Anzeige: Das inmuRELAX als Begleiter für Familien mit autistischen Kindern und Angehörigen

Ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas skeptisch war, als die Anfrage kam, das inmuRELAX zu testen und auf Ellas Blog vorzustellen. Die Neugier auf dieses innovative Kissen siegte dann aber und der überaus freundliche Kontakt trug dazu bei, dass ich schließlich dem inmu eine Chance gab. Das sollten wir nicht bereuen.

Niklas´ Annäherung an das inmuRELAX

Das inmu machte sich auf den Weg zu uns und als ich es auspackte, war schon die Berührung des überaus weichen Materials eine schöne Erfahrung. Wenn das schon für mich so besonders ist, wie wird es dann erst für Niklas sein, fragte ich mich. Gleichzeitig hatte ich aber auch Bedenken, weil für ihn alles erstmal suspekt ist, was Töne hervorbringen könnte und das inmu macht ja in der Tat Töne. Nun ja, sehen wir mal weiter….

Nach einem Zoom-Call mit den engagierten Entwicklerinnen des Kissens, bei dem mir alles erklärt wurde, mir mögliche Herangehensweisen ans Herz gelegt wurden und ich begeistert war von der Herzlichkeit, die mir entgegengebracht wurde, brachte ich mal so ganz nebenbei das Kissen auch bei Niklas ins Spiel.

Das mit dem „nebenbei“ hätte ich mir allerdings sparen können. Ihm etwas „unterzujubeln“ hat noch nie geklappt. Und so war es auch dieses Mal, dass er das Kissen erstmal „weg winkte“ und er „laut“ gebärdete, obwohl noch gar nichts zu hören war. Allein der Gedanke an einen Ton machte ihn nervös.
Gut, das hatte ich ja erwartet, war nichts Besonderes. Und so wanderte das inmu erstmal wieder in Regal.

Niklas´ Blick ging immer wieder dorthin, ich reagierte darauf aber nicht, sondern überließ ihm die Initiative.
Nach ein paar Tagen gebärdete er „nochmal“ und zeigte auf das inmu.
„Soll ich das Kissen holen?“, fragte ich.
„Ja“ und „Abstand“ wurden gebärdet.

Ok, ich holte das inmu und blieb in zwei Metern Entfernung von Niklas stehen. Wichtig dabei war, dass ich es an der Steckdose angeschlossen hielt, weil damit ganz sicher war, dass kein Ton aus dem Kissen kam.
Niklas schaute eine Weile, dann schob er mir seinen großen (der ist wirklich groß) Zeh rüber. Ich sollte diesen mit dem inmu berühren. Der Zeh wackelte eine Weile am inmu herum, dann sollte ich es wieder aufräumen.
Immerhin – das war die erste kleine Interaktion.

Ein paar Stunden später die nächste Annäherung.
Niklas gebärdete „leise stellen“, das war der Hinweis für mich, dass er zumindest ein bisschen was hören wollte. Gesagt getan – ich holte das inmu erneut und streichelte leicht über das weiche Kissen. Erste Töne erklangen und Niklas verzog sich mal gleich unter seine Kapuze, später reichte ein T-Shirt und das Spiel mit der Akustik, indem er seine Ohren mit den Händen regulierte. Aber ich sollte es nicht wegräumen.

Der Zeh wanderte wieder zu mir rüber und das Klangkissen summte leise vor sich hin, während der Fuß darüberstrich. Niklas zog sein Hosenbein hoch und signalisierte damit, dass ich auch über seinen Unterschenkel streichen sollte. Klappte wunderbar und der Lockenschopf kam sogar unter seiner Kapuze wieder hervor.

Es war schön zu sehen, wie er sich Stück für Stück mit dem inmu anfreundete und für seine Verhältnisse sehr mutig agierte. Wichtig war, ihn nicht damit zu überfallen, sondern ihm das Tempo zu überlassen.
Dann taten sich nach und nach aber wunderbare Möglichkeiten auf, die die Nutzung des inmu mit sich bringen.

  • Es stellt Kontakt her.
  • Es fördert die Kommunikation.
  • Es hilft über die Art und Weise der Berührung dabei, Gefühle auszudrücken.
  • Man kann selbst mit den Bewegungen der Hand oder des kompletten Armes beeinflussen, welche Töne erzeugt werden.
  • Die Lautstärke kann in drei Abstufungen gewählt werden.
  • Man kann die Hand in eine Tasche, die direkt am inmu angebracht ist, stecken – „weich“ gebärdete Niklas dazu.
  • Es kann Angst lösend wirken (z.B. bei Arztbesuchen).
  • Es kann als hilfreiche Begleitung bei Veränderungen genutzt werden.

Ein wunderbarer Service des Anbieters sind Videos, die weitere Inspiration für die Verwendung des inmu geben.

