seien leider voll. Das Gymnasium muss ihn weg haben, es findet sich keine Schule, wie toll sich ein Kind damit fühlt. Wir versuchen das von ihm weg zu halten. Aber der ist ja nicht doof. Ach so, und der Nachteilausgleich hat in NRW nix mit dem Sonderpädagogischen Förderbedarf zu tun. Der muß einfach mit Fürsprache einer Lehrkraft beim Schulleiter beantragt werden. (längere Arbeitszeit bei Klausuren zum Beispiel). Der SF bringt nur etwas auf Förderschulen oder auf Schulen des gemeinsamen Lernen. Da müssen dann nämlich Sonderpädagogen den Schüler begleiten. Und dann gibt es noch die Lern- und Förderempfehlungen, die klingen oft wie dei Kriterien des SF, aber die kommen aus dem Geltungsbereich des Schulgesetzen, wenn Schüler Versetzungsgefährdet sind. Bei uns ist von den Fachleuten alle Bezeichnungen immer synonym und durcheinandergewürfelt benutzt worden. Letztendlich sehe ich das so, besser hätte ich alle Gesetze und Anwendungsvorschriften durchdringen müssen, damit ich den Experten sagen kann, wie es läuft. Aber ich hatte so viel zu tun damit, mein Kind allen in der Schule zu erklären. Und gegen Omas und Opas musste ich es verteidigen, nein, das Kind ist nicht schlecht erzogen und wir sind keine pädagogischen Versager. Und nein, das Kind ist nicht krank, das geht nicht weg, da gibts keine Pille für. Habt doch Mitgefühl, das ist ein wunderbarer Mensch, der ob seines Daseins und seiner Leistung das Leben zu meistern so viel Respekt verdient. Und manchmal habe ich das Gefühl, das auch die Eltern Respekt verdient hätten. Aber das sollte ein anderes Thema sein. Vielleicht mag es jemand aufgreifen.

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