Leserbrief einer Studentin: „Als Quintessenz habe ich mir aufgeschrieben: Eltern kompetent!“

So gerne möchte ich Euch mit dem Einverständnis der Verfasserin einen Leserbrief zeigen, den ich erhalten habe.
Ich habe mich riesig darüber gefreut, vor allem weil es so schön verdeutlicht, dass wir mit unserer Aufklärung Menschen erreichen können, vor allem auch junge Menschen, die später mit Kindern wie unseren arbeiten werden.

Also, gebt niemals auf, mit Klischees über Autismus aufzuräumen und aufzuklären – es lohnt sich.

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Liebe Ella, liebe Silke,

nach deinem ehrlichen, authentischen und fesselnden Vortrag an der PH Heidelberg, an der ich Sonderpädagogik auf Lehramt studiere, habe ich mir auch noch das Buch zum Blog gekauft. Ich würde dir gerne eine Rückmeldung zu beidem geben.
Ich finde es toll, wie ehrlich du warst und wie du das Leben mit einem autistischen Kind zwar humorvoll, aber ohne es ins Lächerliche zu ziehen oder zu beschönigen, beschrieben hast. Dein Vortrag hat mich sehr bewegt und nachhaltig meine Denkweise verändert.

Zu dem Vortrag kam ich, weil ich nicht wirklich viel über Autismus wusste. Jetzt versuche ich auch in meinem Umfeld, die hartnäckigen Vorurteile gegen Autisten, wie mangelnde Empathie, zu entkräften.

NotizbuchAls Quintessenz aus dem Vortrag habe ich mir groß: „ELTERN KOMPETENT!!!!“ aufgeschrieben.
Auch wenn wir (angehenden) Lehrkräfte mit einem professionellen Blick auf die Schülerinnen und Schüler schauen, sind es doch die Eltern, die ihre Kinder tausendmal besser kennen.
Irgendwie war mir das die ganze Zeit nicht so bewusst. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung noch während meines Studiums machen durfte. Vielen Dank dafür!
Ich hoffe, ich werde später gut über meine Worte nachdenken, bevor ich sie ausspreche, damit ich nicht mit einer unüberlegten Äußerung ein Elternteil verletze.

Markiert habe ich mir unter anderem die Stellen im Buch, an denen du beschreibst, was einem/r Autisten/in im Schulalltag Unterstützung und Hilfe sein kann.
Sehr gelungen finde ich, dass du die verschiedenen Blickwinkel „zu Wort kommen lässt“, also nicht nur aus der Elternperspektive schreibst, sondern auch Beiträge von PädagogInnen und AutistInnen veröffentlichst.

Besonders berührt hat mich im Buch die Stelle, an der du schreibst, dass du nie das Gefühl hast, genug zu tun. Das tut mir sehr leid.
Vielen Dank für dieses tolle Buch und den tollen Vortrag!!

Das Buch zum Blog

Das Buch zum Blog

Viele liebe Grüße,
Anna

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Vielen herzlichen Dank, liebe Anna, auch nochmal an dieser Stelle, für Dein tolles Feedback. Ich erinnere mich an die Lesung in Heidelberg gerne zurück, es waren soooo viele interessierte Menschen da.
Danke, dass Du aufgeschrieben hast, was Veranstaltung und Buch in Dir bewegt haben und alles Gute für Dein Studium!

Herzlich Silke alias Ella :-)

One comment

  • R. Köhler

    Hallo Anna, danke das du diesen Brief geschrieben hast. Leider hatte ich bis jetzt nicht die Möglichkeit einen Vortrag von Silke zu besuchen. Aber das Buch zum Blog „studiere“ ich intensiv.
    Ich habe einen 6 jährigen autistischen Enkel der im Sommer eingeschult wird. Ich hoffe das er auf Lehrkräfte trifft die die notwendige Geduld und Zugewandtheit ihm gegenüber haben. Es ist sehr schön daß du, Anna, dich mit dem Thema, auch im Blick auf deine zukünftige pädagogische Aufgabe, so interessiert und intensiv zusendest. Ich glaube davon profitieren nicht nur betroffene Kinder und Eltern sondern auch dein Umfeld. Alles gute weiterhin auch für dein Studium.

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