Gastbeitrag: „Mein großer Wunsch: Aussöhnung mit meiner Mutter“

In meinem Gastbeitrag Schlussendlich war ich Täter und Opfer zugleich hatte ich es bereits erwähnt: Als Kind wurde ich für vier Jahre in einem Erziehungsheim untergebracht, weil man meinen damals noch unerkannten Autismus fälschlicherweise als erzieherisches Problem gedeutet hatte, an dem vor allem meine Mutter schuld wäre. Die Zeit im Kinderheim (ich war dort von meinem 10. bis zum 14. Lebensjahr untergebracht) war für mich die schlimmste Zeit meines Lebens, die ich bis heute nicht verarbeitet habe.

Blick von oben auf FüßeEs war ein Erziehungsheim alter Prägung, das man damals in den 1980er Jahren für mich ausgesucht hatte. Es gab willkürliche und vollkommen überzogene Strafen, die Kinder wurden oft angebrüllt und herumkommandiert. Schlimm war die Lieblosigkeit und Gefühlskälte einiger Erzieher. Ich litt unter starkem Heimweh und wünschte mir nichts sehnlicher, als wieder bei meiner Familie zu sein.

Im Heim wurde ich für Verhaltensweisen bestraft, die in meinem Autismus begründet lagen und die ich nicht willentlich kontrollieren konnte, z.B. für Overloads oder für kommunikative Missverständnisse. Auch meinem einzelgängerischen Wesen brachte man wenig Verständnis entgegen. Ich musste an lauten und schrillen Veranstaltungen teilnehmen (z.B. Karnevals- und Geburtstagsfeiern), obwohl sie eine Qual für mich waren.

Der Kontakt zu den Eltern unterlag drastischen Einschränkungen. Ich durfte ausschließlich in den Ferien nach Hause, Telefonanrufe von meiner Mutter waren nur einmal die Woche erlaubt. Äußerlich gab ich mich brav und fügte mich den Anforderungen der Erwachsenen. Innerlich war ich ein gebrochenes Kind, das wie eine Marionette agierte und kaum noch Lebensfreude hatte. Ich bin noch heute in therapeutischer Behandlung, um diese belastende Zeit zu verarbeiten.

Das allein ist schlimm genug. Bis heute habe ich nie darüber geschrieben, wie nachhaltig die Zeit im Erziehungsheim auch das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter belastet hat. Schon als Kind habe ich mich oft gefragt:

„Mama, warum tust du mir das an??? Warum gibst du mich weg und lässt mich mit diesen kaltherzigen und lieblosen Menschen alleine?? Siehst du nicht, wie schlecht es mir geht??? Was habe ich getan, dass du mich nicht mehr liebhast??? Bitte, bitte hol mich wieder nach Hause, ich will hier nicht bleiben, es ist so schlimm hier!!!“

Das waren meine Gedanken als 10- oder 11-jähriges Kind, das mit der Situation vollkommen überfordert war und nicht verstand, was mit ihm passiert. Heute würde ich das nicht mehr so formulieren, trotzdem habe ich mich bis weit ins Erwachsenenalter gefragt, warum meine Mutter nicht gesehen hat (oder nicht sehen wollte) wie sehr ich im Kinderheim gelitten habe und fast daran zerbrochen wäre. Man hatte ihr schließlich nicht das Sorgerecht entzogen, sie hatte in die Heimunterbringung sogar ausdrücklich eingewilligt. Oft habe ich mich später in Gedanken gefragt:

„Mama, warum hast du nicht einfach von deinem Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht Gebrauch gemacht und mich wieder nach Hause geholt? Theoretisch hättest du diese Möglichkeit doch gehabt, oder nicht? Ich hätte mir so sehr gewünscht, du hättest damals für mich Partei ergriffen, für dein Kind, das du liebst. Warum hast du mich als Mutter nur so allein gelassen?“

einsam im StadionDiese Fragen ‒ die mich selbst sehr belasteten ‒ konnte ich meiner Mutter nie stellen, weil die Scham zu groß war. Die Scham darüber, wie klein, schwach und verletzlich ich mich als kleiner Junge fühlte. Als Kind durfte ich diese schwachen und verletzlichen Seiten nie zeigen, im Gegenteil: Ich musste die Zeit im Kinderheim immer so „tapfer“ und „vernünftig“ wegstecken, weil sie aus damaliger Sicht alternativlos war. Das war die Erwartungshaltung der Erwachsenen, auch von meiner Mutter.

