Tipps für den Alltag

In Bezug auf ungewohnte Verhaltensweisen sollte weniger die Frage gestellt werden, inwiefern sich Autisten ändern müssen. Vielmehr wäre es wünschenswert, dass sich Familie und Umfeld überlegen, was sie an sich selbst verändern und welche Hilfen angeboten werden können, um ein gutes Miteinander zu ermöglichen. Dabei könnten folgende Aspekte hilfreich sein:

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klare Strukturen im Alltag und entsprechende Zeitpläne entwickeln, z.B. mit TEACCH

klare Absprachen treffen und auch einhalten

Ruhezeiten einplanen wegen hohem Energieaufwand für Reizregulierung (Geräusche, Gerüche, Farben, Decodierung von Sprache)

Veränderungen (Ausflüge, Besuche, Tagesablauf) rechtzeitig ankündigen und genau erklären

keine Zweideutigkeiten, sondern sich eindeutig verhalten und auch eindeutig sprechen (keine Ironie und Redewendungen, kein irgendwie und irgendwann)

Stereotypien nicht unterbrechen, wenn sie in stressigen Situationen wichtig für die Selbststimulation, Beruhigung und Sicherheit sind

selbst ab und zu genau hinhören, hinriechen, hinfühlen, um evtl. einige Reize, die unnötig sind zu eliminieren (Radio, Fernseher, wg. Waschmaschine Tür zur Waschküche schließen, wg. Rasenmäher Terrassentür schließen, flackerndes oder zu grelles Licht ausschalten oder dimmen)

ruhige Rückzugsmöglichkeit schaffen, evtl. mit weichen Matten

kein Händeschütteln und Körperkontakt einfordern

nicht über den Kopf des Autisten hinweg über sie oder ihn sprechen. Die meisten (auch frühkindlichen) Autisten werden unterschätzt und verstehen nahezu alles

 

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