Ellas Blog on Tour – vom Sturm vertrieben: Lofoten, Vesterålen

Wieder sind ein paar Tage vergangen und wir sind immer noch hoch im Norden unterwegs. Es folgt ein unverschönter, schöner Reisebericht 🙂

Hier seht Ihr uns an einem unsere Lieblingsstrände der Lofoten, in der Nähe von Myrland:

 

Niklas mag die Fahrten, fordert aber auch vehement den nichtfahrenden Elternteil von uns zum Geschichten erzählen, Quatsch machen und Versorgen mit Essen und Trinken ein. Da er sich überhaupt nicht selbst beschäftigt, ist der Urlaub mit ihm ein Fulltime-Job. Entweder man fährt oder man ist Spiel- und Pflegepartner. Im Grunde ist es wie zuhause, nur jetzt sind wir eben unterwegs. 🙂

 

Wenn wir stehenbleiben, steigt er manchmal gerne aus, manchmal aber auch nicht. Das hängt immer davon ab, wie die Lichtverhältnisse sind und ob die Möwen gerade laut kreischen. Einer von uns bleibt mit ihm immer in der Nähe des Womos, Strandspaziergänge unternehmen wir getrennt voneinander. So war es auch schon im April diesen Jahres in Galicien.
So sind wir viel unterwegs, sausen an manchen Stellen aber auch nur kurz vorbei, weil Niklas gerne weiterfahren möchten. Auf diese Weise sehen wir sehr viel und das liefert auch Input für die Gespräche mit Niklas, der alles in sich aufsaugt und erklärt bekommen möchte.

Reine auf den Lofoten

Wir konzentrieren uns auf die Schönheiten um uns herum und freuen uns, dass wir als Familie auf diese Weise unterwegs sein können. Aber es bringt uns auch an unsere Grenzen. Mal ein Buch lesen oder abends gemütlich vor dem Womo sitzen, ist nicht möglich. Die Minuten, um für Euch ein paar Zeilen zu bloggen, klaue ich mir hier und da zusammen. 🙂

Wunderschön ist es wieder in Uttakleiv. Hier waren wir schon oft, meistens mit drei Kindern an Bord und dieses Mal eben insgesamt zu dritt. Es ist ein Ort zum Durchatmen und Gedanken sortieren, sich das Schwierige bewusst machen, aber auch das Schöne zu sehen. An diesem wunderbaren Ort übernachten wir.

Uttakleiv / Lofoten

Uttakleiv / Lofoten

Haukland

In Haukland sind wir schon erstaunt, wie viele Womos dort campieren. Für Mitte/Ende August wirklich enorm für die Lofoten. Die Inseln werden inzwischen deutlich stärker angefahren als noch vor zehn Jahren… uns zieht es weiter, noch ein kleines Stückchen Richtung Norden auf die Vesterålen.

Einige fragten bei mir an, wie die Nächte inzwischen sind. Leider immer noch schwierig. Wir schlafen zwar mittlerweile mehr, aber an Stellen im Womo, die dafür eigentlich nicht vorgesehen waren. Es ist ein stetiges hin und her, auf und ab, dauert lange bis wir alle zur Ruhe kommen.

Niklas inspiziert zwischendurch mal das Womo von oben und stellt fest, dass es dort dringend mal geputzt werden sollte. 😉

Bevor uns in der Nacht ein Sturm einholt, der sich hier weit draußen auf dem Atlantik schon ankündigt, erleben wir noch einen tollen Sonnenuntergang. Der Sturm lässt unser Wohnmobil in der Nacht fast zu einem Flugmobil werden, dazu prasselnder Regen – Niklas schläft erstaunlicherweise tief und fest – ich liege wach und lausche Wind und Wellen.

Am nächsten Morgen ist der Sturm nicht vorbei und die Wettervorhersage verheißt nichts Gutes. Daher weichen wir nach Osten aus – ein paar Stunden später sind wir in Schweden…. to be continued.

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One comment

  • Marion Klimek

    wir haben diese Tour auch mit unserem Sohn gemacht, unser Sohn hat das criduchat-Syndrom und ist Autist, criduchat.de , seine Homepage, wenig schlaf kennen wir auch, vielen Dank für diesen Blog, er ist jetzt 31 und ich kann immer noch was über ihn lernen, seit einigen Jahren beisst er sich die Arme blutig, es ist in solchen Fasen schwer auszuhalten, er wohnt nicht mehr bei uns, ich bin froh, nicht mehr alles alleine aushalten zu müssen.

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