Category Archives: Eltern

Kaffeeklatsch – wenn Lebenswelten, Gewohnheiten und Entwicklungen ganz andere sind

„Neulich fühlte ich mich bei einer Einladung vollkommen deplatziert. Ich wäre am liebsten schon wieder gegangen, bevor ich mich überhaupt hingesetzt hatte“, schreibt Nina. „Da standen gestylte Frauen mit perfekt zur Kleidung abgestimmtem Makeup und frischem Haarschnitt. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal dazu gekommen bin, überhaupt an einen Friseurtermin zu denken.“ Als ich das las, dachte ich so bei mir: „Oh ja, das kenne ich auch.“ Ich überlege mir inzwischen ziemlich Weiterlesen [...]

Als Niklas 18 Jahre alt wurde, fuhren meine Gefühle Achterbahn

Ja, als Niklas 18 Jahre alt wurde, da herrschte Chaos in meinem Inneren. Ich erinnerte mich daran, wie meine Tochter vor viereinhalb Jahren 18 wurde, wie sie feierte, wie selbständig sie war, dass sie seitdem durch die Welt tingelt, ihr Studium wuppt und eine tolle junge Frau geworden ist. Und Niklas - er ist auch ein toller junger Mann - mit unvergleichlichem Humor, verschmitztem Schelm, dem Talent, Menschen für sich einzunehmen, aber auch absolut unselbständig, so dass er eine vollumfängliche Weiterlesen [...]

Wenn Mütter eine Essstörung entwickeln…

In der Fragebogenaktion zu meinem Buch hatte ich Eltern unter anderem gefragt, wie sie Stress und Probleme verarbeiten. Eine auffällig oft genannte Antwort unter Müttern war „Essen“. Nicht wenige beschrieben, bereits eine Essstörung entwickelt zu haben. Zu diesen Angaben hakte ich intensiver nach und unterhielt mich mit einer Mutter über ihre Essprobleme. Sonja (Name geändert) beschreibt mir im Interview, dass sie Probleme schon immer im wahrsten Sinne des Wortes in sich hineingefressen Weiterlesen [...]

Wenn kein emotionaler Puffer mehr bleibt

Viele von uns werden das kennen - man muss im Alltag funktionieren und mit einem Kind, das besondere Bedürfnisse hat und dazu noch Hilfe in allen Lebenslagen braucht, muss man das noch mehr. Niklas ist abhängig von mir - ich kann nicht einfach mal sagen, dass er sich heute ausnahmsweise alleine anziehen, alleine waschen, alleine frühstücken muss, weil es mir nicht so gut geht. Ich kann auch nicht sagen, dass er mich mal einen Tag lang bitte in Ruhe lassen soll, weil ich Kopfschmerzen habe. Die Weiterlesen [...]

Leserbrief: Manchmal denke ich, dass ich nicht dazu gehöre…

Liebe Ella, lieber Leserinnen und Leser dieses Blogs, ich möchte mir etwas von der Seele schreiben, weil ich oft nicht weiß, wohin mit diesen Gefühlen. "Ellas Blog" scheint mir der richtige Ort zu sein, weil ich mich hier verstanden fühle, Informationen bekomme und zur Ruhe kommen kann. Aber es gibt diese Tage, da lese ich von Eltern autistischer Kinder, dass ihr Kind den Führerschein gemacht hat, alleine mit dem Zug 500 Kilometer an einen Urlaubsort fährt, dabei ist Abitur zu machen, Weiterlesen [...]

„Wenn Dein Kind autistisch ist, ist es meins erst recht.“

Neulich erreichte mich die Zuschrift einer Mutter: "Mich kotzt es im Moment an, dass jeder aus unserem Bekanntenkreis nun meint, sein Kind habe auch Autismus. Es nervt einfach. Diese Kinder sind mir bekannt und sie sind alles andere als Autisten." Das ist nicht die erste Wortmeldung in dieser Art und auch ich selbst bekomme immer mal wieder zu hören: "Ach, das ist bei uns auch so." Oder: "Ich will ja nicht vergleichen, aber bei meinem ist das ähnlich. Vielleicht ist er auch Autist." Dieses Weiterlesen [...]

Gedanken-Grübel-Gemenge – wenn man sich ständig Sorgen macht

Ganz bestimmt kennen das fast alle von Euch und eigentlich ist es ja auch ganz normal: man sorgt sich um seine Kinder, weil man sie liebt. Mit einem behinderten Kind sorgt man sich auch noch wegen anderer Dinge, weil sie mehr Hilfe und Fürsorge brauchen - manchmal ein Leben lang. Als Eltern muss man in viele Situationen erst hineinwachsen. Wenn man ein behindertes Kind hat, kann man sich nicht einfach bei Freunden, die auch Eltern sind, abschauen, was anliegt und an was man denken muss. Vieles Weiterlesen [...]

Autismus und die Haltung der Eltern – Möglichkeiten und Grenzen

Wenn man ein autistisches Kind hat, geht es nicht vordringlich darum, das Kind zu verändern und gar den Autismus beseitigen zu wollen (das ist nämlich nicht möglich), sondern darum, das Umfeld, die Rahmenbedingungen und die eigene Haltung zu verändern. Diesen Einleitungssatz müssen wir ein wenig auseinanderklamüsern, sonst birgt er das Potential für zu viele Missverständnisse 🙂 *** Es geht nicht "vordringlich" darum, das Kind zu verändern. Soll heißen, dass das Kind natürlich Weiterlesen [...]
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