Seither konnte ich meiner Mutter gegenüber keine schwachen und verletzlichen Seiten mehr zeigen ‒ aus Angst, dass sie mich nicht versteht. Das Verhältnis zu meiner Mutter war seither immer irgendwie distanziert, wirklich herzliche und vertrauensvolle Momente gab es zwischen uns nicht mehr. Auch meine Mutter hatte mich nie wieder darauf angesprochen ‒ und so wurde die Zeit im Kinderheim für mehr als 30 Jahre zum absoluten Tabuthema zwischen uns.

Heute habe ich einen guten Psychotherapeuten, mit dem ich über alles reden kann. Seit über vier Jahren bin ich bei ihm in Behandlung. Auch er bemerkte, wie sehr mich der jahrzehntelange Konflikt mit meiner Mutter belastet. Er sprach mich darauf an und fragte mich, ob ich mir ein gemeinsames Gespräch mit meiner Mutter vorstellen kann.

Die Idee fand ich gut, hatte aber große Sorge, ob ich stark genug bin, ein solches Gespräch durchzustehen. Würde ich die Kraft aufbringen, meiner Mutter ganz ehrlich zu sagen, wie schlimm die Zeit im Kinderheim für mich war? Würde sie ebenfalls stark genug sein, um die Wahrheit zu ertragen?

Trotz aller Ängste fasste ich schließlich den Mut und lud meine Mutter zum gemeinsamen Gespräch bei meinem Therapeuten ein und sie erklärte sich sofort bereit, mich zu begleiten.
Um es vorwegzunehmen: Das Gespräch war alles andere als einfach (auch meiner Mutter merkte ich an, wie sehr es sie belastete, über die Vergangenheit zu sprechen), verlief aber überraschend positiv. Ich habe meiner Mutter nicht im Detail erzählt, was ich im Kinderheim alles an Demütigungen erlebt habe. Ich konnte ihr aber sagen, dass es eine schlimme und belastende Zeit war, unter der ich bis heute leide, z.B. in Form von Ohnmacht, Wut, Traurigkeit und Verlassenheitsängsten.

Meine Mutter hat sich das angehört und erstaunlich gefasst aufgenommen. Sie berichtete, dass sie damals unter großem Druck stand. Ihr sei von nahezu allen Seiten (Familie, Schule, Jugendamt usw.) vorgehalten worden, sie sei schuld, dass ich als Kind so problematisch war. Sie könne mich nicht richtig erziehen, sie sei zu nachgiebig mit mir, nicht streng genug usw.

Diese Vorwürfe hätten sie sehr getroffen und verunsichert, wo sie doch mit ganzer Kraft eine gute Mutter sein wollte. Wie sehr ich im Kinderheim gelitten habe, habe sie nicht gemerkt, auch wegen der rigorosen Kontaktbeschränkungen. Dass es dort streng zuging, sei ihr durchaus bewusst gewesen, gleichzeitig habe sie gesehen, wie gut ich mich im Heim entwickelte, zumindest bei oberflächlicher Betrachtung. Das sei für sie eine große Zwickmühle gewesen, von daher dachte sie sich:

„Ja, es wird wohl stimmen. Andere Leute können offenbar besser mit meinem Sohn umgehen als ich selbst. Vielleicht ist es wirklich das Beste für ihn, wenn ich ihn vorübergehend weggebe!“

verblühte TulpenHeute, so hat mir meine Mutter versichert, sieht sie ein, dass das eine tragische Fehleinschätzung war und das täte ihr auch wirklich leid. Über Asperger habe damals noch niemand etwas gewusst, im Zweifel sei immer sie als Mutter schuld gewesen. In diesem Moment spürte ich erstmals etwas von der Tragik, in der sich offenbar auch meine Mutter befand.