©inmuRelax

Niklas` Umgang mit dem inmu entwickelte sich langsam aber stetig.
Nachdem er seine Vorbehalte abgelegt hatte, half es ihm vor allem dabei, ungewünschte Geräusche auszufiltern bzw. mit dem inmu zu überdecken. Er kann leichter tolerieren, wenn ihn Töne umgeben, die ihn stören. Das inmu hilft ihm dabei, entspannter mit für ihn anstrengende Situationen umzugehen und Reizüberflutungen zu verarbeiten.

Damit einher geht, dass das Verhalten weniger häufig impulsiv ist, das kommt natürlich allen Beteiligten – auch uns als Familie – zugute.

Da das inmu einen hohen Aufforderungscharakter hat, fördert es auch die Interaktion mit anderen Personen. Wenn jemand das inmu bei Niklas sieht, entsteht sofort ein Gespräch darüber, was das für ein Klangkissen ist, was es kann und wie es ihm gefällt. So wird das inmu auch zu einer Brücke zu seinen Mitmenschen.

Wie das inmu funktioniert und wirkt

Im Inneren des Kissens verbirgt sich eine Sensortechnologie, die auf Berührungen und Bewegungen von außen reagiert. Es entstehen unterschiedliche Klänge und auch Vibrationen, die von außen spürbar sind.
Die Wirkung ist wechselseitig: einerseits reagiert das Kissen auf die Impulse, die von außen kommen, passt Klänge und Vibrationen entsprechend an – andererseits reagiert auch der Einzelne auf die Impulse, die das Kissen gibt. Es ist ein Wechselspiel von Wahrnehmung und Impulsen.

Damit können sich körperliche Anspannungen und durch die Erfahrung der Verlässlichkeit von Ursache und Wirkung auch Ängste lösen. Insgesamt führt es zu mehr Wohlbefinden, was sich wiederum auf viele Themen auswirken kann, die wir mit unseren autistischen Angehörigen oft als zentral erleben: etwa Schlafen, Kommunikation und das Bedürfnis nach Verlässlichkeit und Sicherheit.

Wunderbar ist auch die erlebte Selbstwirksamkeit, denn das Kissen reagiert mit unterschiedlichen Klangfarben und Rhythmen auf die Bewegungen und Impulse, die von außen gegeben werden. Dabei wird das Gehirn positiv durch die Musik stimuliert und baut neue Verbindungen auf. Das Ganze wird dadurch unterstützt, dass gleichzeitig mehrere Sinne angesprochen werden.

Übrigens kann man die Kissenhülle auch waschen – das ist ja auch ein wichtiger Faktor für viele von uns Eltern autistischer Kinder.

Wo und wie man das inmu bekommen kann

Zugegeben, das Kissen ist kein Schnäppchen, aber für das Erreichen von mehr Lebensqualität, das Reduzieren von Ängsten, Verzweiflung und das Vermitteln von mehr Sicherheit und Ruhe sowie für mehr Schlaf würden wir Eltern autistischer Kinder ja so einiges geben, insofern lohnt es sich für viele, das einfach mal auszuprobieren.

Dafür halte ich es für eine tolle Sache und einen absolut wertvollen Service, dass man sich das inmu auch erstmal unverbindlich mieten kann, um zu sehen, ob es für die eigene Familie einen Mehrwert bringt.
Alle Informationen darüber bekommst du HIER.

inmuRELAX für die ganze Familie

Ich habe mir erlaubt, das inmu auch für mich ein wenig zu nutzen und spürte seine wohltuende und beruhigende Wirkung bei mir selbst. Es hat mich geerdet und gleichzeitig ermöglicht, ein wenig in den Tag hinein zu träumen bzw. besser einzuschlafen, wenn die Sorgen mal wieder im Kopf kreisten. Es beruhigte mich und ich könnte mir vorstellen, es hervorzuholen, wenn meine Geduld mal wieder auf eine harte Probe gestellt wird.

Daher: so ein inmu kann ein toller Alltagsbegleiter für autistische Kinder, Jugendliche und erwachsen gewordene AutistInnen sein und darüber hinaus auch noch Bezugspersonen dabei helfen, ruhig und gelassen zu bleiben – eine Eigenschaft, die uns ja häufig abverlangt wird.

Bei Niklas wurde auch deutlich, wie sehr seine Bewegungsfreudigkeit dadurch noch weiter angeregt wird. Er begann irgendwann Gebärden mit dem inmu zu machen und hörte genau zu, welche Töne er dem Kissen damit entlockte. Das war Kommunikation, Wahrnehmung und Interaktion in einem.

Hier geht`s zur Anbieterseite des inmuRELAX mit allen Informationen, Kauf- und Buchungsmöglichkeit sowie vielen Videos

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