Mein Therapeut (der das Gespräch sehr gut moderiert hat) brachte noch den Gedanken ein, dass ich meine Traurigkeit und Verzweiflung durch meine autistischen Besonderheiten vielleicht nicht so zeigen konnte (z. B. durch Mimik und Gestik) wie man das von einem Kind normalerweise erwartet, was die Fehleinschätzungen noch verstärkt haben könnte. Vielleicht hat meine Mutter die Signale der Verzweiflung, die ich als Kind aussandte, nicht erkannt, weil sie (genau wie die Erzieher) noch nichts über Asperger-Autismus wusste.

***

Zwei Punkte sind mir im Rückblick besonders wichtig:

1.) Ich habe erstmals die Kraft aufgebracht, meiner Mutter zu sagen, wie schlimm die Zeit im Kinderheim für mich war und dass ich bis heute darunter leide.

2.) Meine Mutter hat zum ersten Mal eingestanden, dass die Heimunterbringung mit dem Wissen von heute falsch war. Es hat mir viel bedeutet, das von ihr zu hören.

Das allein wird die Wunden nicht heilen, aber es kann ein Anfang sein. Von meiner Mutter habe ich Lebensumstände erfahren, die mir nicht bewusst waren. Mir war z.B. nicht klar, wie sehr meine Mutter unter den massiven Vorhaltungen der Umwelt gelitten hat und wie sehr sie sich dadurch unter Handlungsdruck sah.

Seitdem möchte ich ihr eigentlich keine Vorwürfe mehr machen, denn vielleicht war sie in gewisser Weise selbst ein Opfer des damaligen Systems. Auch wenn meiner Mutter nie das Sorgerecht entzogen wurde, vielleicht war mein Gedanke: „Aber das Sorgerecht lag doch weiter bei dir, also hättest du mich doch jederzeit nach Hause holen können!“ zu theoretisch gedacht und ließ die Umstände der damaligen Zeit außer Acht.

Wahrscheinlich waren die 1970er- und 80er-Jahre wirklich noch eine andere Zeit, in der Eltern von behinderten Kindern längst nicht so selbstbewusst auftreten konnten wie heute. Der Gedanke der Inklusion lag noch in weiter Ferne. Kinder mit Behinderungen (oder Verhaltensauffälligkeiten) wurden frühzeitig aussortiert und in Sonderschulen, Heime und Internate gesteckt. Ärzte und Therapeuten (und selbst Schwiegereltern) galten noch als Respektspersonen, deren Wort man nicht so einfach in Frage stellt.

Es gab auch noch kein Internet und keine sozialen Netzwerke, in denen Eltern sich gegenseitig unterstützen. Da haben die Eltern von heute ganz andere Möglichkeiten, sich umfassend und unabhängig zu informieren ‒ egal, was die Leute vor Ort und in der eigenen Familie sagen. Meine Mutter hatte diese Möglichkeit früher nicht und Vorwürfe helfen da heute nicht weiter, das sehe ich inzwischen ein.

Ich wünsche mir, dass ich mit meiner Mutter irgendwann ins Reine komme. Dass ich mit ihr ehrlich über alles reden kann und dass wir die Vergangenheit ‒ mit dem Wissen von heute ‒ noch einmal neu bewerten können.

Ohne Vorwürfe, aber auch ohne Tabus und ohne falsche Scham. Meine Mutter feiert dieses Jahr ihren 73. Geburtstag und in ein paar Jahren ist es vielleicht schon zu spät. Deshalb möchte ich die Zeit nutzen, solange es noch geht.

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Was mir für die heutige Zeit wichtig ist:

Schluss damit, den Eltern die Schuld für den Autismus ihrer Kinder zu geben.
Es muss endlich Schluss sein mit dieser unsäglichen, auch unter Pädagogen und Therapeuten noch weit verbreiteten Mentalität, die den Eltern (vor allem auch den Müttern) die „Schuld“ dafür zuschiebt, dass ihre autistischen Kinder so sind, wie sie sind. Mit solchen Vorwürfen kann man ganze Familien kaputt machen, denn es waren damals gerade diese permanenten Schuldvorwürfe, durch die sich meine Mutter am Ende genötigt sah, mich ins Heim zu geben, obwohl sie das tief im Herzen wahrscheinlich auch nicht gewollt hatte. Es gibt in solchen Fällen keine Gewinner, sondern nur Verlierer, das haben meine Mutter und ich selbst erlebt.

Autismus ist nicht auf falsche Erziehung zurückzuführen.
Ich wünsche mir, dass die autistischen Kinder (und ihre Familien) von heute hoffentlich keinen solchen Leidensweg mehr durchmachen müssen. Autismus ist ein neurologisches Phänomen, das eben nicht auf falsche Erziehung zurückzuführen ist. Folglich kann auch keine Mutter (und kein Vater) ursächlich für den Autismus ihres Kindes verantwortlich sein. Deshalb gehören autistische Kinder auch nicht ins Erziehungsheim, sondern in ein autismusgerecht und barrierefrei gestaltetes Umfeld. Ich kann nur hoffen, dass sich diese Erkenntnis immer mehr durchsetzt.

***

Mein kleiner Neffe ist heute 11 Jahre alt und ebenfalls Asperger-Autist. Er bekommt umfassende Hilfen wie Schulbegleitung und Autismustherapien. Hätte es diese Hilfen zu meiner Zeit schon gegeben, dann wäre meine Kindheit mit Sicherheit anders verlaufen. Aber es bringt nichts, im Zorn auf die Vergangenheit zu blicken. denn niemand kann ungeschehen machen, was passiert ist. Man kann nur daraus lernen und die Dinge aus heutiger Sicht neu bewerten.

Trotz aller positiven Entwicklungen belasten mich die Erinnerungen ans Kinderheim nach über 30 Jahren noch immer. Das Heim bleibt für mich der Ort, an dem man mir einen Teil meiner Kindheit genommen hat. Die schlimmen Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut (aber auch tief sitzende Verlassensängste) verfolgen mich bis heute. Ich will meine Vergangenheit noch einmal gezielt aufarbeiten, vielleicht sogar mithilfe einer Traumatherapie. Mit meinem Therapeuten bin ich intensiv im Gespräch, welcher Weg in nächster Zeit der richtige für mich sein wird.

 

Blütenblätter auf SchneeBestimmt gibt es andere Autisten aus meiner Generation, die in den 1970er- und 80er-Jahren (oder noch früher) eine ähnlich belastende Kindheit durchgemacht haben, weil ihr Autismus damals noch als erzieherisches Problem fehlgedeutet wurde. Denen man das Recht auf Inklusion und Verständnis verwehrt hat, das heute als Menschenrecht gilt.
Diesen Autisten wünsche ich, dass sie ebenfalls die Kraft finden ‒ und die notwendige Unterstützung bekommen ‒ ihr Schicksal nachträglich aufzuarbeiten und mit der eigenen Familie ins Reine zu kommen, wo immer das noch möglich ist. Ich kann nur dazu ermutigen, notfalls auch therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Alleine hätte ich es auch nicht geschafft, mich meiner Mutter wieder ein Stück anzunähern.

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Lieber Dario, wie schon bei Deinem anderen Gastbeitrag schätze ich Deinen äußerst reflektiven Umgang mit für Dich belastenden Situationen und Lebensabschnitten sehr. Besonders lesenswert ist für mich das konstruktive Fazit nicht nur für Dein eigenes Leben sondern auch in Form von Botschaften an die heutige Zeit. Herzlichen Dank dafür.

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Darios Beitrag: Schlussendlich war ich Täter und Opfer zugleich

3 comments

  • Ein Beitrag, der mich sehr berührt. Ich selbst war in den 60gern nur 6 Wochen zur ‚ Kur’ wg. Widerspenstigkeit usw.. Versuche , meinen Eltern mitzuteilen, wie brutal und grässlich es dort war, wurden unterbunden (Zensur der Briefe). Ich wollte meine Familie auch nicht sorgen – ich wusste, dass sie mir helfen wollte . Auch die handelte auf Rat des Arztes. Also habe Ich gelitten und die Klappe gehalten. Ich war mit 9 Jahren auf mich allein gestellt, und danach nicht mehr fähig, Menschen wirklich zu vertrauen.
    Noch heute eine offene Wunde.
    Es ist gut. wenn alle Beteiligten darüber ins Gespräch kommen . Egal wie viel Zeit dazwischen liegt, diese Erfahring durfte ich teilweise zum Glück machen,.
    Heute bin ich Mütter einer jungen Autistin – und der soziale Druck ist noch immer enorm . Es kostet uns unsere ganze Kraft, immer dagegen zu halten. Aber wir sind immer miteinander im Gespräch, egal ob das von außen kritisch gesehenen wird.
    Echte Unterstützung wäre hilfreich, auf RatSCHLÄGE und amtliche Bevormundung können wir verzichten. Ersteres bekommen wir kaum, letzteres um so mehr.

    Dario wünsche ich alles Gute !

  • Saskia

    Hallo Dario

    Es tut schon beim lesen weh, was bei dir passiert ist.
    Ich kann nur die Sicht einer Mutter schreiben. Auch die Seite tut weh. Anders. Man kämpft an allen Fronten für sein Kind und von allen Fronten kommt, das man als Mutter falsch mit seinem Kind um geht. Es erfordert sehr viel Kraft für sein Kind da zu sein. Dabei gehe ich als Mensch fast dran kaputt. Aber ich tue es für mein Kind. Er soll ein für sich glückliches ausgefülltes Leben haben.
    Hoffentlich wacht die Welt da draußen mal auf.
    Es gibt mittlerweile hier und da Menschen die einem glauben und einem zur Seite stehen. Aber leider noch zu wenige.
    Danke das du dich öffnen und darüber schreiben kannst. Es öffnet hoffentlich dem einen oder anderen die Augen.

  • Möwe

    Hallo Dario

    Du stehst mit deinen Erfahrungen in der Tat nicht alleine da. Ich bin zum Beispiel einer der anderen Autisten aus deiner Generation, die ebenfalls eine jahrelange, unerträgliche Heimunterbringung aus der eigenen Kindheit kennen, (8 Jahre, 10. bis 18. Lebensjahr).
    Die Schwarze Pädagogik in ihrer unvorstellbaren psychischen und physischen Grausamkeit ist also auch mir ein Begriff und ich kann daher gut verstehen, wie schlimm das für dich war, was du damals alles ertragen musstest. Es hat dich bestimmt viel Mut gekostet, dich hier an dieser Stelle so offen darüber zu äußern. Doch damit hast du auch viel Stärke gezeigt und allein schon das verdient große Anerkennung!
    Im Gegensatz zu dir haben mir Psychotherapien jedoch nicht geholfen, außer der Therapie in einem ATZ, nachdem ich im Erwachsenenalter die Asperger Diagnose erhielt. Für mich war es eher hilfreich, mich mit dem zu beschäftigen, was mir durch diese Unterbringung in meiner Kindheit an schönen Inhalten verwehrt wurde und damit entgangen war. Also versäumtes nachzuholen. Therapeuten sind zwar der Ansicht, dass soetwas nicht funktionieren könnte, aber ich habe mich durchgesetzt.
    Ich denke, jeder Mesch sollte die Freiheit haben, für sich selbst heraus finden zu dürfen, was ihm gut tut. Damals galt das Prinzip: „Ihr habt kein schönes Leben verdient und seid es nicht Wert, mit Anstand behandelt zu werden!“
    Heute sage ich dazu: „Jeder Mensch hat ein schönes Leben und Wertschätzung verdient! Denn es ist normal verschieden zu sein!

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